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Britsch's Lesson

Synthetic Cubism as Gestalt-Perception 

Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 60. Heft 2
DOI: https://doi.org/10.28937/1000106267

Inhalt

  • | Kapitel kaufen Titelei1
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis3
  • | Kapitel kaufen Abstracts5
  • | Kapitel kaufen Abhandlungen11
  • | Kapitel kaufen Emmanuel Alloa: Produktiver Schein - Phänomenotechnik zwischen Ästhetik und Wissenschaft11
  • | Kapitel kaufen Burkhard Liebsch: Nicht normalisierbares Leben - Was Aristoteles’ Politik, Friedrich Schillers »ästhetische Erziehung« und Giorgio Agambens »Lebensformen« miteinander verbindet. Zum Verhältnis von Ästhetik, Sozialphilosophie und Geschichte25
  • | Kapitel kaufen Christian Grüny: Hermeneutik in Bewegung - Meg Stuarts Tanzstück "Built to last" und das Verstehen der Musik49
  • | Kapitel kaufen Thorn-R. Kray: Nothing Left to See - Arnold Gehlen on Why Contemporary Art Needs Commentary67
  • | Kapitel kaufen Ian Verstegen: Britsch’s Lesson - Synthetic Cubism as Gestalt-Perception87
  • | Kapitel kaufen Robert Kirstein: Ficta et Facta - Reflexionen über den Realgehalt der Dinge bei Ovid99
  • | Kapitel kaufen Rahel Villinger: Form und Mimesis - Elemente frühromantischer Kunsttheorie bei Husserl, Benjamin und Adorno119
  • | Kapitel kaufen Kritische Marginale141
  • | Kapitel kaufen Sebastian Lederle: Ars bene indicandi - Rezensionsessay zu Lambert Wiesing: Sehen Lassen – Über die Praxis des Zeigens. Suhrkamp: Frankfurt a. M. 2013141

Beschreibung

Man hat Rudolf Arnheims Theorie der Wahrnehmung eingesetzt, um die einflussreiche Deutung des Synthetischen Kubismus, wie sie von Rosalind Krauss und Yve-Alain Bois vertreten wurde, als zeichenartigen Prozess zu kritisieren. Während dieses Argument auf theoretischer Ebene überzeugen kann, ist es auf historischer Ebene weniger stimmig: Anders als die Ausführungen von Picassos Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler, auf die sich Bois bezieht, formuliert Arnheim seine Überlegungen erst in den fünfziger Jahren. Der vorliegende Aufsatz möchte Arnheims argumentativen Stellenwert stützen, indem er die Theorie von Gustaf Britsch als eine historische Verbindung anführt, die Arnheims spätere und genauere Theorie beeinfl sste. Britsch entwickelte eine frühe Theorie der Gestaltwahrnehmung, mit der sich die Innovationen des Synthetischen Kubismus erklären lassen.

Rudolf Arnheim’s theory of perception has been used to challenge the highly influential account of synthetic Cubism as a sign-like process of Rosalind Krauss and Yve-Alain Bois. While the use of Arnheim’s idea of perceptual substitution works in a theoretical sense, it is less successful as a historical argument, because unlike Picasso’s art dealer, Daniel-Henry Kahnweiler, who is discussed by Bois, Arnheim’s ideas weren’t formulated until the 1950s. This article enriches the theoretical argument made on behalf of Arnheim by supplying the theory of Gustaf Britsch as a historical link that fed Arnheim’s later rigorous theory. Britsch articulated an early theory of perceptual substitution, a kind of Gestalt-perception, that is capable of accounting for the innovations of Synthetic Cubism.