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Radikale Reflexion–Phänomenologie der Kunst bei Merleau-Ponty


Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 55. Heft 2
DOI: https://doi.org/10.28937/1000106166

Inhalt

  • | Kapitel kaufen Titelei1
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis3
  • | Kapitel kaufen Abstracts5
  • | Kapitel kaufen Abhandlungen11
  • | Kapitel kaufen Bernd Dollinger und Bettina Hünersdorf: Graffiti als Version und Subversion - Praxen kultureller Re-Regulierung und die Möglichkeit von Graffitiforschung11
  • | Kapitel kaufen Leander Scholz: Freiheit, Gleichheit, Sinnlichkeit - Jacques Rancière, Hegel und die holländische Malerei27
  • | Kapitel kaufen Jörg Zimmer: Der Spiegel der ›Meninas‹. Vélazquez und das Problem der Kunst41
  • | Kapitel kaufen Schwerpunktthema: Reflexivität in den Künsten61
  • | Kapitel kaufen Georg W. Bertram: Autonomie als Selbstbezüglichkeit - Zur Reflexivität in den Künsten63
  • | Kapitel kaufen Brigitte Hilmer: Kunst als reflexive Form und als reflektierende Bewegung75
  • | Kapitel kaufen Oliver Jahraus: Der fatale Blick in den Spiegel - Zum Zusammenhang von Medialität und Reflexivität87
  • | Kapitel kaufen Simone Mahrenholz: Piktoriale Reflexivität - (Nach-)Denken über Bilder als Denken in Bildern101
  • | Kapitel kaufen Frank Ruda: Radikale Reflexion - Phänomenologie der Kunst bei Merleau-Ponty115
  • | Kapitel kaufen Arno Schubbach: Selbstbezügliches Schwarz? Zur Reflexivität von Bildern127
  • | Kapitel kaufen Matthias Vogel: Musik als Medium der Reflexion?141
  • | Kapitel kaufen Besprechungen153
  • | Kapitel kaufen Sebastian Egenhofer: Abstraktion – Kapitalismus – Subjektivität. Die Wahrheitsfunktion des Werks in der Moderne, München: Fink 2008, 444 S., 255 teils farbige Abb. (Johann Frederik Hartle)153
  • | Kapitel kaufen Ralf Simon: Der poetische Text als Bildkritik, München: Fink 2009, 319 S. (Joachim Harst)159

Beschreibung

Der Beitrag untersucht Merleau-Pontys Phänomenologie der Wahrnehmung als eine Phänomenologie der Kunst. Die dominante Rolle, die Beispiele aus den Künsten in dem Text einnehmen, läßt sich zunächst daraus erklären, daß Kunstwerke eben diejenige Dynamik und Verfaßtheit eines Reflexionsgeschehens zeigen, die das phänomenologische Projekt als solches zu entfalten sucht. Darüber hinaus wird es durch die Konfrontation mit künstlerischen Werken über sich selbst hinaus – oder besser: zu einer Reflexion seiner selbst getrieben. Dieser von der Kunst ausgehend entwickelte »neue Stil« der Reflexivität wird als »ästhetische Inkorporation« diskutiert.

The paper discusses Merleau-Ponty’s Phenomenology of Perception as a phenomenology of art. The prevalence of examples from the arts in his text indicates that works of art possess the very same dynamic of reflexivity that the phenomenological project as a whole seeks to develop. Furthermore, by way of confrontation with works of art, the project is driven to transcend itself – or more precisely: to reflect itself. This »new style« of reflexivity may be discussed as »aesthetic incorporation.«