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Zeitschrift für Kulturphilosophie 2018/1: Digitalisierung


Zeitschrift für Kulturphilosophie (ZKph) 2018/1. 2018. 200 Seiten.
2366-0759. eJournal (PDF)
DOI: https://doi.org/10.28937/ZKph-2018-1

Inhalt

  • Editorial


  • Die Herkunft der digitalen Welt


  • »Swoosh«, oder Das Rauschen der E-Mail


  • Algorithmen, Bots und virtuelle Realitäten

    Herausforderungen und Chancen im digitalen Kulturprozess

  • Das Kulturprogramm der digitalen Ökonomie

    Personalisierte Märkte

  • Online-Psychotherapie als digitalkulturelle Innovation


  • Metamorphosen des Autors im Internet


  • Selfi es

    Bildkommunikation im Zeitalter digitaler Verdatung

  • Posthumane Selbstdarstellung und interaktive Gegenwartsflucht.

    Von der narrativen Selbstreflexion zur numerischen Selbstanalyse

  • Blumenbergs Schweigen


  • Wie moralisch ist buddhistische Moralität?

    Drei Problembereiche der Lehre Buddhas

  • Ironie und ironische Haltung

    Merkmale eines verantwortlichen Lebensvollzugs bei Kierkegaard und Jankélévitch

  • Vom heutigen Zustande der deutschen Philosophie


  • Heinrich Friedrich Diez als Freigeist und materialistischer Denker der Aufklärung


  • Später Benjamin

    Die materielle Seite des Übersetzens

  • Frei sein für Leben und Denken Vilém Flussers


  • Pathos der Befreiung

    Ines Kleesattel plädiert für eine politische »Kunst-Kritik«

  • Ideen aus dem Geist des Dialogs

    Sabine Sander erhellt den Zusammenhang der Gelehrtenkultur von Humboldt bis Buber

  • War Ficinos Platon ein Neuplatoniker?

    Fosca Mariani Zini erschließt das Gesamtwerk Marsilio Ficinos

  • Abstracts / Autoren


Beschreibung

Die »digitale Revolution« greift tief in nahezu alle Lebensbereiche der Weltgesellschaft ein und wird in endlosen Schleifen medial thematisiert. Glaubwürdige Versuche, Digitalisierung zu begreifen, müssen deshalb transdisziplinär sein. Die vorherrschenden Selbstverständigungsversuche über das Digitale fetischisieren jedoch immer noch die Vorstellung, Digitalisierung sei zuerst und maßgeblich eine Technikrevolution. Auch die halbherzigen Versuche der Politik, auf das, was man dann ihre »Herausforderungen« nennt, zu reagieren (»schnellere Netze, mehr künstliche Intelligenz!«), leiden an einer Überfaszination von Technik.

Um den digitalen Kulturwandel zu verstehen, sind jedoch weder rein technikorientierte Ansätze noch die gängigen Großtheorien des Sozialen hinreichend: Wir brauchen vielmehr phänomenal gehaltvolle kulturreflexive Analysen von – eben noch – auffälligen Veränderungen in signifikanten Praxisbereichen aus der ganzen Breite unserer Lebenswelt, bevor die mächtige, technikgetriebene kulturelle Normalisierungsarbeit alle Brüche glättet und die Oberflächen schließt.

Die Beiträge in diesem Heft beschäftigen sich mit der Entstehungsgeschichte der Digitalisierung ebenso wie mit den durchdringenden Veränderungen in den verschiedensten Feldern – bis hin zur digitalen Wirtschaft, Online-Psychotherapie und Selfie-Praktiken.