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Schönes Denken

A.G. Baumgarten im Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Logik und Ethik

Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft (ZÄK), Sonderheft 15. 2016. 2015. 424 Seiten.
978-3-7873-2817-8. E-Book
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Inhalt

  • | Kapitel kaufen Cover1
  • | Kapitel kaufen Inhaltsverzeichnis3
  • | Kapitel kaufen Andrea Allerkamp und Dagmar Mirbach: Unter produktiver Spannung: 300 Jahre Baumgarten7
  • | Kapitel kaufen I. Ästhetik, Systematik und Episteme33
  • | Kapitel kaufen Anselm Haverkamp: Alexander Gottlieb Baumgarten als Provokation der Literaturgeschichte35
  • | Kapitel kaufen Hans Adler: Was ist ästhetische Wahrheit?49
  • | Kapitel kaufen Francesco Piselli: Einige phillogische und theoretische Überlegungen zu A. G Baumgartens Aesthetica67
  • | Kapitel kaufen Dagmar Mirbach: Praeponitur - illustratur. Intertextualität bei A. G. Baumgarten71
  • | Kapitel kaufen Constanze Peters: Die Doppelfunktion der Ästhetik im philosophischen System A.G. Baumgartens89
  • | Kapitel kaufen Alexander Aichele: Ding und Begriff. Wirklichkeit und Möglichkeit in A.G. Baumgartens Theorie ästhetischer und szientifischer Erkenntnis117
  • | Kapitel kaufen Gérard Raulet: Logica inventionis und episteme esthetike. Die leisen Übergänge eines bahnbrechenden Umbruchs127
  • | Kapitel kaufen II. Rhetorik und Poetik147
  • | Kapitel kaufen Rüdiger Campe: Baumgartens Ästhetik: Metaphysik und téchne149
  • | Kapitel kaufen Christiane Frey: Zur ästhetischen Übung: Improvisiertes und Vorbewusstes bei A. G. Baumgarten171
  • | Kapitel kaufen Frauke Berndt: Die Kunst der Analogie. A. G. Baumgartens literarische Epistemologie183
  • | Kapitel kaufen Andrea Allerkamp: Onirocritica und mundus fabulosus. Traum und Erfindung201
  • | Kapitel kaufen Andrea Krauß: Nuancen des Firmaments. Versuchsanordnungen >extensiver Klarheit< zwischen Alexander Gottlieb Baumgarten und Barthold Heinrich Brockes223
  • | Kapitel kaufen III. Ethik und Naturrecht253
  • | Kapitel kaufen Clemens Schwaiger. Zwischen Laxismus und Rigorismus. Möglichkeiten und Grenzen philosophischer Ethik nach Alexander Gottlieb Baumgarten255
  • | Kapitel kaufen Jan C. Joerden: Baumgartens Position zur Transitivität der Kausalrelation im Kontext allgemeiner Zurechnungsfragen in Recht und Ethik271
  • | Kapitel kaufen Dominik Recknagel: Der Atheist und das Naturrecht. Erkenntnis und Verbindlichkeit des Naturrechts bei Alexander Gottlieb Baumgarten und Georg Friedrich Meier283
  • | Kapitel kaufen IV. Horizonte und Resonanzen297
  • | Kapitel kaufen Reinhard Blänkner: Die Viadrina und Alexander Gottlieb Baumgarten299
  • | Kapitel kaufen Dagmar Mirbach und Andrea Allerkamp: Ale.thephilus Baumgarten / Wenn die Magd in den Brunnen fällt317
  • | Kapitel kaufen Pablo Valdivia Orozco: Gracians gusto. Zu einer Vorgeschichte der Aesthetica341
  • | Kapitel kaufen Simon Grote: Vom geistlichen zum guten Geschmack? Reflexionen zur Suche nach den pietistischen Wurzeln der Ästhetik365
  • | Kapitel kaufen Christoph Asendorf: Veranschaulichte Welt. Der Orbis Pictus, das wissenschaftliche Theater von Leibniz und die Vermittlungsstrategien in den Franckeschen Stiftungen381
  • | Kapitel kaufen Siglenverzeichnis393
  • | Kapitel kaufen Literaturverzeichnis394

Beschreibung

Mit der Begründung der philosophischen Ästhetik stößt Baumgarten an Grenzen, vor denen der cartesianische Rationalismus haltgemacht hatte. Die cognitio confusa – die verworrene Erkenntnis – der sinnlichen Wahrnehmung konfrontiert mit einem fundamentalen Problem: Sie ist nicht in klaren und deutlichen Begriffen zu fassen.

Die neu zu gründende Disziplin der Ästhetik greift diese erkenntnistheoretische Problematik auf und macht es sich zur Aufgabe, die Regeln des Ästhetischen zu untersuchen. Bereits in seinen Frühschriften, wie der Antrittsvorlesung in Frankfurt/Oder, hatte Baumgarten nach verbindlichen Grundlagen für eine scientia cognitionis sensitivae und ihre Lehrpraxis zwischen Denken und Darstellen gesucht. Einen umfassenden Ansatz ihrer Begründung liefert die Aesthetica. Im Fokus von Baumgartens Aufmerksamkeit steht neben dem ästhetischen ein bewusst ethisches Anliegen: Es geht auch um gelingende Lebensführung und Verbesserung der Lebensumstände. Baumgarten ist sowohl Aufklärer als auch Pietist. Angestrebt werden Querverbindungen zwischen Ästhetik, Logik und Ethik in der Ermittlung ihrer Wechselwirkungen auf der Grundlage der Metaphysik.

Neben der bilanzierenden Aufarbeitung der epistemologischen Neuerungen und Umwertungen durch Baumgartens Werk liegt ein besonderes Gewicht des vorliegenden Bandes auf seiner Ausstrahlungskraft in eine Vielzahl von akademischen Disziplinen – im zeitgenössischen Kontext und bis zur Gegenwart.