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„Meine Adern Porphyr“

Antikenrezeption im Werk von Marie Luise Kaschnitz

Weil, Katharina

Beiträge zur Literaturtheorie und Wissenspoetik, Bd. 10

2017

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Die vorliegende Studie ist die erste breiter angelegte, systematische Untersuchung zur Rezeption der Antike und der Stadt Rom im Œuvre von Marie Luise Kaschnitz. Auch unter Einbezug bislang nicht ausgewerteten Materials und noch nahezu unbeachtet gebliebener Quellen widmet sie sich im ersten Teil der Verarbeitung antiker Mythen und deren Landschaften im Frühwerk der Autorin zwischen den 1930er und 1940er Jahren und im zweiten Teil ihren literarischen Rom-Bildern ab 1947 bis 1972. Die Texte werden erstmalig in ihrer Gesamtkomposition und als Ausdruck eines zeitspezifischen und dabei kultur- wie zeitkritischen Antikenrekurses gelesen. Die Arbeit bindet die ausgewählten Passagen dazu gezielt in kulturhistorische, geistesgeschichtliche und wissenschaftliche Kontexte sowie in entsprechende ästhetische Diskurse ein und geht entscheidenden Entwicklungslinien und Transformationsprozessen nach. Auch die Funktionalisierung differenter Gattungsformen sowie intertextueller und intermedialer Verfahren wird dabei in den Blick genommen.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel iii
Impressum iv
Inhaltsverzeichnis v
Vorwort xvii
1 Einleitung 1
2 1936–1945: Zeit- und kulturkritische Arbeit am Mythos und an der südlichen Topographie 15
2.1 Voraussetzungen 15
2.1.1 „Meine Fragelust […] war ungeheuer.“ Der biographische Bildungshorizont 15
2.1.2 Kulturhistorische und altertumswissenschaftliche Hintergründe: Zwischen „moderner Bewußtheit und Sehnsucht nach archaischem Glück“ 20
2.1.2.1 „Mythos ist […] etwas vom ‚Ursprung‘ […]“. Der Zugang zu mythischen Sujets vor der Folie von Walter F. Otto, Karl Kerényi und C. G. Jung 20
2.1.2.2 Weitere Beispiele für die Verarbeitung mythologischer Stoffe zwischen 1930 und 1945 29
2.1.2.3 Die Zeitkrise der 1920er und 1930er Jahre als Kontext für die Rückkehr zum Mythos und zum Ursprünglichen 31
2.1.2.4 Exemplarische Analyse des Essays ‚Mythos‘ 41
2.1.2.5 Einflüsse aus dem Ende des 19. Jahrhunderts: Friedrich Nietzsche und Johann Jakob Bachofen 49
2.1.2.5.1 Marie Luise Kaschnitz im Bannkreis der Enthüller einer „dunklere[n] und wildere[n] Antike“ 49
2.1.2.5.2 Die Komplementärbeziehung von Dionysischem und Apollinischem bei Nietzsche 62
2.1.2.5.3 Bachofens Vorstellung einer „successive[n] Läuterung des Lebens“ und sein Bild von der Frau 68
2.1.2.5.4 Die Rezeption Bachofens im Nationalsozialismus 74
2.1.3 „[…] das war unsere Art von Widerstand […].“ Die Konstruktion von Gegenwelten des Ewigen und Geistigen im Kontext der „Inneren Emigration“ 79
2.1.3.1 „An der Wichtigkeit unserer Arbeit zweifelten wir keinen Augenblick […].“ Leben und Schreiben in der Diktatur 79
2.1.3.2 Literarische Verfahren und Techniken: Mythenrezeption als ein „Schreiben zwischen den Zeilen“ 87
2.1.3.3 Spezifische Erzählräume: Die Zeitlosigkeit südlicher Natur und antiker Kunstlandschaft 93
2.2 Fragehorizonte 97
2.3 Der Roman ‚Elissa‘: Eine Narration über die Macht des mythologischen Erzählens 98
