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Leibniz' Weg ins perspektivische Universum

Eine Harmonie im Zeitalter der Berechnung

Paradeigmata 17. 1997. Unverändertes eBook der Ausgabe von 1997. XXVII, 593 Seiten.
978-3-7873-2927-4. E-Book (PDF)
DOI: 10.28937/978-3-7873-2927-4
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover1
  • | Kapitel kaufen InhaltsverzeichnisV
  • | Kapitel kaufen VorbemerkungXI
  • | Kapitel kaufen EinleitungXIII
  • | Kapitel kaufen ERSTER TEIL: Der Weg zum Systemzyklus (1663-1669)1
  • | Kapitel kaufen I. DIE LEITENDEN MOTIVE1
  • | Kapitel kaufen 1. Das ursprüngliche Interesse : Förderung der öffentlichen Wohlfahrt und Harmonisierung des zerspaltenen Reformzeitalters mit Hilfe der mathematischen Rationalität 1
  • | Kapitel kaufen Rationalisierung des Rechtswesens und Organisation der Wissenschaften für die technische Naturbeherrschung2
  • | Kapitel kaufen Klärung der Kontroverspunkte und Versöhnung der Kirchen für ein interkonfessionelles Christentum7
  • | Kapitel kaufen Harmonisierung der mechanischen Naturerklärung mit der religiösen Weltdeutung13
  • | Kapitel kaufen 2. Die ursprüngliche Idee: Die Ereignislogik disharmonischer Harmonte16
  • | Kapitel kaufen Enzyklopädisch-pansophische Theo-Logik als Antwort auf das Zeitalter der Berechnung16
  • | Kapitel kaufen Die lingua mathematica der Natur und ihre Begründung in der Kombinatorik der Trinität20
  • | Kapitel kaufen Die beste aller möglichen Welten als maximale Harmonie von individueller Gestaltenvielfalt und struktureller Verwandtschaft26
  • | Kapitel kaufen II. DIE WURZELN DES MULTI PERSPEKTIVISCHEN UNIVERSUMS34
  • | Kapitel kaufen 1. Eine erste Verbindung von Individualmetaphysik und Universalmathematik im Schema der Kombinatorik (1663/1664) 34
  • | Kapitel kaufen a) Individuation als einmalige Konkretion in Form und Materie: Nominalistische Entitätenreduktion und augustinische Ideenlehre35
  • | Kapitel kaufen b) Leibniz' glaubwürdige Datierung seiner Hinwendung zu einem atomistischen Mechanizismus auf 1661/166251
  • | Kapitel kaufen c) Die Entdeckung der individualperspektivisch repräsentierenden Monade und ihre Geometrisierung im >Leib-Seele-Pentagon<57
  • | Kapitel kaufen Gesichts-Punkt, Vorstellungshorizont und Intellectus ipse58
  • | Kapitel kaufen Die Kombinatorik der Vorstellungen in der selbstreflexiven sphaera moralisch und die bedingte Freiheit des Willens73
  • | Kapitel kaufen Deunculeitas: Die selbstreflexive Sphäre des Geistes als Ebenbild der Trinität86
  • | Kapitel kaufen 2. Divinarum ac humanarum rerum notitia: Grundfragen der Zentralwissenschaft vom Naturrecht (1664) 91
  • | Kapitel kaufen a) Raumverdrängung und Eigentum: Eine feine Analogie zwischen Physik und Jurisprudenz95
  • | Kapitel kaufen b) Das problematische Naturrecht der Tiere97
  • | Kapitel kaufen c) Das Argonautenschiff des Leibes und der Kern der Substanz : Entelechie und Auferstehung im Zeitalter der Korpuskularphilosophie99
  • | Kapitel kaufen Drei Grade von Identität im Fluß des Stoffwechsels100
  • | Kapitel kaufen Fons vitaeund flos substantiae: Die genetische Präformation des Organismus im lebendigen Punkt103
  • | Kapitel kaufen Schlaf als inchoative Wachheit: Die Gradualisierung des Bewußtseins117
  • | Kapitel kaufen 3. Ars combinatoria: Technik für die Mathematisierung des Wissens (1666) 120
