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Phänomenologische Psychologie


Herausgegeben von Dieter Lohmar
Philosophische Bibliothek 538. 2003. Text nach Husserliana, Bd. IX. Mit einer Einleitung des Herausgebers. Unverändertes eBook der Auflage von 2003. XLII, 244 Seiten.
978-3-7873-2707-2. E-Book (PDF)
DOI: 10.28937/978-3-7873-2707-2
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover1
  • | Kapitel kaufen ImpressumIV
  • | Kapitel kaufen InhaltsverzeichnisV
  • | Kapitel kaufen EinleitungXIII
  • | Kapitel kaufen PHÄNOMENOLOGISCHE PSYCHOLOGIE1
  • | Kapitel kaufen Einleitung3
  • | Kapitel kaufen § I. Die Entwicklung der neuzeitlichen Psychologie; Diltheys entscheidende Kritik und seine Reformvorschläge (erklärende und beschreibende Psychologie) •)3
  • | Kapitel kaufen § 2. Die Gründe für die beschränkte Wirkung Diltheys auf seine Zeitgenossen: Unzulänglichkeit ihres Verständnisses und Grenzen seines Ansatzes11
  • | Kapitel kaufen § 3. Aufgabe und Bedeutung der ,.Logischen Untersuchungen"20
  • | Kapitel kaufen a) Kritik des Psychologismus; das Wesen der irrealen (idealen) Gegenstände und der irrealen (idealen) Wahrheiten21
  • | Kapitel kaufen b) Erforschung der Korrelation: idealer Gegenstand - psychisches Erleben (Sinnbilden) vermittelst der Wesensdeskriptionin reflexiver Einstellung24
  • | Kapitel kaufen c) Nähere Kennzeichnung der für die Phänomenologie ausschlaggebenden Reflexion (stufenweiser Vollzug der Reflexion)28
  • | Kapitel kaufen d) Brentano als Wegbereiter für die Forschung in innerer Erfahrung - Entdeckung der Intentionalität als Grundcharakter des Psychischen21
  • | Kapitel kaufen e) Die Fortentwicklung des Gedankens der Intentionalitätin den .,Logischen Untersuchungen". Der Leistungscharakter des Bewußtseins. Übergang von einer rein deskriptiven Psychologie zu einer apriorischen (eidetisch-intuitiven) Psychologie und ihre Bedeutung für die Erkenntnistheorie35
  • | Kapitel kaufen f) Die konsequente Erweiterung und Vertiefung der Fragestellung der ,.Logischen Untersuchungen". Aufweisung der Notwendigkeit einer erkenntnistheoretischen Begründung der apriorischen Wissenschaften durch die transzendentale Phänomenologie - der Wissenschaft von der transzendentalen Subjektivität42
  • | Kapitel kaufen § 4. Zusammenfassende Kennzeichnung der neuen Psychologie 46
  • | Kapitel kaufen Systematischer Teil52
  • | Kapitel kaufen § 5. Umgrenzung der phänomenologischen Psychologie: Abhebungvon den übrigen Geisteswissenschaften und von denNaturwissenschaften. In-Frage-stellung der Begriffe Naturund Geist52
  • | Kapitel kaufen § 6. Notwendigkeit des Rückgangs auf die vorwissenschaftlicheErfahrungswelt und das Erfahren, in dem sie gegeben ist (Einstimmigkeit der Erfahrung)55
  • | Kapitel kaufen § 7. Gliederung der Wissenschaften im Rückgang auf die Erfahrungswelt. Der Systemzusammenhang der Wissenschaften gründet im Strukturzusammenhang der Erfahrungswelt; Idee einer universalen Wissenschaft als Wissenschaft von der universalen Weltstruktur und der konkreten Wissenschaften, die die individuellen Gestalten der Erfahrungsgegenstände zum Thema haben. Bedeutung der Leerhorizonte64
  • | Kapitel kaufen § 8. Die Wissenschaft von der universalen Weltstruktur als apriorische WissenschaftVI
  • | Kapitel kaufen § 9. Die Wesensschau als universalen Methode der Erfassung des Apriori 72
  • | Kapitel kaufen a) Die Variation als der entscheidende Schritt der Loslösung vom Faktischen durch die Phantasie - das Eidos als das Invariable72
  • | Kapitel kaufen b) Variation und Veränderung75
  • | Kapitel kaufen c) Die Momente der Ideation: im Ausgang vom Exempel (Vorbild) Erschließung einer offenen Unendlichkeit von Varianten (Beliebigkeit des Prozesses der Variantenbildung); überschiebende Deckung der Variantenbildung einer synthetischen Einheit; Erfassung des Kongruierendenals des Eidos76
  • | Kapitel kaufen d) Scheidung der empirischen Verallgemeinerung und der Ideation78
  • | Kapitel kaufen e) Herausstellung der Stufenfolge der Gattungen und Gewinnung der höchsten Gattungen durch Variation von Ideen.- Ideenschau ohne Ausgang von der Erfahrung81
  • | Kapitel kaufen f) Zusammenfassende Kennzeichnung der Wesensschau84
  • | Kapitel kaufen § 10. Die Methode der intuitiven Verallgemeinerung und der Ideation als Instrumente zur Gewinnung der allgemeinen Strukturbegriffe einer Welt schlechthin im Ausgang von der Erfahrungswelt("natürlicher Weltbegriff"). Möglichkeit einer Gliederung der Weltwissenschaften und Herausstellung der Bedeutung der Wissenschaft vom Geiste87