2.3.1 Exposition: „Die Geschichte dieser Königin war es, die Elissa vor allem liebte.“ 98
2.3.1.1 Äußere Struktur und inhaltlicher Aufbau des Romans 98
2.3.1.2 Fragehorizont, methodische Überlegungen und Thesen 100
2.3.2 Ausgestaltung des narrrativen Raums 110
2.3.3 „Ich bin anders als du […]. Es ist etwas Dunkles in mir, dem ich nicht wehren […] will.“ Zum Polaritätsprinzip zwischen Anna und Elissa 112
2.3.3.1 Der Manuskriptentwurf ‚Die Irrenden‘ 112
2.3.3.2 Der Untergrund einer elementar-ursprünglichen Frauen- und Mutterwelt 114
2.3.3.3 „[…] cum sic unanimam adloqitur […] sororem […].“ 117
2.3.3.4 Das Verhältnis der Schwestern zu Erzählungen und Imagination 123
2.3.3.5 Divergierende Vorstellungen von Weiblichkeit 125
2.3.3.6 Annäherungen an die Wesensart Annas 131
2.3.4 „Es war alles ein Irrtum, dachte sie plötzlich.“ Die radikale ‚Umwertung‘ des Dido-Mythos 134
2.3.4.1 ‚Heterodiegetische Transformation‘: „Elissa lachte, weil es ihr einfiel, mit jenem sagenhaften Geschehen die jämmerliche Landung des Fremden zu vergleichen.“ 134
2.3.4.2 ‚Demotivation‘: „haerent infixi pectore vultus / verbaque […].“ – „Einmal lag auch in Worten Glück, aber das war vor langer Zeit.“ 138
2.3.4.3 „Noch immer war ihm das Schicksal der Siedlung gleichgültig.“ Die Entheroisierung der Aeneas-Gestalt 142
2.3.4.4 Unter dem Gehorsam einer „Stimme, die nicht ihr allein gehörte, sondern allen Frauen der Welt“. Die Neubelebung eines Identitätsverlustes vor der Folie Bachofens und des nationalsozialistischen Frauenbildes 146
2.3.4.5 Elissas ‚Aufbruch‘ zum eigenen Ich als zeitkritische Pervertierung der ‚Hypotexte‘ 153
2.3.5 „Oft kleidete der Alte seine Belehrung in das Gewand von Gleichnissen und Märchen.“ Narratologische Konzeption und Selbstreferentialität 160
2.3.5.1 Erzähltechnische Verfahren der Leserlenkung 160
2.3.5.1.1 Nullfokalisierung: „In diesem Herbst entwurzelte der Sturm den großen Baum […]. Elissa und Anna wußten es nicht.“ 160
2.3.5.1.2 Zukunftsgewisse Vorausdeutungen in Erzähler- und Figurenrede 164
2.3.5.2 „Während die Mutter erzählte, sah sie sich selbst […] an der Brüstung eines Schiffes stehen […].“ Das Zurücktreten in die mythologische Urzeit 169
2.3.6 Fazit 180
2.4 Lyrische Reisen ins Mythisch-Ursprüngliche: Der Gedichtzyklus ‚Südliche Landschaft‘ 182
2.4.1 Exposition: Italien- und Griechenlandbilder als Chiffre des Übergeschichtlichen 182
2.4.2 Literarische Vorbildung: Das kulturkritische Griechenland-Tagebuch Ernst Wilhelm Eschmanns 183
2.4.3 Begegnungen mit dem „Auge der Urwelt“ 186
2.4.4 „Weht von campanischen Ufern mir lichte Gewähr.“ Überdauernde Gegenwerte 191
2.4.5 Das Gedicht ‚Delphi‘ als Neubelebung eines Gründungsmythos 195
2.4.5.1 Exposition: Ein „Maß im Zusammenklang von hell und dunkel, im Gleichgewicht von oben und unten“ 195
2.4.5.2 Textanalyse 199
2.4.5.2.1 Gaia und Dionysos 199
2.4.5.2.2 Zeus und Apoll 205
2.4.5.2.3 Ein „Bündnis von Rausch und Licht“ 210
2.4.6 Fazit 211
2.5 Zwischen Höhle und Idee: Die Sammlung ‚Griechische Mythen‘ 212
2.5.1 Die Grundstruktur eines immerwährenden Auf- und Abstiegs 212
2.5.2 Die Zwiegestalt des Mythischen 223
2.5.2.1 Sibylle und Demeter 223
2.5.2.2 Perseus und Bellerophontes 234
2.5.3 Der poetologische Horizont einer „dionysische[n] Verschmelzung“ 244
