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Systemkonzeptionen im Horizont des Theismusstreites (1811-1821)

System der Vernunft - Kant und der Deutsche Idealismus. Band V

Kant-Forschungen 25. 2018. VII, 397 Seiten.
978-3-7873-3542-8. E-Book
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Die Reihe »System der Vernunft – Kant und der Deutsche Idealismus« verfolgt das Ziel, das mit Kants System einsetzende, durch die nachkantischen Denker vorangetriebene, äußerst dichte Aufkommen von philosophischen Systembildungen in diachroner und synchroner Perspektive zu untersuchen. Während der erste Band dem Verhältnis von Architektonik und System in der Philosophie Kants gewidmet ist, geht der zweite Band den Systemkonzeptionen im Frühidealismus im Verhältnis zur Systematik Kants nach. Der dritte Band untersucht die unterschiedlichen Systembegriffe um 1800.

Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover*I
  • | Kapitel kaufen InhaltsverzeichnisV
  • | Kapitel kaufen VorwortIX
  • | Kapitel kaufen I. Antinomien des Systembegriffs - Der Streit um die göttlichen Dinge1
  • | Kapitel kaufen Christian Polke: Von göttlichen Dingen. Jacobi und das Problem von Theismus und Naturalismus7
  • | Kapitel kaufen »Der Gott des Theismus hingegen sey nur ein abgeschmackter Götze, ein die Vernunft entehrendes Hirngespinst« – Schellings Verteidigung seines philosophischen Systems im Denkmal von den göttlichen Dingen gegen F. H. Jacobi31
  • | Kapitel kaufen II. System und Systemkritik in Johann Gottlieb Fichtes und Carl Leonhard Reinholds Spätphilosophien51
  • | Kapitel kaufen Jürgen Stolzenberg: Kants Freiheitstheorie und Fichtes Theorie des Verhältnisses von Absolutem und seiner Erscheinung in der späten Wissenschaftslehre51
  • | Kapitel kaufen Violetta L. Waibel: Fichtes absolutes Sein in den späten Wissenschaftslehren 1810,1811, 1812 und der Anspruch systematischer Nähe zu Spinoza71
  • | Kapitel kaufen Günter Zöller: System und Leben. Praktische Philosophie beim späten Fichte97
  • | Kapitel kaufen Martin Bondeli: Reinhold über das Verhältnis von Denken und Sprechen117
  • | Kapitel kaufen III. System und Geschichte in Friedrich Wilhelm joseph Schellings Weltalterphilosophie143
  • | Kapitel kaufen Siegbert Peetz: Schellings System der Weltalter: Zentrale Begriffe und Problemhorizonte143
  • | Kapitel kaufen Christian Danz: »Darstellung des unauflöslichen Lebens selbst […] war ihrem tiefsten Sinn nach die heilig geachtete Lehre der Kabiren«. Überlegungen zum Systembegriff in Schellings Akademievortrag Ueber die Gottheiten von Samothrake181
  • | Kapitel kaufen IV. Das System der absoluten Reflexion bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel199
  • | Kapitel kaufen Philipp Schwab: Vom Prinzip zum Indefiniblen. Schellings Systembegriff der Weltalter und der Erlanger Vorlesung im Lichte der Auseinandersetzung mit Hegel199
  • | Kapitel kaufen Anton Friedrich Koch: Die Begriffslogik als Metaphysikkritik225
  • | Kapitel kaufen Burkhard Nonnenmacher: Hegels Philosophie des Absoluten239
  • | Kapitel kaufen Kurt Appel: Gott in Hegels spekulativer Philosophie. Zum Gang der Arbeit263
  • | Kapitel kaufen Michael Hackl: Das Seinsollen des Vernünftigen. Logik und objektiver Geist in G. W. F. Hegels Philosophie291
  • | Kapitel kaufen V. System und Sprache bei Friedrich Schleiermacher und Friedrich Schlegel337
  • | Kapitel kaufen Jan Rohls: Schleiermachers Enzyklopädie und Glaubenslehre337
  • | Kapitel kaufen Andreas Arndt: Schleiermachers Dialektik und die Frage nach dem System367
  • | Kapitel kaufen Jure Zovko: Vernunftkritik in Schlegels Wiener Vorlesungen (1812)383
  • | Kapitel kaufen Personenverzeichnis395

Beschreibung

Der fünfte Band führt die Frage der Möglichkeit eines Systems der Philosophie nach Kant mit Blick auf die Debattenlagen im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts weiter. Der 1811/12 zwischen Friedrich Heinrich Jacobi und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling ausgetragene Theismusstreit gehört neben dem Pantheismusstreit zwischen Jacobi und Moses Mendelssohn sowie dem Atheismusstreit um Johann Gottlieb Fichte zu den wichtigsten theologisch-philosophischen Kontroversen in der »Sattelzeit der Moderne« (Reinhart Koselleck). Im Unterschied zu den vorangegangenen Streitsachen steht in der Auseinandersetzung um den Theismus der Gottesbegriff selbst zur Debatte. Wurde dieser im Pantheismusstreit noch vorausgesetzt, im Streit um den Gott Fichtes problematisiert, so verliert der Gottesbegriff nun selbst seine Plausibilität. Die Denkbarkeit Gottes, seine gedankliche Ausweisbarkeit wird in dem Streit zwischen Jacobi und Schelling zum Problem. Das betrifft freilich auch die Frage nach der Grundlegung eines Systems der Philosophie. Im Streit um die göttlichen Dinge werden die Defizite der systematischen Begründung eines Systems des Wissens offensichtlich. Das macht den Streit so paradigmatisch. Fortan ist die Konstruktion eines Systems mit höheren Begründungsanforderungen konfrontiert. Der Band thematisiert die diversen Konzeptionen des Systembegriffs in der Zeit zwischen dem sogenannten Theismusstreit und dem Erscheinen von Hegels ›Rechtsphilosophie‹ im Jahre 1821.