  • | Kapitel kaufen a) Denken als Rechnen : Das synthetisch-analytische Verfahren als natürliche Technik des Verstandes121
  • | Kapitel kaufen Addition und Subtraktion: Die Grundrechenarten des Denkens und die Alchemie der Sprache122
  • | Kapitel kaufen Die Perfektionierung der Kombinationstechnik durch mathematische Rekombination der Elemente126
  • | Kapitel kaufen b) Übersichtlichkeit und Entscheidbarkeit: Die öffentliche Bedeutsamkeit des enzyklopädischen Gedankenalphabets130
  • | Kapitel kaufen Die Kunst der Abbreviatur und die entwaffnende Klärung der Begriffe131
  • | Kapitel kaufen Die Kritik der Lullschen Universal-Kombinatorik und die Regeln eines arithmetisch formalisierten Begriffskalküls135
  • | Kapitel kaufen c) Spatium corporale und spatium entitativum: Universal-Kombinatorikals schöpferische Wiederholung des Schöpfungsraumes147
  • | Kapitel kaufen Die Wissenschaft von der göttlichen Zahl und ihrer figürlich dargestellten Ordnung151
  • | Kapitel kaufen Das Alphabet der Atome und die Komplikation ihrer Figuren: Zur Vermessung des physischen Raumes160
  • | Kapitel kaufen Zur Vermessung des intelligiblen Raumes durch die Prädikamente der Universal-Kombinatorik176
  • | Kapitel kaufen 4. Habitus: Bildungsstufen von Individuum und Staat (1667)168
  • | Kapitel kaufen a) Die umgewöhnbaren Gewohnheiten des Körpers und des Geistes173
  • | Kapitel kaufen Prägung, Didaktik, Institution: Stufen der Charakterbildung176
  • | Kapitel kaufen Geschichte, Beobachtung, Wissenschaft: Stufen des Wissens und Elemente der Enzyklopädie180
  • | Kapitel kaufen b) Elemente der reinen Rechtswissenschaft185
  • | Kapitel kaufen Aufbau und Methode der Jurisprudenz186
  • | Kapitel kaufen Die Prinzipien des reinen Rechts und die Vernunft der Staatsgründung190
  • | Kapitel kaufen Naturrechtund nomothetische Ähnlichkeit: Die zwei Augen des Richters bei zweifelhaften Rechtsfällen199
  • | Kapitel kaufen c) Die drei Stufen der kosmischen Naturrechtsordnung202
  • | Kapitel kaufen Strenges Recht: Die Sphäre des Notwendigen in Krieg und Frieden204
  • | Kapitel kaufen Billigkeit: Die Sphäre ausgleichender Verhältnismäßigkeit208
  • | Kapitel kaufen Pietät: Die vermittelnde Sphäre universaler Gerechtigkeit210
  • | Kapitel kaufen Ill. ATOME, GEISTER UND DIE PRINZIPIEN DES PERSPEKTIVISCHEN UNIVERSUMS (1668/1669) 218
  • | Kapitel kaufen 1. Das Systemprogramm zur komplementären Einheit von Naturforschung und Theologie 220
  • | Kapitel kaufen a) Eine rettende Planke im atheistischen Schiffbruch : Leibniz' geschichtliches Selbstverständnis als Reformator philosophiae und Defensor fidei220
  • | Kapitel kaufen Die scholastische Finsternis, die große Reformation und die wahre Versöhnung des Altehrwürdigen mit der Korpuskularphilosophie221
  • | Kapitel kaufen Entgötterte Natur: Das Interesse an der aristotelischen Physik224
  • | Kapitel kaufen b) Die Autonomie der mechanischen Naturerklärung und die begründungslogische Notwendigkeit metaphysischer Postulate231
  • | Kapitel kaufen Die Qualitäten der Körper selbst und die multiperspektivische Variation ihrer Erscheinungen: Mechanizismus und perspektivischer Realismus231
  • | Kapitel kaufen Die Unerklärbarkeit von Individualität und Bewegung durch den kausalen Determinationsprozeß: Das Prinzip des zureichenden Grundes239
  • | Kapitel kaufen Fehlgeschlagene Versuche, alle Attribute der Materie auf geometrisch-phoronomische zu reduzieren243