2.5.3.1 Hephaistos und die Thebanischen Zwillinge 244
2.5.3.2 Didaktische Überformung: Der mythische Erzieher Chiron 256
2.5.4 Fazit 262
2.6 Der Triumph der Kunst in „dunkler Zeit“: Poetische Selbstreflexion und Standortbestimmung im Skulptursonett ‚Nike‘ von ‚Samothrake‘ 263
2.6.1 Exposition 263
2.6.2 Gedichtanalyse 269
2.6.2.1 „Und schlug doch hellen Jubel aus dem Stein.“ Die Entstehung einer ‚Textskulptur‘ auf dem „Untergrund des Schreckens“ 269
2.6.2.2 „Und lehrt […] des Sieges unvergleichliche Gebärde“. Die mythische Vermittlung künstlerischen Selbstbewusstseins 277
2.6.3 Fazit und Gesamtrückschau 282
3 1947–1972: Rom-Imaginationen. Bilder ästhetischer Selbstverortung 285
3.1 Folien: Zeitgenössische Rom-Konzeptionen 285
3.1.1 Literarische Topographie: Rom als Text 285
3.1.1.1 Erste Begegnung mit den Schriftwegen durch die Ewige Stadt 285
3.1.1.2 Geschichte der Lesbarkeit Roms 288
3.1.1.3 „Rom ist […] eine Toten-Stadt […].“ Revoltierende Gegentexte gegen die bedeutenden ‚Vorschriften‘. 295
3.1.2 Kulturhistorische Rom-Gänge der Moderne und ihre Spuren in der Gegenwartsliteratur 302
3.1.2.1 Eine „Verschmelzung des Differentesten“. Rom bei Georg Simmel 302
3.1.2.2 Sigmund Freuds „Utopie einer lebendigen […] Erinnerung“. Rom als permanente Gegenwart von Vergangenem 305
3.1.2.3 „Die Schrift der Architektur.“ Literarische Wege durch Rom als Analogien zur simultanen Durchdringung des „Differentesten“ 306
3.1.3 ‚Romanità fascista‘: Rom als Hauptstadt des Faschismus 308
3.1.4 ‚Ritorno all’uomo‘: Gegenentwürfe im neorealistischen Film der frühen Nachkriegszeit 314
3.2 Fragehorizonte 319
3.3 Der Essay ‚Rom‘ als „Textraum der Memoria“ 322
3.3.1 Exposition: Rom als überzeitliche Landschaft von Natur, Kunst und Vergangenheit 322
3.3.1.1 Die Erstveröffentlichung des Essays in der Zeitschrift ‚Das Kunstwerk‘ 322
3.3.1.2 Fragehorizonte und Thesen 323
3.3.1.3 „Das Herzklopfen damals […], Roma, Rom.“ Der magische Moment der Ankunft 325
3.3.2 „Mit der Nennung des Namens beginnt jede Beschwörung.“ Die Zauberkraft des Bezeichnens 327
3.3.3 „Wer Rom denkt […].“ Rom als imaginäre Textstadt 330
3.3.4 „Hier bin ich und dort, draußen vor den Toren und im Herzen der Stadt zugleich.“ Textuelle Macht über die römische Topographie 335
3.3.5 „Manchmal belebt sich die Bühne des großen Welttheaters mit den Gestalten versunkener Zeiten.“ Eine Topologie der römischen Geschichte 340
3.3.6 „Kapitelle […], vom lichten Bambusgesträuch überweht.“ Der Essay ‚Rom‘ als elementarer Zyklus von Werden und Vergehen 351
3.3.7 Der Abschied von den alten Schriftwegen als erste Neupositionierung literarischer Identität in Rom 362
3.3.8 Fazit 363
3.4 „Reden die Steine, tönen die Masken noch […]?“ Der Gedichtzyklus ‚Ewige Stadt‘ zwischen Aufbegehren und Affirmation 365
3.4.1 Exposition: Lyrische Wanderung durch Ruinen dekonstruierter Rom-Bilder und Topographien der ‚Wiedergeburt‘ 365
3.4.1.1 Folien 365
3.4.1.2 Fragehorizonte und Thesen 368
3.4.2 Sprechhaltung und Form als Ausdruck einer brüchig gewordenen Rom-Erfahrung und Suche nach neuer Totalität 373
3.4.3 „Vergeblich / Sucht Ihr die Lampen […].“ Rom im Dunkeln 379
3.4.4 „Warum springen die Brunnen nicht mehr […]?“ Rom als Todeslandschaft und Topographie der Entfremdung 381
