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Moderne Ikonen

Die Präsenz des Undarstellbaren in der neueren Kunst

Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 54. Heft 2
DOI: https://doi.org/10.28937/1000106154

Inhalt

  • | Kapitel kaufen Titelei1
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis3
  • | Kapitel kaufen Abstracts5
  • | Kapitel kaufen Schwerpunktthema: Ästhetik und Alltagserfahrung11
  • | Kapitel kaufen Konrad Paul Liessmann: Die schönen Dinge - Über Ästhetik und Alltagserfahrung11
  • | Kapitel kaufen Gottfried Gabriel: Ästhetik und politische Ikonographie der Briefmarke23
  • | Kapitel kaufen Georg W. Bertram: Kunst und Alltag: Von Kant zu Hegel und darüber hinaus43
  • | Kapitel kaufen Ludger Schwarte: Ästhetik als Ideologie des schönen Alltags59
  • | Kapitel kaufen Karen van den Berg und Markus Rieger-Ladich: Anschauen, Benutzen, Beschmutzen - Schularchitekturen und andere ästhetische Dispositive75
  • | Kapitel kaufen Mirjam Schaub: Der Horror des Alltäglichen - Das Spiel mit dem Unerträglichen im Genrefilm und die verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen Monstern und Liebhabern*97
  • | Kapitel kaufen Josef Früchtl: George Clooney, Brad Pitt und ich - Die schöne Illusion des Vertrauens113
  • | Kapitel kaufen Abhandlung123
  • | Kapitel kaufen Bernadette Collenberg-Plotnikov: Moderne Ikonen - Die Präsenz des Undarstellbaren in der neueren Kunst123
  • | Kapitel kaufen Besprechungen145
  • | Kapitel kaufen Mimikry – Gefährlicher Luxus zwischen Natur und Kultur, hg. von Andreas Becker, Martin Doll, Serjoscha Wiemer, Anke Zechner, Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung Band 4, edition argus, Schliengen 2008, 317 S. (Christiane König)145
  • | Kapitel kaufen Stimm-Welten – Philosophische, medientheoretische und ästhetische Perspektiven, hg. von Doris Kolesch, Vito Pinto, Jenny Schrödl, transcript, Bielefeld 2009, 234 S., inkl. Begleit-CD-Rom (Matei Chiaia)150
  • | Kapitel kaufen Wie sich Gefühle Ausdruck verschaffen – Emotionen in Nahsicht, hg. von Klaus Herding und Antje Krause Wahl, Verlag Dr. H. H. Driesen, Taunusstein 2007 (22008), 366 S., 48 Abb., 2 Tab. (Dorothee Kimmich)152

Beschreibung

›Ikonen‹ sind heute nicht mehr nur die Ikonen der christlichen Kirche, sondern vor allem die Ikonen der modernen Massenkultur. Beide Arten von Ikonen werden in der neueren Kunstreflexion aufgegriffen: Kunst gilt entweder, verstanden als Erbin der religiösen Ikone, als Phänomen, das Absolutes in singulärer Weise anschaulich er- fahrbar macht. Oder aber die Kunst gilt umgekehrt lediglich als Klasse in der Welt der säkularen Ikonen. Demgegenüber wird im Beitrag erstens die These vertretenwerden, daß die neuere Kunst sowohl Aspekte transzendenter als auch immanenter Ikonen umfaßt. Zugleich ist es aber, so die zweite These, für unser Kunstverständnis charakteristisch, ein theoretisches Kontrastverhältnis zwischen Kunst und Ikone an- zunehmen. Dieses gründet auf einer spezifischen Reflexivität der Kunst, durch die sie sich von der Ikone beiderlei Art kategorial unterscheidet.

Today, the word ›icon‹ usually no longer refers to the icons of the Christian church, but to the icons of the modern mass-culture. Both sorts of icons play a key-role in the recent discussion about art: Either art is supposed to be a descendant of the religious icon, a phenomenon that gives us a singular visual experience of the Absolute. On the other hand, art is supposed to be just one class among others in the wide world of the secular icons. In contrast to these two positions this essay contends that modern art comprehends aspects of transcendent as well as of immanent icons. Furthermore, it argues that at the same time it is characteristic for our notion of art to suppose a contrast between art and icon. This contrast is based on a specific reflectivity of art, which marks a categorical difference between art and both sorts of icons.