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Perfektionismus und Perfektibilität

Theorien und Praktiken der Vervollkommnung in Pietismus und Aufklärung

Studien zum achtzehnten Jahrhundert 39. 2018. 292 Seiten.
978-3-7873-3454-4. E-Book
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen CoverI
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis5
  • | Kapitel kaufen Vorwort7
  • | Kapitel kaufen Einleitung von Konstanze Baron und Christian Soboth9
  • | Kapitel kaufen Teil I: Anfangsgründe von Perfektionismus und Perfektibilität29
  • | Kapitel kaufen Claudia Drese: Der Weg ist das Ziel - Zur Bedeutung des Perfektionismus für die frühe pietistische Theologie31
  • | Kapitel kaufen Clemens Schwaiger: Wolffs Vollkommenheitsbegriff im Kreuzfeuer pietistischer Kritik53
  • | Kapitel kaufen Stefan Lorenz: Leibniz als Denker der Vollkommenheit und der Vervollkommnung. Mit Hinweisen zur Rezeption75
  • | Kapitel kaufen Teil II: Philosophische Problematisierungen97
  • | Kapitel kaufen Bertrand Binoche: Rousseau: Perfektibilität ohne Perfektion99
  • | Kapitel kaufen Johannes Rohbeck: Perfektibilität und Teleologie in der Geschichtsphilosophie der Aufklärung117
  • | Kapitel kaufen Axel Rüdiger: Die Perfektibilität, das Subjekt und die Antinomie der praktischen Vernunft. Eine Diskussion zwischen Immanuel Kant und Georg Forster133
  • | Kapitel kaufen Teil III: Perfektionismus und Pefektibilität in der Praxis163
  • | Kapitel kaufen Pia Schmid: Vollkommenheit in der Pädagogik des 18. Jahrhunderts 165
  • | Kapitel kaufen Tanja Täubner: Die Meditation als ein Mittel zur Vervollkommnung im lutherischen Pietismus181
  • | Kapitel kaufen Kelly J. Whitmer: Botany as a Science of Perfection. Observation, Examples and ›Vollkommenheit‹ in Johann Julius Hecker’s Einleitung in die Botanic (1734)201
  • | Kapitel kaufen Teil IV: Ausblicke, Transformationen, Widerstände213
  • | Kapitel kaufen Christian Soboth: »was den vollkommenen Menschen mache«? - Formen, Funktionen und Aneignungen von Vollkommenheit bei Jakob Michael Reinhold Lenz215
  • | Kapitel kaufen Konstanze Baron: Alfierianische Kulturpolitik. Von der Selbstvervollkommnung des Dichters zur Vollendung der Nation237
  • | Kapitel kaufen Anne-Julia Zwierlein: ›The Education of the Will‹. Kindererziehung als Gewohnheitsbildung in Physiopsychologie und Pädagogik des viktorianischen Großbritannien259
  • | Kapitel kaufen Personenregister283
  • | Kapitel kaufen Zu den Autorinnen und Autoren289

Beschreibung

Aufklärung und Pietismus, den beiden wirkmächtigsten (Reform-)Bewegungen des 18. Jahrhunderts, ist das dichte semantische Feld von Besserung, Verbesserung, Vervollkommnung, Perfektionierung,
Perfektibilität und Perfektionismus gemeinsam, um die es in diesem Band geht. Die einzelnen Studien aus Literatur, Philosophie, Theologie und Wissenschaftsgeschichte zeigen, dass bestimmte Annahmen über Aufklärung und Pietismus sowie ihrer beider Beziehungen zueinander auf den Prüfstand zu stellen sind. Zumindest unterschwellig ist dabei auch stets die Frage nach der eigenen Gegenwart, d.h. nach der
nachhaltig prägenden Kraft der hier in den Blick genommenen Phänomene, präsent. Vervollkommnung ist ein Prozess, der theoretisch begründet, aber auch praktisch gestaltet, realisiert und umgesetzt sein will. Das schlägt
sich in diesem Band in einer doppelten Schwerpunktsetzung nieder: Zum einen werden Konzeptionen der Vervollkommnung im Spannungsfeld von Pietismus und Aufklärung diskutiert und auf ihre Ähnlichkeiten
und Unterschiede hin befragt. Der zweite wichtige Akzent liegt auf den Übersetzungsprozessen im Kontaktbereich von Theorie und Praxis. Aufklärung wie Pietismus eignet ein mitunter druckvolles
Effizienzdenken, das sich nicht mit der philosophischen oder theologisch-dogmatischen Spekulation begnügt, sondern das von innen heraus auf Verwirklichung drängt.