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Zur Kulturgeschichte der Scham


Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 09 (Jg. 2010). 2010. Unveränderte eBook-PDF der Auflage von 2010. 232 Seiten.
978-3-7873-1980-0. E-Book
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen Inhalt5
  • | Kapitel kaufen Einleitung7
  • | Kapitel kaufen Michaela Bauks: Nacktheit und Scham in Genesis 2–317
  • | Kapitel kaufen Martin F. Meyer: Scham im klassischen griechischen Denken35
  • | Kapitel kaufen Jörn Müller: Scham und menschliche Natur bei Augustinus und Thomas von Aquin55
  • | Kapitel kaufen Rudolf Lüthe: Der diskrete Charme der Scham. Rhapsodische Anmerkungen zu Humes Lehre von »pride« und »humility« im »Treatise on Human Nature«73
  • | Kapitel kaufen Michael Meyer: Scham und Schande in der Frühen Neuzeit Englands85
  • | Kapitel kaufen Ulrike Bardt: Der Begriff der Scham in der französischen Philosophie105
  • | Kapitel kaufen Werner Moskopp: Ein Versuch über die Transzendentalität der Scham119
  • | Kapitel kaufen Jürgen Boomgaarden: Das Wissen in der Unwissenheit. Zum Schambegriff bei Søren Kierkegaard137
  • | Kapitel kaufen Eduard Zwierlein: Scham und Menschsein. Zur Anthropologie der Scham bei Max Scheler157
  • | Kapitel kaufen Clemens Albrecht: Anthropologie der Verschiedenheit, Anthropologie der Gemeinsamkeit. Zur Wirkungsgeschichte der Unterscheidung von Scham- und Schuldkulturen177
  • | Kapitel kaufen Axel T. Paul: Die Gewalt der Scham. Elias, Duerr und das Problem der Historizität menschlicher Gefühle195
  • | Kapitel kaufen Christina-Maria Bammel: »Unästhetisch ist im letzten Grunde immer auch unmoralisch …« Zur Relevanz der Scham im Theater und dramatischen Denken217

Beschreibung

»Das Schamempfinden gehört zur menschlichen Grundausstattung. Es ist ein soziales Gefühl, das sich beim Gewahrwerden eines Defizits einstellt, an dem andere Anstoß nehmen könnten« (Dorothea Baudy, in: Religion in Geschichte und Gegenwart).

Die Autoren dieses Bandes untersuchen das Motiv der Scham aus der Perspektive ganz unterschiedlicher Fachdisziplinen (Literaturwissenschaft, Philosophie, Theologie, Geschichte, Soziologie) und grenzen Scham gegen andere kulturgeschichtliche Begriffe wie Schuld, Erniedrigung, Schande oder Tabu ab. Ist Schamempfinden gleichzusetzen mit zivilisatorischem Fortschritt (N. Elias)? Trägt das Konzept der Unterscheidung von »Schamkultur« und »Schuldkultur« (R. Benedict)?

Mit Beiträgen von Clemens Albrecht, Christina­Maria Bammel, Ulrike Bardt, Michaela Bauks, Jürgen Boomgaarden, Rudolf Lüthe, Martin F. Meyer, Michael Meyer, Werner Moskopp, Jörn Müller, Axel T. Paul und Eduard Zwierlein.

Zitate

"Das Schamempfinden gehört zur menschlichen Grundausstattung. Es ist ein soziales Gefühl, das sich beim Gewahrwerden eines Defizits einstellt, an dem andere Anstoß nehmen könnten" (Dorothea Baudy, in: RGG).
Insgesamt eröffnen die unterschiedlichen Beiträge zur Scham in diesem Buch ein erstaunlich breit gefächertes Spektrum, das auch dazu einlädt, sich mit den Autoren selbst näher zu beschäftigen. Und zu Jürgen Boomgaardens Beitrag heißt es: Dieser Artikel ist aufgrund seiner Verständlichkeit – bei gleichzeitiger wissenschaftlicher Fundiertheit – ein Highlight dieser Phänomenologie.
rezens.tfm e-Journal für wissenschaftliche Rezensionen
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
an der Universität Wien