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Klang - Ton - Musik

Theorien und Modelle (national)kultureller Identitätsstiftung

Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft (ZÄK), Sonderheft 13. 2014. 348 Seiten.
978-3-7873-2499-6. E-Book
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis3
  • | Kapitel kaufen J.-F. Candoni et S. Pesnel: Préface7
  • | Kapitel kaufen W.G. Schmidt: Einleitung9
  • | Kapitel kaufen I. Identitätsstiftung und Kulturanthropologie17
  • | Kapitel kaufen M. Ebeling: Harmonie und Identitätsstiftung. Das Konzept von Konsonanz und Dissonanz vor dem Hintergrund von Erkenntnislehre und Neurowissenschaft19
  • | Kapitel kaufen H. de la Motte-Haber: Mentale Prädispositionen und Bedeutungszuweisung49
  • | Kapitel kaufen H. Brenner: Heimatklänge. Sound als identitätsstiftender Faktor aus ethnomusikologischer Sicht57
  • | Kapitel kaufen O. Jahraus: Warum hören Völker die Signale? Zur Medientheorie (national)kultureller Identitätsstiftung durch Musik am Beispiel von Kleist und Kafka71
  • | Kapitel kaufen A.P. Olivier: Le concept de Klang87
  • | Kapitel kaufen II. Identitätsstiftung und Ästhetik95
  • | Kapitel kaufen N. Gess: Das Wesen hören. Ideologien des Klanglichen von 1750 bis heute97
  • | Kapitel kaufen J.-F. Candoni: Ton und Klang in den deutschen Musikdiskursen des klassizistisch-romantischen Zeitalters. Versuch einer terminologischen Standortbestimmung117
  • | Kapitel kaufen S. Pesnel: Klang-Poetik und deutsch-jüdische Identität in Heinrich Heines Werk. Der Rabbi von Bacherach und Jehuda ben Halevy131
  • | Kapitel kaufen A. Meier: Die Ironie des Nibelungen. Richard Wagners Projekt einer Identitätsstiftung durch romantische Mythen-Montage145
  • | Kapitel kaufen T. Valk: Adrian Leverkühn – Romantiker wider Willen. Zum Verhältnis von Musiktradition und Künstleridentität in Thomas Manns Doktor Faustus155
  • | Kapitel kaufen III. Identitätsstiftung und Kulturgeschichte169
  • | Kapitel kaufen I. Scheitler: Melodien und Gattungen anderer Nationen und die deutsche Gesangslyrik171
  • | Kapitel kaufen E. Osterkamp: Wilhelm Hauff, Henriette Sontag und die Macht des Gesanges209
  • | Kapitel kaufen W. Steinbeck: Musik und nationale Identifikation im 19. Jahrhundert229
  • | Kapitel kaufen M. Giani: Das musikalische Selbstverständnis im Italien des ausgehenden 19. Jahrhunderts243
  • | Kapitel kaufen Y. Nilges: »Das Land ohne Musik«. England als Postulat deutscher Kulturhegemonie255
  • | Kapitel kaufen IV. Identitätsstiftung und Kunstpraxis273
  • | Kapitel kaufen C. Bruhn, G. Kampe und P. Maintz: (National)Kulturelle Identitätsmuster in der U- bzw. E-Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Ein Gespräch mit Wolf Gerhard Schmidt und anderen275
  • | Kapitel kaufen H. Albrecht: Existieren (national)kulturell präformierte Dirigierformen und Orchesterklänge? Ein Gespräch mit Ernst Osterkamp, Wolf Gerhard Schmidt und anderen299
  • | Kapitel kaufen S. Friedrich: Nationale Identität als Interpretation. Die musikalische Wagner-Rezeption zwischen »deutschem Klang« und Moderne315
  • | Kapitel kaufen T. Moser und A. Schmidt: Deutscher ›Belcanto‹? Zu Existenz und Bedeutung nationalerStimmcharakteristiken. Ein Gespräch mit Jens Malte Fischer und Wolf Gerhard Schmidt323
  • | Kapitel kaufen Autorinnen und Autoren341

Beschreibung

Klänge, Töne und Musikwerke haben - nicht zuletzt seit Beginn der Moderne - (national-)kulturell identitätsstiftend gewirkt und tun dies in verschiedenen Kontexten noch heute. Welche medienspezifischen und soziokulturellen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Schallwellen eine kollektivbildende Wirkung entfalten können? Welche Parameter (Klang, Ton, Melodie, Rhythmus) sind dabei entscheidend? Wie werden Klänge zur Projektionsfläche ästhetischer Utopien, und existieren Zeit- und Lebensräume, in denen das Phänomen nicht begegnet?

Die identitätsbildende Wirkung von Liedern, Hymnen, Klängen und Tönen ist aus geistes- wie gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive wiederholt untersucht worden. Bis dato fehlt jedoch eine systematisch-interdisziplinäre Synopse und kritische Reflexion des in den Einzeldisziplinen Erforschten bzw. noch zu Erforschenden. In den vier Abschnitten dieses Bandes, der auf eine Tagung der »Jungen Akademie« in Paris zurückgeht, wird der Frage der Herausbildung kollektiver Identität durch Musik jeweils unter kulturanthropologischem, ästhetischem, historischem und kunstpraktischem Blickwinkel nachgegangen. Die Beiträge von Wissenschaftlern verschiedener Fächer werden ergänzt durch drei Künstlergespräche mit namhaften Komponisten, Dirigenten und Opernsängern.