
BUCH
Logik
Die Vorlesung im Wintersemester 1838/39 in einer Nachschrift
Herausgeber: Haring, Doreen
Philosophische Bibliothek, Bd. 781
2025
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Bibliografische Daten
Abstract
»Meine Lieben und Getreuen, ich wollte Euch hiermit kund und zu wissen thun – denn entweder verheirathet sich mein Sohn, oder nicht … Ein drittes giebt es nicht.« In der Frage der Verheiratung seines Sohnes verliert sich König Peter aus Leonce und Lena auf das Gebiet der klassischen Logik – es zeigt sich, dass Georg Büchner während seines Studiums in Gießen – neben der Vorlesung über »Naturrecht und allgemeine Politik« (PhB 757) – auch die Logikvorlesung Joseph Hillebrands besuchte. Der Hegelanhänger Hillebrand unterrichtete während seiner fast dreißigjährigen Lehrtätigkeit an der Universität Gießen wohl um die tausend Studenten im Fach Logik. Die hier edierte Nachschrift aus dem Wintersemester 1838/39, die eine wichtige Quelle zu Büchners akademischer Ausbildung darstellt, gibt Auskunft über Hillebrands Logikkonzeption im Kontext der philosophischen Entwicklungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach der Dominanz von Hegels »Wissenschaft der Logik« setzt eine allmähliche Distanzierung und Hinwendung zur Kantischen Philosophie ein, die in Hillebrands Logikeinführung spürbar wird: Einerseits ist Logik für Hillebrand »speculative Wissenschaft«, andererseits nähert er sich insbesondere mit der Zweiteilung seiner Logik in Elementar- und Methodenlehre der Kant’schen Auffassung an. Die Einleitung der Herausgeberin gibt ausführliche editorische Hinweise und ordnet die Vorlesung in den philosophiehistorischen Kontext ein.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
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Cover | U1 | ||
Inhaltsverzeichnis | V | ||
Einleitung. Von Doreen Haring | VII | ||
1. Joseph Hillebrand – universitärer Unterricht nin Philosophie und Logik | XII | ||
»Kein subjectiver Zweifel« – nJoseph Hillebrand in Heidelberg und Gießen | XIII | ||
Philosophische Forschung zur Logik nim frühen 19. Jahrhundert | XVIII | ||
Kollegien, Nachschriften, Zeugnisse – nakademischer Alltag in Gießen | XXXVI | ||
Logik und Literatur um 1800 | LVI | ||
Ein »philosophisches Kollegheft« – nLogik in der Nachschrift Kolbs | LXIII | ||
2. Büchners Quellen für seine philosophischen nund logischen Kenntnisse | LXXX | ||
Sätze und Schlüsse – Büchner studiert Logik | LXXX | ||
»Kunstsprache« und »menschliche Dinge« – nStudiert Büchner Psychologie? | XCIV | ||
3. Zur Edition – nEntstehung, Überlieferung, Textgestalt | CIII | ||
Textteil | 1 | ||
Einleitung. | 5 | ||
Erste AbtheilungnVon der Philosophie und den Wissenschaften überhaupt. | 7 | ||
AnVon der Philosophie und ihrer Bedeutung überhaupt. | 9 | ||
BnDie philosophischen Disciplinen. | 11 | ||
C.nVon den Hauptarten der Philosophie, noder von den philosophischen Systemen | 17 | ||
Zweite Abtheilung.nDie Logik. | 23 | ||
I Abstracte Logik. | 25 | ||
AnVon dem Wesen des Denkens schlechthin. | 25 | ||
BnLogischer oder die Denkprozesse an und für sich | 31 | ||
Cnvon den logischen Funktionen. | 35 | ||
Zweite Abtheilung.nDie constructive Logik. | 52 | ||
A) Die Erklärung. | 53 | ||
B) Apodictik. | 59 | ||
C) Das System, die Systematik. | 62 | ||
Anmerkungen | 70 | ||
Danksagung | 89 | ||
Literaturverzeichnis | 90 | ||
Personenregister | 104 | ||
Sachregister | 105 |