Al-Farabi

Al-Fārābī wird um 870 vermutlich in Farab/Turkestan geboren. Quellen zu seinem Leben existieren fast gar keine, doch sind mehr als 100 Schriften von ihm überliefert.
Al-Fārābī studiert in Bagdad Philosophie, Mathematik und Musik und gilt u.a. auch als größter Theoretiker der arabischen Musikgeschichte.
In der Wissenschaftsgeschichte des Islam wird Al-Fārābī als „Zweiter Lehrer“ nach Aristoteles gesehen. Er gilt als einer der bedeutendsten arabischen Philosophen, der sich um die Vermittlung der islamischen Philosophie mit dem Denken der griechischen Antike besondere Dienste erwirbt. Al-Fārābī interpretiert im Kommentar zu Aristoteles’ De interpretatione den logischen Gehalt sprachlicher Ausdrucksformen und überträgt die Ergebnisse auf die arabische Sprache. Diese erklärende Schrift zur Hermeneutik des Aristoteles ist der älteste überlieferte Kommentar eines muslimischen Autors.
In Über die Wissenschaften beschreibt und bewertet Al-Fārābī alle zu seiner Zeit bekannten Wissenschaften, erörtert sie in ihren Funktionen und Untergliederungen und setzt sie zueinander in Beziehung. Diese Klassifikation trägt wesentlich dazu bei, das Selbstverständnis der Philosophie im Islam zu formen. Gleichzeitig liegt die überragende Bedeutung dieser Schrift in der Neubewertung des Verhältnisses von Wissenschaften und Religion. Al-Fārābī weist dem rationalen Denken in seinem philosophischen System eindeutig den höchsten Rang zu.
Um 942 zieht Al-Fārābī an den Hof der Hamaniden nach Syrien und stirbt dort im Jahre 950.

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  1. Über die Wissenschaften

    Herausgegeben von Schupp, Franz
    Philosophische Bibliothek 568. 2008.
    E-Book
    978-3-7873-2004-2

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