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Quaestiones disputatae: Über Gottes Vermögen II

De potentia Dei II, q. 4-6

Herausgegeben von Stephan Grotz
Thomas von Aquin, Quaestiones disputatae 08. 2009.
978-3-7873-3365-3. E-Book
DOI: 10.28937/978-3-7873-3365-3
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover1
  • | Kapitel kaufen TiteleiI
  • | Kapitel kaufen InhaltV
  • | Kapitel kaufen IV. Die Erschaffung der formlosen Materie3
  • | Kapitel kaufen 1. Artikel: Ging die Erschaffung der formlosen Materie der Erschaffung der Dinge zeitlich voraus?3
  • | Kapitel kaufen 2. Artikel: Erfolgte die Formung der Materie insgesamt auf einen Schlag oder nach und nach?32
  • | Kapitel kaufen V. Gottes Erhaltung der Dinge am Sein95
  • | Kapitel kaufen 1. Artikel: Werden die Dinge von Gott am Sein erhalten oder erhalten sie sich auch ohne ein Zutun Gottes von selbst am Sein?95
  • | Kapitel kaufen 2. Artikel: Kann Gott es einem Geschöpf verleihen, daß es sich von selbst, unabhängig von ihm, am Sein erhält?108
  • | Kapitel kaufen 3. Artikel: Kann Gott die Schöpfung wieder zunichte machen?110
  • | Kapitel kaufen 4. Artikel: Gibt es ein bestimmtes Geschöpf, das wieder zunichte gemacht werden kann bzw. zunichte gemacht wird?122
  • | Kapitel kaufen 5. Artikel: Wird die Himmelsbewegung einmal aufhören? 131
  • | Kapitel kaufen 6. Artikel: Kann der Mensch wissen, wann die Himmelsbewegung ihr Ende findet?150
  • | Kapitel kaufen 7. Artikel: Bleiben nach dem Ende der Himmelsbewegung die Elemente bestehen?157
  • | Kapitel kaufen 8. Artikel: Bleibt nach dem Ende der Himmelsbewegung die Aktivität und Rezeptivität bei den Elementen bestehen?168
  • | Kapitel kaufen 9. Artikel: Bleiben nach dem Ende der Welt die Pflanzen, die Tierwelt und die mineralischen Körper bestehen?173
  • | Kapitel kaufen 10. Artikel: Bleiben nach dem Ende der Himmelsbewegung die menschlichen Körper bestehen?182
  • | Kapitel kaufen VI. Wunder189
  • | Kapitel kaufen 1. Artikel: Kann Gott etwas an den Geschöpfen bewirken, was keine natürlichen Ursachen hat oder was der Natur bzw. dem Geschehen in der Natur zuwiderläuft?189
  • | Kapitel kaufen 2. Artikel: Kann man alles, was Gott unter Umgehung der natürlichen Ursachen bzw. entgegen dem Geschehen in der Natur vollbringt, als ein Wunder bezeichnen?204
  • | Kapitel kaufen 3. Artikel: Können die geisthaften Geschöpfe mit ihrer eigenen natürlichen Kraft Wunder wirken?211
  • | Kapitel kaufen 4. Artikel: Können die guten Engel und Menschen durch das Geschenk der Gnade Wunder wirken?225
  • | Kapitel kaufen 5. Artikel: Sind auch die Dämonen beim Wirken von Wundern beteiligt?231
  • | Kapitel kaufen 6. Artikel: Haben die Dämonen bzw. die Engel einen Körper, mit dem sie eine natürliche Einheit eingehen?238
  • | Kapitel kaufen 7. Artikel: Können die Engel bzw. die Dämonen körperhafte Gestalt annehmen?255
  • | Kapitel kaufen 8. Artikel: Kann ein Engel bzw. ein Dämon mit einem angenommenen Köper die Tätigkeiten eines lebendigen Körpers ausführen?265
  • | Kapitel kaufen 9. Artikel: Ist für das Wirken von Wundern der Glaube ausschlaggebend?271
  • | Kapitel kaufen 10. Artikel: Lassen sich die Dämonen durch sinnen und körperhafte Dinge, durch Taten oder Worte zum Wirken von Wundern zwingen, welche offensichtlich mit Hilfe der Magie geschehen?281
  • | Kapitel kaufen Nachwort291
  • | Kapitel kaufen I. Die Quaestionen IV–VI im Gesamtaufbau von »De potentia«292
  • | Kapitel kaufen II. Einige Grundgedanken in den Quaestionen IV−VI295
  • | Kapitel kaufen Abkürzungsverzeichnis der zitierten Werke325

Beschreibung

Thomas von Aquin ist 'der' Denker des Mittelalters, der die am längsten anhaltende Orientierung geboten, die intensivsten historischen Interessen auf sich gezogen und - neben seiner Bedeutung als Kirchenlehrer - für die vielfältigsten denkerischen Konzeptionen Pate gestanden hat und dessen Werk daher noch heute auf praktisch allen Feldern philosophischer Problemstellungen Anregungen zu geben vermag.

In den "Quaestiones disputatae", seinem in philosophischer Hinsicht bedeutendsten und "gründlicheren" Werk (Kurt Flasch), geht es Thomas - anders als etwa in der "Summa theologiae" - nicht um den Vortrag der eigenen Lehrmeinung, sondern um die möglichst umfassende Disputation (Erörterung) von Sachfragen unter Einbeziehung des Für und Wider vor dem Hintergrund überlieferter Auffassungen nach der Maßgabe der intellektuellen Vernunft. Abgehandelt werden die großen Grundthemen der Metaphysik und Erkenntnislehre, die den Menschen bewegen: Was ist Wahrheit, was Vermögen und (göttliche) Macht, was Tugend, und was ist die Seele?

Die universalistische Weite der Gedanken, die Thomas im Zuge der in den einzelnen Quaestiones erörterten Fragestellungen entfaltet, erhebt das Werk, das naturgemäß zunächst und zuerst einen theologischen Anspruch zu erfüllen sucht, zu einem der Grundwerke der philosophischen Tradition, das nicht nur als ein solches gelesen werden kann, sondern über die Zeiten hinweg seinen provokativen Charakter und seine Bedeutung behält. Daneben sind die "Quaestiones disputatae" unter historischem Aspekt von geradezu unschätzbarem Wert, da sie Zeugnis ablegen von der mit größter Akribie vorgenommenen Auseinandersetzung mit der Philosophie des Aristoteles, deren Wiederentdeckung und Transformation durch die Denker des Mittelalters - und darunter vor allem Thomas - den Weg bereitete für die Ausbildung der Kultur der auf die Ratio (Vernunft) gegründeten Argumentation in der Philosophie (und in den Wissenschaften) der Neuzeit.