Mehr Ansichten

,Phainomenon‘ und ,Pragma‘ aus euro-japanischer Perspektive

Zur Idee des ,phänomenologischen Pragmatismus‘ im Geschichtsdenken

Zurück zum Heft: Phänomenologische Forschungen 2019-2: Phenomenology and Pragmatism
DOI: 10.28937/1000108369

Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover1
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis3
  • | Kapitel kaufen Introduction: Phenomenology and Pragmatism5
  • | Kapitel kaufen Sami Pihlstrçm: Pragmatism and the Phenomenology of Suffering: Remarks on Antitheodicy Detachment, and Embodied Subjectivity13
  • | Kapitel kaufen Ryosuke Ohashi,: Phainomenon‘ und ,Pragma‘ aus euro-japanischer Perspektive – Zur Idee des ,phänomenologischen Pragmatismus‘ im Geschichtsdenken31
  • | Kapitel kaufen Matthias Jung: Philosophie als Wissenschaft? Der gesellschaftliche Ort philosophischen Denkens bei Dewey und Husserl45
  • | Kapitel kaufen Niels Weidtmann: Erfahrung in Pragmatismus und Phänomenologie – Von der Erfahrung der Wirklichkeit zur Wirklichkeit der Erfahrung65
  • | Kapitel kaufen Sebastian Luft: Phenomenology without Foundations = Pragmatism? – Or: What is Left of Phenomenology After a Pragmatic Critique91
  • | Kapitel kaufen Karin Amos: Otto Friedrich Bollnow und John Dewey im Dialog115
  • | Kapitel kaufen Sara Heinämaa: Epoché as Personal Transformation – On the Similarities between the Philosophical Changeof Attitude and Religious Conversions133
  • | Kapitel kaufen Jason Bell: Lotze’s System SIGMA: An Inspiration for Pragmatic ‘Internal and External Meaning of Ideas’and Phenomenological ’Intentionality’?161
  • | Kapitel kaufen Steven Crowell: Transcendental Phenomenology as Irony?187
  • | Kapitel kaufen Autorinnen und Autoren207

Beschreibung

Die Ausgangsthese des Beitrags lautet: Die Phänomenologie ist wesentlich pragmatisch und der Pragmatismus ist im Grunde phänomenologisch, so dass man vom ,phänomenologischen Pragmatismus‘ reden kann. Durch diese Idee könnte man auch über das Wesentliche der phänomenologischen sowie auch der pragmatisch bzw. pragmatistischen Denkungsart erneut nachdenken. In der ersten Hälfte wird versucht, diese Idee anhand einiger aristotelischen Gedanken zu belegen. In der zweiten Hälfte handelt es sich um die Eröffnung der Perspektive dieser Idee für das philosophische Denken. Als ein konkreter Ansatzpunkt gilt das Thema ,Geschichtsdenken‘. Dieser Ansatzpunkt ist kein bloßer Einfall. Denn er trägt dazu bei, wenn er sachgemäß bearbeitet wird, das Wesentliche der Phänomenologie und des Pragmatismus zum beleuchten. Dazu sei zu bemerken, dass in der Phänomenologie und im Pragmatismus das Geschichtsdenken überhaupt eher zurückgeblieben als entwickelt war. Dies war kein Zufall, da das, worum es im Geschichtsdenken geht, in der gewöhnlichen Vorstellung das ist, ,was geschehen ist‘, während das ,phainomenon‘ in der Phänomenologie durchaus Gegenwartserlebnis sein soll. Wie man das Geschichtsphänomen als ,phainomenon‘ der Gegenwart auffassen kann, ist eine phänomenologisch-pragmatisch provokative Frage. Der Schlüssel dieser Frage wird im vorliegenden Beitrag in der ,reinen Erfahrung‘ gesehen, die von W. James vorgeschlagen und vom japanischen Philosophen K. Nishida weiter bearbeitet wurde.