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Systembegriffe um 1800-1809. Systeme in Bewegung

System der Vernunft - Kant und der Deutsche Idealismus. Band IV

Kant-Forschungen 24. 2018. X, 388 Seiten.
978-3-7873-3540-4. E-Book
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Die Reihe »System der Vernunft – Kant und der Deutsche Idealismus« verfolgt das Ziel, das mit Kants System einsetzende, durch die nachkantischen Denker vorangetriebene, äußerst dichte Aufkommen von philosophischen Systembildungen in diachroner und synchroner Perspektive zu untersuchen. Während der erste Band dem Verhältnis von Architektonik und System in der Philosophie Kants gewidmet ist, geht der zweite Band den Systemkonzeptionen im Frühidealismus im Verhältnis zur Systematik Kants nach. Der dritte Band untersucht die unterschiedlichen Systembegriffe um 1800.



Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover*I
  • | Kapitel kaufen InhaltsverzeichnisV
  • | Kapitel kaufen VorwortIX
  • | Kapitel kaufen Violetta L. Waibel, Christian Danz, Jürgen Stolzenberg: Einleitung: Systeme in Bewegung1
  • | Kapitel kaufen I. Fichte: Die Wissenschaftslehre nach 180011
  • | Kapitel kaufen Günter Zöller: »Ein ewiges Werden«. Die Selbstdarstellung des Absoluten als Wissen beim mittleren Fichte11
  • | Kapitel kaufen Daniel Breazeale: Expanding the Wissenschaftslehre 1799–1802. Strategic Makeover or Neubau31
  • | Kapitel kaufen Stefan Lang: Fichtes Begründung der Erscheinungslehre im Zweiten Vortrag der Wissenschaftslehre von 180459
  • | Kapitel kaufen II. Schelling: Vom System zum Ungrund81
  • | Kapitel kaufen Hans Feger: Der »Sinn, mit dem diese Art der Philosophie aufgefaßt werden muß!«. Zur Problematik des Systemabschlusses in Schellings System des transzendentalen Idealismus81
  • | Kapitel kaufen Christian Danz: Natur und Geist. Schellings Systemkonzeption zwischen 1801 und 180997
  • | Kapitel kaufen Peter Gaitsch: ›Philosophielogische‹ Potenziale in Schellings Darstellung meines Systems der Philosophie (1801)117
  • | Kapitel kaufen Philipp Schwab: Von der Negativität zum Ungrund: Hegels Phänomenologie des Geistes und Schellings Freiheitsschrift131
  • | Kapitel kaufen III. Hegels Jenaer Systemexperimente157
  • | Kapitel kaufen Klaus Erich Kaehler: System, Subjekt und die Idee der absoluten Wissenschaft bei Hegel157
  • | Kapitel kaufen Violetta L. Waibel: Hegels Begriff der Substanz 1804/05 in Absetzung von Kant, Fichte und Spinoza183
  • | Kapitel kaufen Othmar Kastner: Die Anerkennung der Arbeit. Bemerkungen zu Hegels praktischer Philosophie ausgehend von der Philosophie des Geistes von 1805/1806215
  • | Kapitel kaufen IV. Hegel: Das werden des Systems245
  • | Kapitel kaufen Jean-François Kervégan: Die systematische Stellung der Phänomenologie des Geistes in Hegels Werk245
  • | Kapitel kaufen Jörg Dierken: Selbstkonstruktion des Absoluten und Spannungen im System. Hegels Systemkonzept im Werden265
  • | Kapitel kaufen Holger Gutschmidt: ›Ich‹ als Prinzip der Philosophie. Zu einem Entwicklungsschritt in Hegels Jenaer System-Denken283
  • | Kapitel kaufen V. Jacobi und Reinhold nach 1800299
  • | Kapitel kaufen Birgit Sandkaulen: System und Zeitlichkeit. Jacobi im Streit mit Hegel und Schelling299
  • | Kapitel kaufen Martin Bondeli: Denken statt Vorstellen. Überlegungen zu Reinholds Parteinahme für ein System des Rationalen Realismus317
  • | Kapitel kaufen VI. Schlegel und Schleiermacher: Die Systemkonzeption in der Romantik nach 1800341
  • | Kapitel kaufen Jure Zovko: Friedrich Schlegels Theorie des Bewusstseins in den Kölner Vorlesungen 1804/05341
  • | Kapitel kaufen Andreas Arndt: Das systematische Reale und seine ideale Darstellung. Zum Systembegriff in Schleiermachers Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre353
  • | Kapitel kaufen Ulrich Barth: Schleiermachers Systemgedanke und der Deutsche Idealismus369
  • | Kapitel kaufen Personenverzeichnis385

Beschreibung

Der vierte Band der Reihe nimmt die Entwicklung der Systembegriffe nach 1800–1809, fokussiert auf das Thema ›Systeme in Bewegung‹, in den Blick. Es ist die Dekade, in der Fichte seine letzten Fassungen der Wissenschaftslehre vorträgt, Hegel seine Systemkonzeption ausarbeitet und Schelling bereits seine letzte Publikation zum Druck bringt. Jacobi und Reinhold, in unterschiedlicher Weise maßgeblich bestimmend in der frühen nachkantischen Debatte, werden mit ihren neueren Werken deutlich weniger beachtet. Schleiermacher behauptet als Theologe seinen Platz auf der Bühne der Philosophie, und Friedrich Schlegel wendet sich der Sprachphilosophie zu. Die dichten Gesprächszusammenhänge des vorausgehenden Jahrzehnts haben sich verloren, die Protagonisten des Aufbruchs von ehedem gehen separate Wege. Gleichwohl – das Denken im Horizont von Systemkonzeptionen, das mancherlei Kritik erfuhr, wird weiterbewegt. Wo der Gesprächsfaden nicht fortgeführt wird, erlauben die gedruckten Werke eine Fortführung der Diskussion und Kritik. Dem genauen Hinsehen zeigen sich Veränderungen in den Gesamtentwürfen, zeigen sich neue Synthesen. Die vielfältigen Bewegungen der Systementwürfe im fraglichen Zeitraum, der Verdichtung hier, der Diffusion dort, werden in den Beiträgen beleuchtet.