  • | Kapitel kaufen Die Unerklärbarkeitder Kohäsion im atomistischen Konzept der Materie245
  • | Kapitel kaufen 2. Erhabene Geister im Uhrwerk der Welt: Leibniz' Phase einer hypermechanistischen Naturentseelung248
  • | Kapitel kaufen a) Eine kurzlebige These von der Empfindungslosigkeit der Tiere249
  • | Kapitel kaufen Organische Uhrwerke mit Spiegelreflektoren: Im Bannkreis der cartesianischen Tiermaschinen249
  • | Kapitel kaufen Die Austreibung des Animismusaus der Wissenschaft251
  • | Kapitel kaufen Die Trägheit der mens momentaneaund die Spontaneität unseres Geistes253
  • | Kapitel kaufen b) Raum, Materie, Bewegung, Geist : Die letzten innerweltlichen Entitäten260
  • | Kapitel kaufen Die substantielle Realität des Weltraums263
  • | Kapitel kaufen Extension und Antitypie: Die prima constitutiva der Materie264
  • | Kapitel kaufen Die Erklärbarkeit aller Veränderungsarten aus Korpuskularbewegungen und die Gefahr des materialistischen Reduktionismus266
  • | Kapitel kaufen Der Geist als einziger Ursprung von Bewegung269
  • | Kapitel kaufen 3. Substanz als Selbstentfaltungseinheit der Individualidee: Leibniz' Grundlegung seines Zentralbegriffs 270
  • | Kapitel kaufen a) Die mechanistische Revision der aristotelischen Physik270
  • | Kapitel kaufen Die substantielle Form des Körpers als komplexe Integralfigur272
  • | Kapitel kaufen Forma educitur e potentia materiae: Die Entstehung von Realfiguren aus Bewegungsgrenzen in der trägen Masse276
  • | Kapitel kaufen b) Die substantielle Form des Geistes als Idee283
  • | Kapitel kaufen Substanz als dynamische Einheit von Spontaneität und Materie284
  • | Kapitel kaufen Die substantielle Vereinigung von Körper und Geist im Kontext der creatiocontinua289
  • | Kapitel kaufen c) Die eine absolute Kreativität in den vielen substantiellen Ideen ihrer Kreaturen293
  • | Kapitel kaufen ZWEITER TEIL: Der Systemzyklus von 1669-1672297
  • | Kapitel kaufen I. VOM ABSTRAKTEN SCHEMA ZUM INDIVIDUELLEN GEIST DER HARMONIE: ELEMENTE DES NATURRECHTS297
  • | Kapitel kaufen 1 . Die unübersteigbare Selbstliebe: Ethische Motivation im Zeitalter technischer Naturbeherrschung 299
  • | Kapitel kaufen 2. Naturrechts-Ethik als Wissenschaft von harmonischen Proportionen307
  • | Kapitel kaufen a) Die ermittelnde Logik von Schädigungsverboten und Hilfsgeboten (justitia particularis) 310
  • | Kapitel kaufen Die abstraktive Gewinnung von Proportionen für das Gerechte und Billige310
  • | Kapitel kaufen Der kombinatorische Versuch zur Eingrenzung strenger Rechte322
  • | Kapitel kaufen Die Kasuistik der Seenot und das Notrecht des Gewissens326
  • | Kapitel kaufen Tragisches Abwägen im Konflikt zwischen Billigkeitskriterien und Pietätsgefühlen335
  • | Kapitel kaufen Das Problem der staatlichen Erzwingbarkeit von Billigkeitspflichten342
  • | Kapitel kaufen Das Widerstandsrecht in der Spannung zwischen irdischem Staat und Reich Gottes349
  • | Kapitel kaufen b) Die vermittelnde Logik der Liebe (justitia universalis)355
  • | Kapitel kaufen Die Aufhebung der Selbst- und Nächstenliebe in die kosmopolitische Pietät der Gottesliebe357
  • | Kapitel kaufen Die Unzulänglichkeit aller positiven Definitionen des Gerechten369
  • | Kapitel kaufen Die Fähigkeit, Glück im Glück anderer zu finden: Selbstvervollkommnung durch Liebe376
