Menu Expand

Der neue Kriegsroman

Repräsentationen des Afghanistankriegs in der deutschen Gegenwartsliteratur

Wolting, Monika

Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Bd. 353

2019

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Vorliegende Studie behandelt die aktuelle deutschsprachige Kriegs- und Heimkehrerliteratur, wie sie insbesondere in der Folge des Afghanistankrieges entstanden ist. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr wird zum neuen Erzählstoff. Die neuen Kriege generieren eine neue Raum-Zeit-Struktur, in der Figuren agieren, deren Funktion es ist, Irritationen in gesellschaftliche und politische Systeme einzubringen und eine Kritik bestehender Werte, Normen wie auch gesellschaftlich verbindlicher Toleranzvorstellungen zu leisten. Zu den neuen literarischen Figuren zählen: der Bundeswehrsoldat der postheroischen Gesellschaft, der traumatisierte Veteran, der Statist der Kriegsaktivitäten, die Bundeswehrsoldatin, der investigative Kriegsreporter sowie die vor den Gräueln des Krieges Geflüchteten. Den Band runden Autorengespräche mit Dorothea Dieckmann, Jochen Rausch und Norbert Scheuer ab.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Umschlag Umschlag
Titel III
Impressum IV
Inhaltsverzeichnis 1
1 Krieg als Erzählstoff 3
1.1 Neues Genre des Kriegsromans 3
1.2 Der Kriegsroman des 20. Jahrhunderts 8
1.3 Raum und Zeit im neuen Kriegsroman 12
1.4 Forschungsstand 17
1.5 Die neuen Kriege 20
2 Literarische Figuren des Einsatzes 27
2.1 Der Soldat der postheroischen Gesellschaft 27
2.1.1 Das polyphone Erzählen 27
2.1.2 Der Entwurf der Figur des Bundeswehrsoldaten 37
2.1.3 Grenzüberschreitungen im Krieg 42
2.2 Die Bundeswehrsoldatin im Krisengebietseinsatz 49
2.2.1 Neue Poetik des Kriegsromans 49
2.2.2 Das veränderte Bild des Militärs 56
2.2.3 Journalistisches versus literarisches Schreiben 60
2.2.4 Traumatische Kriegserlebnisse 63
2.2.5 Gesellschaftliche Wahrnehmung des Einsatzes 68
2.3 Der Journalist als teilnehmender Beobachter 73
2.3.1 Umkehrung des Orientalismus-Diskurs‘ 84
2.3.2 ‚Die Erfahrung‘ als zentrale Kategorie 88
2.3.3 Freiheit – das archaische Bedürfnis des Menschen 93
2.3.4 Exkurs: ‚Stockholm Syndrom‘ 98
2.4 Der investigative Journalist 100
2.4.1 Krisenreporter als Teil des Mediensystems 104
2.4.2 Medien als neue Primärwaffe 111
2.5 Der physisch versehrte Heimkehrer 125
2.5.1 Pressestimmen 126
2.5.2 Aufstörung auf der „discours“- und der „story“-Ebene 129
2.5.3 Das Leben des Veteranen 137
2.5.4 Die Vereinnahmung des Veteranen 146
2.5.5 Der Heimkehrerroman 151
2.6 Der psychisch traumatisierte Heimkehrer 156
2.6.1 Roman des relevanten Realismus´ 157
2.6.2 Posttraumatische Belastungsstörung 167
2.7 Der Gefangene des „War on Terror“ 183
2.7.1 Folter als literarischer Topos 183
2.7.2 Der engagierte Text 188
2.7.3 Schreiben gegen Menschenrechtsverletzungen 196
2.7.4 Häftling im Gefangenenlager Guantanamo 200
2.8 Die Hinterbliebenen des Afghanistaneinsatzes 210
2.8.1 Der Einsatz 211
2.8.2 Das Trauma der Eltern 216
2.8.3 Bewältigung des Traumas 228
2.9 Der Geflüchtete der neuen Kriege 232
2.9.1 Kriegstraumata 235
2.9.2 Die Flucht 244
2.9.3 Erzähler als Kulturmittler 246
2.10 Der Statist der Kriegsübungen 252
2.10.1 Das bayerische Afghanistan 252
2.10.2 Der simulierte Krieg 258
2.10.3 Misslungene Reintegration 266
3 Neues Genre des Kriegsromans 275
4 Literaturverzeichnis 287
4.1 Primärliteratur 287
4.2 Medien 291
4.3 Sekundärliteratur 292
5 Autorengespräche 311
5.1 Gespräch mit Dorothea Dieckmann 311
5.2 Gespräch mit Norbert Scheuer 327
5.3 Gespräch mit Jochen Rausch 339
Rückumschlag 346