  • | Kapitel kaufen § 11. Kennzeichnung der Wissenschaft vom natürlichen Weltbegriff. Abgrenzung des Begriffs der Erfahrung vom kantischen Erfahrungsbegriff. Raum und Zeit als die allgemeinsten Strukturen der Welt93
  • | Kapitel kaufen § 12. Notwendiger Ausgang von der Einzelerfahrung, in der die passive Synthesis die Einheit entstehen läßt98
  • | Kapitel kaufen § 13. Unterscheidung von selbständigen und unselbständigen Realitäten. Bestimmung der realen Einheit vermittelst der Kausalität99
  • | Kapitel kaufen § 14. Ordnung der Realitäten in der Welt103
  • | Kapitel kaufen § 15. Kennzeichnung der psychophysischen Realitäten der Erfahrungswelt. Höhere Selbständigkeit der Körperlichkeit gegenüberder Seele104
  • | Kapitel kaufen § 16. Die Gestalten, in denen das Geistige in der Erfahrungswelt auf·tritt. Die Eigenart des Kulturobjektes, das in seinem Seindurch die Subjektbezogenheit bestimmt istVII
  • | Kapitel kaufen § 17. Reduktion auf die puren Realitäten als Substrate ausschließlich realer Eigenheiten; Ausschluß der irrealen Kultursinne118
  • | Kapitel kaufen § 18. Gegenüberstellung des Subjektiven und des Objektiven in der Einstellung des Naturwissenschaftlers120
  • | Kapitel kaufen § 19. Die wahre Welt an sich eine notwendige Präsumtion125
  • | Kapitel kaufen § 20. Die Objektivität in intersubjektiver Einstimmigkeit ausweisbar Normalität und Anomalität128
  • | Kapitel kaufen § 21. Stufenbau des Seelischen130
  • | Kapitel kaufen § 22. Begriff der physischen Realität als verharrende Substanz kausaler Bestimmungen133
  • | Kapitel kaufen § 23. Die physische Kausalität als induktive. Eigenart der psychischen Verflochtenheit134
  • | Kapitel kaufen § 24. Die Einheit des Seelischen140
  • | Kapitel kaufen § 25. Die Idee einer universalen Naturwissenschaft. Gefahren des naturalistischen Vorurteils142
  • | Kapitel kaufen § 26. Das Subjektive in der Welt als objektives Thema144
  • | Kapitel kaufen § 27. Die Schwierigkeit, daß die objektive Welt durch Ausschaltung des Subjektiven konstituiert ist, aber alles Subjektive selbstzur Welt gehört147
  • | Kapitel kaufen § 28. Vollzug der reflektiven Blickwendung auf das Subjektive. Die Wahrnehmung physischer Dinge in der Reflexionseinstellung150
  • | Kapitel kaufen § 29. Wahrnehmungsfeld - Wahrnehmungsraum161
  • | Kapitel kaufen § 30. Räumliche Urpräsenz164
  • | Kapitel kaufen § 31. Hyle - hyletische Daten als Materie für intentionale Funktionen166
  • | Kapitel kaufen § 32. Das gewahrende Gegebensein als ich lieber Gegebenheitsmodus des Gegenstandes167
  • | Kapitel kaufen § 33. Objektive Zeitlichkeit und Stromzeitlichkeit169
  • | Kapitel kaufen § 34. Unterscheidung von immanent und transzendent, reell und irreeil in der Wahrnehmung. Das Objekt als irreller Pol171
  • | Kapitel kaufen § 35. Substratpol und Eigenschaftspol. Die positive Bedeutung des Leerhorizonts180
  • | Kapitel kaufen § 36. Das intentionale Objekt der Wahrnehmung183
  • | Kapitel kaufen § 37. Die phänomenologische Reduktion als Methode der Erschliessung des Immanenten187
  • | Kapitel kaufen § 38. Der Zugang zur reinen Subjektivität von der äußeren Wahrnehmung aus192
  • | Kapitel kaufen § 39. Die Analyse der Wahrnehmung in Hinsicht auf den Wahrnehmenden selbst196
  • | Kapitel kaufen § 40. Die Problematik der Zeitlichkeit: Gegenwärtigung - Retentionund Protention (die positionalen und quasi-positionalen Abwandlungender Wahrnehmung und ihre Bedeutung für das praktische Leben)200
  • | Kapitel kaufen § 41. Reflexion auf den Gegenstandspol in der noematischen Einstellung und Reflexion auf den Ich-Pol als das ihm Zugrundeliegende. Universale Synthesis des Ich-Pols. Das Ich als Pol der Aktivitäten und Habitualitäten206
  • | Kapitel kaufen § 42. Das Ich der Urstiftungen und Nachstiftungen. Identität des Ich im Durchhalten der Überzeugungen. Die Individualität des Ich bekundet sich in seinen Entscheidungen, die auf den Überzeugungen gründen212
  • | Kapitel kaufen § 43. Die Einheit des Subjekts als Monade - statische und genetische Untersuchung der Monade. Übergang von der isolierten Monade zum Monadenall216
  • | Kapitel kaufen § 44. Die phänomenologische Psychologie grundlegend sowohl für die naturale Erforschung der Psyche wie für die personaleund die entsprechenden Wissenschaften217
  • | Kapitel kaufen § 45. Rückblickende Selbstbesinnung222
  • | Kapitel kaufen Sachregister235
  • | Kapitel kaufen Namenregister243

