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Übergangsobjekte

Kunsttheoretische Überlegungen

Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 58. Heft 1
DOI: https://doi.org/10.28937/1000106218

Inhalt

  • | Kapitel kaufen Titelei1
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis3
  • | Kapitel kaufen Abstracts5
  • | Kapitel kaufen Abhandlungen11
  • | Kapitel kaufen Bernadette Collenberg-Plotnikov: ›Zoologen und Physiker als die berufensten Forscher in Sachen der Aesthetik‹? - Zur Bestimmung der experimentellen Ästhetik in der Allgemeinen Kunstwissenschaft11
  • | Kapitel kaufen Dirk Westerkamp: Der dramatische Moment - Fünf Reflexionen über ikonische Prägnanz35
  • | Kapitel kaufen Christian Grüny: Übergangsobjekte - Kunsttheoretische Überlegungen57
  • | Kapitel kaufen René Thun: Was macht der Realist in der Galerie? Bemerkungen zur metaphorischen Verwendung des Gelingensprädikats im ästhetischen Diskurs81
  • | Kapitel kaufen Boris Voigt: Musikästhetik für den Homo oeconomicus - Adam Smith über Gefühle, Markt und Musik97
  • | Kapitel kaufen Bernhard Greiner: Evidenz des Dionysos-Mythos als Begründung der Tragödie - Die Vision der Tragödienschrift Nietzsches und deren Erfüllung in Hofmannsthals Elektra121
  • | Kapitel kaufen Miszelle141
  • | Kapitel kaufen Jens Kulenkampff: Dieter Henrichs Arbeitsweise - Am Beispiel seiner Auseinandersetzung mit Nelson Goodman141
  • | Kapitel kaufen Besprechungen157
  • | Kapitel kaufen John Michael Krois: Bildkörper und Körperschema – Schriften zur Verkörperungstheorie ikonischer Formen, hg. von Horst Bredekamp und Marion Lauschke, Berlin: Akademie Verlag (Reihe: Actus et Imago, II) 2011 (Stefan Niklas)157
  • | Kapitel kaufen Emmanuel Alloa: Das durchscheinende Bild – Konturen einer medialen Phänomenologie, Berlin/Zürich: Diaphanes 2011 (Markus Rautzenberg)162

Beschreibung

Der Text mobilisiert Paul Valérys Motiv der »weißen Sache«, die der junge Sokrates am Strand findet, als paradigmatische Figur für die Objekte der Kunst, die er als Übergangsobjekte rekonstruiert. Ansatzpunkt ist Donald Winnicotts psychoanalytische Theorie der Übergangsobjekte, die von einer Unentscheidbarkeit in Bezug auf den Status jener Objekte als innen oder außen, real oder imaginär ausgeht. Damit ist weder eine Fixierung auf »Werke« noch ihre theoretische oder praktische Verabschiedung präjudiziert. Die Übergängigkeit der Kunst wird durch unterschiedliche Dimensionen verfolgt, von ihrer Realisierung in der Rezeption über den Übergang von Simultaneität und Sukzessivität, die untilgbaren Bezüge der Sache zu anderen künstlerischen und außerkünstlerischen Sphären und die Verfransung unterschiedlicher Kunstgattungen bis hin zur ausdrücklichen Intervention in außerkünstlerische Zusammenhänge. Schließlich wird das Motiv der Unentscheidbarkeit mit Kant und Valéry bis zur Differenz von Kultur und Natur weitergetrieben.

The essay draws on Paul Valéry’s motif of the »white thing« young Socrates finds on the beach, taking it as a paradigmatic description of the objects of art. It conceptualizes these as transitory objects in the sense of Donald Winnicott’s psychoanalytic theory which stresses their undecidability concerning their status as being inside or outside, real or imaginary. This does not entail a fixation on works nor their – theoretical or practical – rejection. The transitoriness of art is pursued from its realization within reception through the transition between simultaneity and succession, the objects’ indeletable relations to other spheres within and outside the world of art, and the blurring of borders between different art genres, eventually turning to explicit interventions into other contexts. Finally, undecidability is posited even concerning the difference between culture and nature.