
BUCH
Kulturen des Vergleichs
Herausgeber: Simonis, Annette | Simonis, Linda
Beiträge zur Literaturtheorie und Wissenspoetik, Bd. 7
2016
Zusätzliche Informationen
Bibliografische Daten
Abstract
Vergleichen ist ebenso ein Vorgang alltagsweltlicher Praxis wie ein methodisches Verfahren, das in unterschiedlichen akademischen Disziplinen und Wissensbereichen verbreitet ist. Der Vergleich hat in den Kultur- und Sozialwissenschaften eine lange Tradition, die Jahrhunderte zurückreicht. Als grundlegende Methodologie, mit deren Hilfe ein systematischer und fundierter Erkenntnisgewinn möglich wäre, etablierte sich der vergleichende Ansatz bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert, als die modernen Wissenschaften sich herausbildeten. Als eine Operation, die sich vor dem Hintergrund einer unterstellten Dimension des Gemeinsamen der zu vergleichenden Elemente vollzieht, bedarf der Vergleich eines ‚tertium comparationis‘, das die verglichenen Elemente auf einen gemeinsamen, übergeordneten Aspekt bezieht. Für die Literatur und Kunst wird der Vergleich indes nicht zuletzt dort interessant, wo diese Annahme prekär wird und sich ein Moment des Inkommensurablen und Disparaten auftut. Die Beiträge des vorliegenden interdisziplinären Bands versuchen, spezifische Besonderheiten, Anwendungsmöglichkeiten, Potenziale und Grenzen des Vergleichs im Blick auf exemplarische Themengebiete und Forschungsfelder der jeweiligen Fächer auszuloten.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
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Cover | Cover | ||
Titel | 3 | ||
Impressum | 4 | ||
Inhaltsverzeichnis | 5 | ||
Annette Simonis und Linda Simonis: Kulturen des Vergleichs. Zur Einleitung | 7 | ||
I. LITERARISCHE, KÜNSTLERISCHE UND MEDIALE VERFAHREN UND REFLEXIONEN | 25 | ||
Eberhard Geisler: Verneinter Vergleich. Zum Werk von Henri Michaux | 27 | ||
Heiko Christians: "Münchhausen" im Vergleich? Vom ‚Volksbuch‘ zum ‚Volksfilm‘. | 53 | ||
Monika Schmitz-Emans: Vergleiche als Konstellationen, Konstellationen der Vergleiche | 79 | ||
Roland Weidle: The Early Modern Stage as Agency of Comparison: Negotiating Stow’s London in "Eastward Ho!" | 101 | ||
II. DER VERGLEICH IM BEREICH DES WISSENS UND DER PHILOSOPHIE | 125 | ||
Michael Eggers: Das Wissen der Anderen. Zur Notwendigkeit einer wissenspoetologischen Komparatistik | 127 | ||
Achim Geisenhanslüke: Selbstvergleich. Hegels Begriff der Erfahrung in der "Phänomenologie des Geistes" | 141 | ||
III. GESELLSCHAFTS- UND KULTURTHEORETISCHE REFLEXIONEN | 159 | ||
Daniel Witte: „La sociologie, c’est la méthode comparative“. Feldtheorie als vergleichende Soziologie der Formen | 161 | ||
Niels Werber: Interessante Vergleiche. Zur Systemtheorie der Kultur und ihrer Medien | 183 | ||
Natalie Binczek: Vergleiche vergleichen. Wie Luhmann in Latours ‚Soziologie‘ vorkommt. | 191 | ||
Youssef Dennaoui: Kulturvergleich als globalisierungstheoretisches Problem: Eine theorievergleichende Annäherung | 205 | ||
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