
BUCH
Empathie, Sympathie und Narration
Strategien der Rezeptionslenkung in Prosa, Drama und Film
Herausgeber: Lusin, Caroline
Anglistische Forschungen, Bd. 450
2015
Zusätzliche Informationen
Bibliografische Daten
Abstract
Die Frage nach der Einfühlung in literarische Figuren ist spätestens seit dem ‚ethical turn‘ in den Literatur- und Kulturwissenschaften aktueller denn je. Dieser Band untersucht das Spannungsfeld zwischen emotionalem Engagement, intellektuellem Interesse und ästhetischer Distanz, wie es für literarische Texte charakteristisch ist, unter den Gesichtspunkten der Empathie und Sympathie. Inwiefern lässt sich das Empfinden von Empathie und Sympathie für literarische Figuren mithilfe kognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse verstehen? Welche narrativen Strategien halten unterschiedliche Genres bereit, um Empathie und Sympathie oder aber kritischen Abstand und Antipathie zu erzeugen? Der Band widmet sich Fragen wie diesen aus komparatistischer Perspektive, indem er Beiträge aus Anglistik und Amerikanistik, Germanistik und Romanistik vereinigt; unter einem erweiterten Textbegriff werden zudem auch film- und medienwissenschaftliche Ansätze berücksichtigt.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
---|---|---|---|
Danksagung | 7 | ||
Inhalt | 9 | ||
Caroline LUSIN, Empathie, Sympathie und Narration: Zur Einführung | 11 | ||
I. Empirische Ansätze der Rezeptionsforschung | 23 | ||
Ina SCHABERT, Ersehnter Geliebter oder „erztugendhafte Marionette“: Geschlechtsspezifische Reaktionen auf Sir Charles Grandison | 25 | ||
Peter HANENBERG, Sympathielenkung: Von den Spiegelneuronen zur konzeptuellen Integration | 41 | ||
II. Empathisches Engagement versus Distanz im Roman | 57 | ||
Wolfgang G. MÜLLER, Sympathie für Psychopathen, Ehebrecher, Kuppler & Co? Ein Beitrag zur Verwendung des freien indirekten Stils (erlebte Rede) in der Erzählkunst | 59 | ||
Kerstin FRANK‚[L]ess emotion and more intelligence‘: Sympathiehemmende Verfahren und die Inszenierungpostmoderner Subjektivität bei Muriel Spark und Christine Brooke-Rose | 73 | ||
Claudia FALK‚ Good Guy‘ oder ‚RejectionMan‘: Ironie und Humor als Mittel der Empathieerzeugung bei Nick Hornby | 89 | ||
III. Rezeptionslenkende Verfahren im Drama | 103 | ||
Stefanie SCHÄFER‚ Forever friends‘: Der stage yankee als Sympathieträger für das junge Amerika | 105 | ||
Caroline LUSIN‚ DarlingNell‘: Zur Funktion epischer Kommunikationsstrukturen in Tom Stoppards Indian Ink (1995) | 121 | ||
Ellen REDLING, Ein Mörder als ‚Superman‘?: Sympathielenkung und unzuverlässiges Erzählen in Martin McDonaghs Drama The Pillowman (2003) | 137 | ||
IV. Subjektfiktionen und medialisiertes Erzählen | 155 | ||
Dieter SCHULZ, Erste Person Singular: Zur Rhetorik Ralph Waldo Emersons | 157 | ||
Ottmar ETTE, Sympathie für die Fiktion eines Subjekts: Roland Barthes’ friktionales ÜberLebenSchreiben | 169 | ||
Christine SCHWANECKE‚ Ein Bild sagt mehr als tausend Worte‘ – Sympathielenkung in Leanne Shaptons literarischem Fotoexperiment | 193 | ||
V. Rezeptionslenkung in Massenmedien und Film | 207 | ||
Angela KREWANI, Sympathie und Affekt im massenmedialen Umfeld: Zur internenHierarchie medialer Erfahrung | 209 | ||
Corinna ASSMANN, Zwischen Nähe und Distanz: Empathie und Fremdverstehen iminterkulturellen Film | 219 |