3.4.5 „Sich selbst nicht mehr und keinem Menschen gleich.“ Die Menschenzeichnung im Gedichtzyklus 387
3.4.6 „[…] seid Ihr noch immer da / Madonnen lächelnde […] Gebäumte Leiber der Sklaven?“ Auflehnung gegen die steinernen Schriften Roms 392
3.4.7 „[…] wer liebte noch die Liebe?“ ‚Roma‘ ohne ‚Amor‘ 397
3.4.8 Von der Dunkelheit ins Licht. Das dreizehnte Gedicht 403
3.4.9 „Du Nicht-mehr-Du und Mehr-als-Du.“ Rom als Ort der Verwandlung 408
3.4.9.1 Exposition: „,Qui non si muore mai‘.“ 408
3.4.9.2 „Du liebst ja noch.“ Die Sprache der römischen Steine 413
3.4.9.3 „Und branden hörst Du das Meer an die Mauern der Stadt […].“ Rom als innere Landschaft der Imagination 423
3.4.10 „Es reden die Steine von Rom, blühend im Neonlicht […].“ 431
3.4.11 Fazit 438
3.5 „Die Bemühung um Einklang ist vergeblich […].“ Römische Fragmente im Tagebuch ‚Engelsbrücke‘ 441
3.5.1 Exposition: Ich-Suche zwischen Antike und Zeitgenossenschaft 441
3.5.2 „Es ist schwer, in Rom zu leben […].“ Die Programmatik der ersten Aufzeichnung und ihr Bezug zu autobiographischen Rom-Texten der Autorin aus den 1960er und 1970er Jahren 447
3.5.3 Zwischen „Erde und Himmel“. Zur Titelwahl der ‚Römischen Betrachtungen‘ 453
3.5.4 Bilder des Dauernden und „ewig Gleiche[n]“ im römischen „Durcheinander der Zeiten“ 460
3.5.4.1 ‚San Urbano‘ 460
3.5.4.2 ‚Das Muschelhorn‘ 466
3.5.4.3 ‚Torre Pignattara‘ 470
3.5.4.4 ‚Colosseum‘ 474
3.5.4.5 „Taggespenster“ 478
3.5.4.5.1 ‚Eine kleine Stadt‘ 478
3.5.4.5.2 ‚Parco della Rimembranza‘ 480
3.5.4.5.3 Zwei Streifzüge über den Palatin 482
3.5.4.6 Neue Arbeiten am Mythos 487
3.5.4.6.1 Exposition 487
3.5.4.6.2 ‚Philemon und Baucis auf der Alm‘ 492
3.5.4.6.3 ‚Das Labyrinth‘ 496
3.5.4.6.4 „[…] und beinahe schon eine mythische Gestalt.“ Mythisierung des römischen Volkes 506
3.5.4.7 Harmonischer Einklang in der Disharmonie 509
3.5.5 Die ‚Engelsbrücke‘ als zeitgeschichtliches Panorama 514
3.5.5.1 „Wer Synthese sagt, ist schon gebrochen.“ Zur literarischen Tagebuchform der ‚Römischen Betrachtungen‘ 514
3.5.5.2 Die „Nadel in der Erdbebenwarte“: „[…] wir werden geschrieben.“ 523
3.5.5.3 Rom als Gegenwart der Kriegsvergangenheit 531
3.5.5.4 Kritik der Moderne in den ‚Römischen Betrachtungen‘ 536
3.5.5.5 „Schattenwege gehen“ 541
3.5.5.6 ‚Zu Ende‘ – Die letzte Aufzeichnung des Tagebuchs 549
3.5.6 Fazit 556
3.6 Römische Fülle in engmaschigen „Wortnetzen“. Die lyrischen Imaginationen Vorstadt, ‚Rom 1961‘ und ‚Römischer Sommer‘ 559
3.6.1 Exposition 559
3.6.2 Folien 560
3.6.2.1 „Durch diese unsere / Kleinen Gebärden […].“ Eine ‚neue‘ Sprache für Rom 560
3.6.2.2 „[…] Weht noch die feurige Asche […] Steigt aus dem treibenden Abschaum / Lächelnd die Schönheit.“ Das ‚Nachbeben‘ der Mythen in den ‚Neuen Gedichten‘ 565
3.6.3 „Hohlwege voll von / Blühendem Ginster.“ Das Gedicht ‚Vorstadt‘ 572
3.6.3.1 Exposition: Thesen und Blick auf die äußere Gestaltung 572
3.6.3.2 Gedichtanalyse 573
3.6.3.2.1 „Nur noch zwei Bäume / Sind übrig vom / Hain der Egeria […].“ Szenerien eines Welt- und Sprachverlustes 573
3.6.3.2.2 „Vielstöckige Häuser / Kommen gelaufen […].“ Die moderne Großstadt Rom als surrealistische Topographie 575
3.6.3.2.3 „[…] die schwarzen / Zypressen die / Mückenteiche […].“ Neue Zeichnungen der ,Rettung‘ im fruchtbaren Umland Roms 578
