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Soma

Körperkonzepte und körperliche Existenz in der antiken Philosophie und Literatur

Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 13 (Jg. 2016). 2016. ΣΩΜΑ. Ca. 600 Seiten.
978-3-7873-2929-8. E-Book
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover1
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis5
  • | Kapitel kaufen Vorwort9
  • | Kapitel kaufen Einleitung11
  • | Kapitel kaufen I. Der menschliche Körper im kosmischen Zusammenhang31
  • | Kapitel kaufen Maria Liatsi: Die Begrenzung des gesunden Körpers durch seine Negation: Schmerz, Krankheit und Tod33
  • | Kapitel kaufen Frans A. J. de Haas: The human body and its natural environment: Aristotle, Alexander of Aphrodisias and the perceived threat of reductionism45
  • | Kapitel kaufen Sabine Föllinger: Vorstellungen über den Zusammenhang von körperlicher Konstitution und Moral in antiker Philosophie und Medizin61
  • | Kapitel kaufen Georg Wöhrle: Erzählungen vom gesunden Körper in der antiken Medizin83
  • | Kapitel kaufen Johannes Hübner: Körperfeindlichkeit in Platons PHAIDON?101
  • | Kapitel kaufen Diego De Brasi: Rhetorik, Medizin und Glauben: Die Auffassung des menschlichen Körpers in Laktanzens DE OPIFICIO DEI und Gregor von Nyssasπερὶ κατασκευῆς ἀνθρώπου121
  • | Kapitel kaufen Mathieu Ossendrijver: Conceptions of the Body in Mesopotamian Cosmology and Astral Science143
  • | Kapitel kaufen Sarah Broadie: Corporeal gods, with reference to Platoand Aristotle159
  • | Kapitel kaufen Dirk Baltzly: The ethics of celestial physicsin late antique Platonism183
  • | Kapitel kaufen II. Ontologische Dekonstruktion und mathematische Rekonstruktion des Körpers: Platon und die platonische Tradition199
  • | Kapitel kaufen Jonathan Beere: The Receptacle as a Material Base for Bodiesin Plato’s TIMAEUS201
  • | Kapitel kaufen Walter Mesch: War Platon Substanzdualist? Ein geistphilosophisches Thema und seine Implikationen für den Körper227
  • | Kapitel kaufen Francesco Fronterotta: Der Körper als Ursprung der individuellen Seelein Platons TIMAIOS251
  • | Kapitel kaufen Helen Lang: The Challenge of Body for Plato267
  • | Kapitel kaufen Reviel Netz: Archimedes’ Liquid Bodies287
  • | Kapitel kaufen Marwan Rashed: Posidonius on Matter, Body, and Surface323
  • | Kapitel kaufen Peter Adamson: Atomismus bei ar-RĀZĪ345
  • | Kapitel kaufen III. die philosophische Wiedergewinnung des konkreten Körpers: Aristoteles und die aristotelische Tradition361
  • | Kapitel kaufen Christian Pfeiffer: Aristotle on Being in the Same Place363
  • | Kapitel kaufen Gábor Betegh: Colocation393
  • | Kapitel kaufen Andrea Falcon: The Subject Matter of Aristotle’s Physics423
  • | Kapitel kaufen Barbara Sattler: Von der Bewegung himmlischer zu der irdischer Körper: Die wissenschaftliche Erfassung physischer Bewegung in der griechischen Antike437
  • | Kapitel kaufen Thomas Kjeller Johansen: Natural bodies in Plato and Aristotle455
  • | Kapitel kaufen Sebastian Odzuck: Wenn ein Körper wächst, bewegt er sich. Was lernen wir aus Aristoteles’ Vergleich der Grössenänderung mit der Ortsveränderung?471
  • | Kapitel kaufen R. A. H. King: Aristotle and the six-pack, or: All flesh and no muscle?489
  • | Kapitel kaufen Orna Harari: Bodies and Explanation: Alexander of Aphrodisias on Elemental Motion507
  • | Kapitel kaufen Dag Nikolaus Hasse: Der Sturz des Kamels und die Befleckung des Spiegels: Fernwirkungstheorien in arabischen und lateinischen Kommentaren zu Aristoteles’ De insomniis525
  • | Kapitel kaufen IV. Anhang543
  • | Kapitel kaufen Nora Constanze Wachsmann: Σῶμα Stellensammlung zum Wortgebrauch545
  • | Kapitel kaufen David Meißner: Bibliographie575
  • | Kapitel kaufen Index diskutierter Passagen595
  • | Kapitel kaufen Über die Autoren dieses Bandes609

Beschreibung

Nicht erst die moderne Philosophie hat die fundamentale Doppelnatur des Körperlichen erkannt, das einerseits diejenigen Gegenstände auszeichnet, die wir mit größtmöglicher Distanz und Objektivität wissenschaftlich untersuchen, das sich uns andererseits und zuallererst aber auch in der Form des jeweils eigenen, in seiner Integrität stets bedrohten und letztlich dem Zerfall ausgelieferten Körpers aufdrängt als Bedingung, an der unsere eigene Existenz durch und durch hängt. Schon die Denker der Antike arbeiten sich an dieser Problematik ab; und es gilt, die gedanklichen Ressourcen nutzbar zu machen, die sie für uns bereithalten.

Die in diesem Band versammelten Beiträge spiegeln die antike Auseinandersetzung um den Körper und das Körperliche in all ihren Dimensionen und Schattierungen wieder. Gleichzeitig machen sie deutlich, dass diese Auseinandersetzungen nur geführt werden konnten vor dem Hintergrund einer althergebrachten und für lange Zeit sehr wirkmächtigen Tendenz, Organismen wie die Menschen als paradigmatische körperliche Wesen aufzufassen und dieses Paradigma zum Ausgangspunkt für Reflexionen über das Körperliche als solches zu nehmen.

Im ersten Teil des Bandes geht es um das antike Nachdenken über den lebendigen, insbesondere menschlichen Körper. Im Mittelpunkt steht weniger die wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Körper als vielmehr die existenzielle Situation, in der sich der Mensch als ein körperliches Wesen befindet. Der zweite und dritte Teil behandeln die Frage nach den Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen der wissenschaftlichen Beschreibung von Körpern und ihrem Verhalten bei Platon und in der platonischen Tradition sowie bei Aristoteles und in der aristotelischen Tradition.

Zitate

"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der umfangreiche Band eine hervorragende und nahezu erschöpfende Behandlung antiker Körperkonzepte bietet und dabei zugleich eine reiche Quelle für die konzeptionelle Beschäftigung mit Themen wie »Körper«, »Leib«, »Wahrnehmung«, »Organismus «, »Seele« und »Bewegung« darstellt." Philosophische Rundschau 65 / 2018