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Regress und Zirkel

Figuren prinzipieller Unabschließbarkeit: Architektur - Dynamik - Problematik

Blaue Reihe. 2016. 287 Seiten.
978-3-7873-3005-8. E-Book
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover1
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis5
  • | Kapitel kaufen Stefan Berg und Hartmut von Sass: Regress und Zirkel - Eine Einleitung7
  • | Kapitel kaufen I. Zur Hermeneutik von Regress und Zirkel41
  • | Kapitel kaufen Günter Figal: Zirkelformen des Wissens43
  • | Kapitel kaufen Emil Angehrn: Die unabschließbare Erinnerung - Der Kreis des Lebens und die Zukunft des Vergangenen56
  • | Kapitel kaufen Simon Springmann: »Ring der Ringe«, »Rad des Seins« - Die Ewige Wiederkunft des Gleichen – kosmologischer Zirkel und existenzieller Imperativ?74
  • | Kapitel kaufen II. Regress und Zirkel als Formen der Argumentation99
  • | Kapitel kaufen Holm Tetens: Abbruch, Regress, Zirkel - Ein unvermeidbares Trilemma jeder Begründung?101
  • | Kapitel kaufen Anton Friedrich Koch: Abgründige Beziehungen, unfundierte Operationen115
  • | Kapitel kaufen Birgit Recki: »Transzendentale Freiheit« und »Revolution der Denkungsart« - Kants argumentative Strategien gegen den unendlichen Regress130
  • | Kapitel kaufen Rico Gutschmidt: Unbegründeter Glaube und grundloses Sein - Der Regress bei Wittgenstein und Heidegger151
  • | Kapitel kaufen Hartmut von Sass: Gottesbeweise – und kein Ende - Zur theologischen Verarbeitung des infiniten Regresses178
  • | Kapitel kaufen III. Regress und Zirkel in (idealen) Systemen209
  • | Kapitel kaufen Stefan Berg: Regress und Reentry - Basalität bei Hans Albert und George Spencer Brown211
  • | Kapitel kaufen Thomas Filk: Gödel und Turing - Selbstreferentialität mit einem »Twist«250
  • | Kapitel kaufen Harald Atmanspacher: Kontextuelle Emergenz als selbstkonsistentes Verfahren268
  • | Kapitel kaufen Autorinnen und Autoren287

Beschreibung

Dieser Band geht der Architektur, Dynamik und Problematik des infiniten Regresses in seiner linearen und zyklischen Variante nach. Dabei kommen fachspezifische Versionen prinzipieller Unabschließbarkeit genauso zur Sprache wie die Wege, die eingeschlagen werden, um mit dem Regress und Zyklus – in Vermeidung, Arretierung oder gar Steigerung – umzugehen.

Das Denken stößt immer wieder auf Figuren prinzipieller Unabschließbarkeit, etwa den infiniten Regress oder den Zirkel. Sie alle sind so faszinierend wie beunruhigend. So bleibt die Frage nach dem Grund des Grundes stets legitim, und doch will man den infiniten Regress möglichst umgehen. Ebenso gilt es, sich zwar von circuli vitiosi fernzuhalten, doch bleibt einem beim hermeneutischen Zirkel kaum mehr übrig, als anzuerkennen, dass man sich schon immer in ihm befindet.

Liegt das Unbehagen darin begründet, dass das Denken in eine Dynamik gerät, die es nicht kontrollieren kann? Oder wird hier klar, dass weder Begründen noch Verstehen auf eine stabile Basis zurückgeführt werden können? Ist auch deshalb der infinite Regress beunruhigender als der infinite Progress? Für viele Bereiche lässt sich fragen, welche Gründe wir haben, Denkfiguren der Unabschließbarkeit zu meiden, und welche argumentativen, logischen, definitorischen sowie epistemischen Mittel wir besitzen, um Regresse stillzustellen und Zirkeln zu entgehen. Was leistet es, auf die Evidenz des Gegebenen zu setzen, axiomatische Setzungen vorzunehmen oder das Weiterfragen dogmatisch zu verbieten? Darf man auf apriorische, diskursive oder programmierte Letztbegründung hoffen, oder soll man darauf setzen, dass es die Lebenswelt ist, die jene Endlosschleife terminiert?

Mit Beiträgen von Emil Angehrn, Harald Atmanspacher, Stefan Berg, Günter Figal, Thomas Filk, Rico Gutschmidt, Anton Friedrich Koch, Birgit Recki, Hartmut von Sass, Simon Springmann und Holm Tetens