Beschreibung

Alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen verwenden Begriffe wie Wahrnehmung, Erinnerung, Phantasie, Bewußtsein, Raum und Zeit usw. Die Klärung dieser Begriffe wird in ihnen jedoch nicht geleistet, sondern immer schon als geleistet vorausgesetzt.

Das menschliche Bewußtsein ist in vielen Hinsichten ein opakes und schwer erschließbares Forschungsgebiet. Das Generalthema der Phänomenologie Husserls ist die Aufklärung der Art und Weise, wie wir uns in den subjektiven Akten des Bewußtseins auf Objektives beziehen können. Husserl will in den Vorlesungen über Phänomenologische Psychologie die Einsicht wecken, daß es ungeprüfte Voraussetzungen in allen Geisteswissenschaften gibt, die nur durch eine apriorische Wissenschaft vom Bewußtsein, d.h. von der Phänomenologie, wirklich begründet werden können, weil sie der empirischen Psychologie reine, apriorische Fundamente geben kann.
Die hier durchgeführten Analysen können als psychologische bezeichnet werden, wenn man die Psychologie im weitesten Sinne als "Wissenschaft von allgemeinsten Formen und Gesetzen geistiger Tatsachen" begreift. Sie sind außerdem apriorisch, denn durch die eidetische Variation lösen sie sich von der empirischen Faktizität des einzelnen beobachteten und analysierten Beispiels.

Die Vorlesungen über Phänomenologische Psychologie wurden von Husserl im Sommerseme-ster 1925 an der Universität Freiburg im Breisgau gehalten. Der Text wird seitenidentisch nach dem Band IX der Reihe Husserliana, Edmund Husserl, Gesammelte Werke, wiedergegeben.