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Zwischen Literatur und Journalistik

Generische Formen in Periodika des 18. bis 21. Jahrhunderts

Herausgeber: Berg, Gunhild | Gronau, Magdalena | Pilz, Michael

Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Bd. 343

2017

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Der Band erarbeitet das generische Formenrepertoire und -potential in Periodika vom 18. bis ins 21. Jahrhundert im Spannungsfeld zwischen Fakten und Fiktionen. In Zeitungen und Zeitschriften werden narrative Traditionen aufgegriffen, kombiniert und verändert, sodass sich neue generische Muster, Narrative und Darstellungskonventionen ausbilden. Diese sind ein kreativer generischer Pool immer wieder neuer Schreibweisen und Genres. Die Beiträge analysieren in historischer wie in synchroner Perspektive zum einen die journalistisch-narrativen Spezifika von Fakten, Fiktionen und Kompositformen verschiedener Textsorten, Stile und Gattungen in Periodika. Zum anderen untersuchen sie deren spezifisch mediale Hybridisierung, die in Zeitungen und Zeitschriften durch die Synopse der vielfältigen Sparten, Spalten, Rubriken und Bilder zur polytextuellen Matrix (‚mise en page‘) einer Heftseite oder Heftserie entsteht.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover Cover
Titel III
Impressum IV
Inhalt V
SEBASTIAN DONAT: Anstelle eines Grußworts: Zur Einbettung von Goethes erster öffentlicher Verwendung des Begriffs „Weltliteratur“ im Rahmen seiner Zeitschrift ‚Über Kunst und Altertum‘ 1
GUNHILD BERG, MAGDALENA GRONAU, MICHAEL PILZ: Das generische Potenzial der Journale. Zum Problemhorizont des Bandes 7
GUSTAV FRANK: Die Legitimität der Zeitschrift. Zu Episteme und Texturen des Mannigfaltigen 27
TANJA VAN HOORN: Zeitschriften-Wörterbücher. Gattungsparodien zwischen Tagesaktualität und Archivierungsfunktion 47
SUSANNE DÜWELL: „die verschiedenen Stimmen denkender Köpfe über wichtige, aber noch streitige Puncte zu sammeln“. Textstrategien im philanthropischen Zeitschriftendiskurs im Kontext der ‚Allgemeinen Revision des gesammten Schul- und Erziehungswesens‘ 67
GUNHILD BERG: Generische Wissensordnungen im Medienformat: ‚Magazin‘-Zeitschriften um 1800 89
DANIEL EHRMANN: Facta, Ficta und Hybride. Generische als epistemologische Dynamik in Zeitschriften des 18. Jahrhunderts 111
NICOLA KAMINSKI: Zeit/Schrift: Interferenzen von Tagebuch und Journal in den Wiener ‚Friedensblättern‘ 1814/15 133
MADLEEN PODEWSKI: ‚Blätter und Blüten‘ und Bilder. Zur medienspezifischen Regulierung von Text-Bild-Beziehungen in der ‚Gartenlaube‘. ‚Illustriertes Familienblatt‘ 153
CLAUDIA STOCKINGER: Pater Benedict / Bruno von Rhaneck und Martin Luther. Zur Kookkurrenz fiktionaler und faktualer Artikel in der ‚Gartenlaube‘ 175
SIGURD PAUL SCHEICHL: Kulturkämpferische Feuilletons von Daniel Spitzer im Kotext der ‚Neuen Freien Presse‘ 195
ERHARD SCHÜTZ: „...das Brandmal unsrer neuen Welt“. Literarische Reflexe zum Journal im 19. Jahrhundert, nebst ein paar vorherigen Bemerkungen zur Zeit danach 211
MICHAEL PILZ: Bibliographische Resonanzen. Presseschauen und Register am Beispiel der Zeitschrift ‚Das literarische Echo‘ 241
MARC REICHWEIN: „Was verdanken Sie dem deutschen Geist?“ Die Rundfrage als Paradedisziplin der ‚Literarischen Welt‘ (1925–1933) 267
MAGDALENA GRONAU: Genre Trouble. Jörg Fauser zwischen ‚Spiegel, Playboy‘ und Gesamtausgabe 285
DANIELA GRETZ: VW als „Lebensform“. Hubert Fichtes Spiegel-Artikel ‚„Ein Geschwür bedecktdas Land.“ Furcht und Elend der brasilianischen Republik‘ als medial inszenierte Vorgeschichtedes Terrorismus 307
ANDREAS WIESINGER: Serielle Formate in Boulevardzeitungen: Kommentarkolumnen in ‚Bild‘ und ‚Kronen Zeitung‘ 335
VOLKER MERGENTHALER: Reiseprosa der Gegenwart im Buch- und Journalformat 353
CONSTANZE BARTSCH: Im Zeichen der Webcam. Die ‚Berliner Seiten‘ und ‚Berlin im Licht‘ im Kontext dokumentarischer Topoi 375
Zu den Beiträgerinnen und Beiträgern 395