3.6.4 „Und Cypria Weltherz Du / Geschlagen gebeutelt gepreßt / Verschenkst Deinen leuchtenden Honig.“ ‚Rom 1961‘ 580
3.6.4.1 Im Bann der „dynamisierte[n] Fläche“. Begegnung mit den Kunststipendiaten der Villa Massimo 580
3.6.4.2 Gedichtanalyse 584
3.6.4.2.1 Der lyrische Raum Rom als „Träger einer explosiven Bewegung“ 584
3.6.4.2.2 „Ich lerne Dich lieben, auch so.“ 590
3.6.5 „Schwer zu pressen ins Wortnetz / Die Fülle des frühzeitigen Sommers […].“ Der späte Gedichtzyklus ‚Römischer Sommer‘ 594
3.6.5.1 „Ihr graugesichtig am Steuer / In die Enge Getriebene […].“ Das Leiden der römischen Stadtbewohner 594
3.6.5.2 Römische Metamorphosen als Gegenbilder: Die Verschmelzung des lyrischen Ich mit römischer Natur und antiker Architektur 599
3.6.5.2.1 Der Beginn: „Ein Arm schon Oleander“ 599
3.6.5.2.2 „Mein Leib eine bleierne Kuppel […] Meine Adern Porphyr.“ Das lyrische Ich als römisches Bauwerk 605
3.6.5.2.3 Erdung der Luftgeister: „Wer schon enthoben sich glaubte [...], hier wird er angepflockt / Sein Langhaar an Säule und Ölbaum.“ 610
3.6.6 Fazit 617
3.7 Zwischen Wort- und Bildkunst. Die Gedichte ‚Picasso in Rom‘, ‚Villa Massimo‘ und ‚Abschied von Rom‘ 620
3.7.1 Exposition 620
3.7.2 Text-Bild-Beziehungen in der Dichtung des 20. Jahrhunderts 622
3.7.3 „Die leidende / Klarheit / Abend.“ Das Bildgedicht ‚Picasso in Rom‘ 624
3.7.3.1 Fragehorizont und Thesen 624
3.7.3.2 Folie: Deformationen der Welt in Picassos Werk der 1940er und 1950er Jahre und ihre Rezeption in der autobiographischen Prosa bei Kaschnitz 626
3.7.3.3 Gedichtanalyse 631
3.7.3.3.1 „Zerrissenen / Vogel im Zahn.“ Semantische und formalästhetische Realisierung der Bildkunst Picassos 631
3.7.3.3.2 Der „wundgefetzte“ Außenraum 638
3.7.4 „Ich will mir ein Bild machen […].“ Das lyrische Ich als Künstler der Villa Massimo 643
3.7.4.1 Exposition 643
3.7.4.2 Gedichtanalyse 645
3.7.4.2.1 „Vorgefunden zwei Staffeleien […].“ Die poetologische Dimension des lyrischen Atelierraums 645
3.7.4.2.2 „Mein Fluß wird seinen Lauf / Willkürlich ändern […].“ Ein abstraktes ,Textgemälde‘ der römischen Villa Massimo 649
3.7.5 Abschied von Rom 654
3.7.5.1 „Orte mir lange bekannte / Sterben ab […].“ 654
3.7.5.2 „Strandgut […] Ewigkeit […].“ Die unendliche Textkette Roms 660
3.7.5.3 „Vielmehr ich bin’s […].“ Ästhetische Selbstpositionierung in der poetischen Landschaft der Ewigen Stadt 663
3.7.6 Fazit 672
4 Gesamtfazit 677
5 Anhang 691
5.1 Siglenverzeichnis und Hinweise zur Zitation 691
5.1.1 Marie Luise Kaschnitz 691
5.1.1.1 Werkausgabe 691
5.1.1.2 Weitere Werke 691
5.1.2 Sonstiges 692
5.1.3 Allgemeine Hinweise zur Zitation 692
5.2 Literaturverzeichnis 692
5.2.1 Quellen 692
5.2.2 Forschungsliteratur 698
5.2.2.1 Zu Marie Luise Kaschnitz 698
5.2.2.2 Zum altertumswissenschaftlichen und kulturhistorischen Kontext zwischen den 1920er und 1940er Jahren 703
5.2.2.3 Zur „Inneren Emigration“ 705
5.2.2.4 Zur Mythen- und Antikenrezeption 707
5.2.2.5 Zu Rom, Italien und Griechenland in der Literatur 712
5.2.2.6 Spezifische Untersuchungen zur Narratologie, Intertextualität und Intermedialität 717
5.2.2.7 Weitere Untersuchungen 718
5.2.2.8 Nachschlagewerke 728
5.3 Register zu historischen Personen und Figuren des Mythos 730
Backcover 739