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Längengradbestimmung und Simultanität in Philosophie, Physik und Imperien 

Siegert, Bernhard

Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung, Bd. 5 (2014), Iss. 2: S. 109–125

1 Citations (CrossRef)

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Siegert, Bernhard

Cited By

  1. Power as an epistemological obstacle: Walter Eucken’s quest for an interest-proof economic science

    Fèvre, Raphaël

    Journal of Economic Methodology, Bd. 27 (2020), Heft 4 S.330

    https://doi.org/10.1080/1350178X.2020.1789689 [Citations: 1]

Abstract

Die Einführung von Längengraden auf den Weltmeeren wurde vom 16. bis ins 18. Jahrhundert als die größte wissenschaftliche Herausforderung angesehen. Der Beitrag skizziert ihren Einfluss auf die Erschaffung des Britischen Imperiums, die Physik, und die frühe Philosophie Martin Heideggers. Vor dem Hintergrund dieser Geschichte wird eine historische Ontologie der Uhr entwickelt. Während die Uhr im Mittelalter eine Maschine war, wurde sie in der frühen Moderne zum Instrument und im 19. und 20. Jahrhundert zum Medium. Als Medium des Daseins ist die Uhr nicht nur ein ontisches Zeitmessgerät, sondern auch ein ontologisches Ding, das dem Dasein sein eigenes technisches Wesen zugänglich macht.