  • | Kapitel kaufen Die deontische Logik liebender Rücksichtnahme386
  • | Kapitel kaufen Sinn und Grenzen der Wissenschaft vom Gerechten392
  • | Kapitel kaufen II. HARMONISCHE ALLKONSPIRATION: KOSMOLOGIE, PHORONOMIE UND PNEUMATOLOGIE 404
  • | Kapitel kaufen 1 . Das kosmische Fluidum und die unendlich verschachtelten Welten406
  • | Kapitel kaufen a) Das selbstregulative System des zirkulierenden Äthers408
  • | Kapitel kaufen Die Interpretationsbedürftigkeit der sinnlichen Wahrnehmung durch rationale Vor-Urteile 408
  • | Kapitel kaufen Die Erklärung der Kohäsion aus den Rinnenbewegungen des Äthers413
  • | Kapitel kaufen Die Integration der Partikelmechanik in die teleologische Systemmechanik417
  • | Kapitel kaufen Der universale Kreislauf des spiritus mundi423
  • | Kapitel kaufen Schwere und Elastizität als regulierende Systemeigenschaften des universalen Gleichgewichts429
  • | Kapitel kaufen Der Naturzustand abstrakter Privatbewegungen und die bürgerliche Verfassung des konkreten Systems440
  • | Kapitel kaufen Die Sakralisierung des Weltmechanismus446
  • | Kapitel kaufen b) Welten in Welten ins Unendliche fort? Zwischen Infinitismus der Materie und Atomismus der geistigen Punkte449
  • | Kapitel kaufen 2. Die mikrokosmischen Lichtsphären im Äther455
  • | Kapitel kaufen a) Die ätherische Quintessenz als erstes Medium der Bewegungund als Vehikel der Seele457
  • | Kapitel kaufen b) Der Ort der Elementa de mente im Systemzyklus und ihre Aufgabe für Religion und Ethik 467
  • | Kapitel kaufen c) Die wechselseitige Repräsentation von Innenwelt und Außenwelt476
  • | Kapitel kaufen Der indivisible Punkt des Geistes und seine unendlich kleinen conatus476
  • | Kapitel kaufen Die äußere Repräsentation innerlicher Regungen in der extensio484
  • | Kapitel kaufen Die zweckmäßige Repräsentation der äußeren Vielheit in der mentalen Einheit487
  • | Kapitel kaufen Der Parallelismus intensiver und extensiver Größen beim Konflikt der Liebestendenzen496
  • | Kapitel kaufen DRITTER TEIL: Ausblick in eine sprechende und verklärte Welt (1686-1716)501
  • | Kapitel kaufen I. DIE PERSPEKTIVISCHE VERMITTLUNG VON >FENSTERLOSER< SPONTANEITÄT UND LEIBLICHKEIT IM PSYCHOPHYSISCHEN EXPRESSIONISMUS505
  • | Kapitel kaufen II. DIE DYNAMIK DES LICHTES ALS VERBINDUNG ZWISCHEN INTELLIGIBLEM UND PHÄNOMENALEM522
  • | Kapitel kaufen III. DIE DURCHDRINGUNG DER IRDISCHEN MÄCHTE VON DER WEISHEIT DES HIMMELS550
  • | Kapitel kaufen LITERATURVERZEICHNIS561
  • | Kapitel kaufen PERSONENREGISTER577
  • | Kapitel kaufen SACHREGISTER585
  • | Kapitel kaufen ANHANG: Leibniz' Zeichnung vom Leib-Seele-Pentagon593

Beschreibung

Leibniz' frühe Schriften sind bisher kaum systematisch erschlossen worden. Weil sich jedoch gerade in ihnen eine epochentypische Problemlösungsgeschichte dokumentiert, geben sie größten Aufschluss über jenes systembildende Hauptmotiv, dessen Folgeprobleme Leibniz' ganze Spätphilosophie differenziert beantworten will: die Harmonisierung der traditionellen Geistmetaphysik mit der kausal-mechanischen Naturerklärung durch die Hypothese vom individual-perspektivisch repräsentierenden geistigen Punkt, der später "Monade" heißen wird.

Dieses Buch rekonstruiert in problemgeschichtlicher Methode erstmals die ganze philosophisch-enzyklopädische Synthese des frühen Leibniz und skizziert abschließend eine neue Deutung der späten Monadenlehre vom Frühwerk aus.