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„Hier aber treten die Ordnungen hervor“

Gestaltästhetische Paradigmen in Ernst Jüngers Zukunftsromanen

Lundberg, Nils

Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Bd. 364

2016

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht holistische Strömungen und Formationen im erzählerischen Werk Ernst Jüngers. Im Fokus der Betrachtung stehen dabei Jüngers Adaptionen des Gestaltbegriffs, der als ideengeschichtlich prominente Denkfigur und ästhetische Grundkategorie aus dem Umfeld der Goethe’schen Morphologie eine beachtliche interdisziplinäre Konjunkturkurve bis ins 20. Jahrhundert zu verzeichnen hat. Anhand exemplarischer Analysen der Romane ‚Heliopolis‘ (1949) und ‚Eumeswil‘ (1977) werden signifikante poetologische Transformationen gestaltästhetischer Paradigmen beleuchtet und sowohl im Hinblick auf Jüngers theoretische Reflexionen werkästhetisch systematisiert, als auch im Kontext diskursgeschichtlicher Profilierungen des Gestaltbegriffs rekonstruiert.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel 3
Impressum 4
Inhaltsverzeichnis 5
1 Einleitung: Gestaltbegriff und „Jahrhundertgestalt" 7
2 Prolog: Herrschaft und Gestalt – Ernst Jünger und die Klassische Moderne 29
2.1 Die Geburt des Arbeiters aus dem Geiste des Krieges 29
2.2 Ästhetik der Tat: Heroischer Realismus und historische Avantgarde 35
3 Heliopolis 51
3.1 Aisthetische Grundlagen 51
3.1.1 Urpflanze und „neues Auge“ 51
3.1.2 Stereoskopische Optik 64
3.1.3 Schöpferische Visualität 69
3.2 Journal und Roman – Heliopolis im Kontext der Strahlungen 74
3.2.1 Poetologische Schnittpunkte 74
3.2.2 Die Ordnung der Dinge 77
3.2.3 Restaurative Ästhetik 81
3.3 Wissenspoetische Konstellationen 90
3.3.1 Splendid Isolation: Der topographische Rahmen 90
3.3.2 Raum und Zeit 94
3.3.3 Die „Idee des Ganzen“ und ihre Agenten 102
4 Eumeswil 121
4.1 Jenseits der Geschichte 121
4.1.1 Posthistoire 121
4.1.2 Deponie und Luminar 127
4.2 Arbeit am Mythos 141
4.2.1 Zugänge 141
4.2.2 Transformationen 160
4.3 „Meine Angaben sind aufrichtig, obwohl noch ungenau“ – Venator oder die Frage nach der Zuverlässigkeit des Erzählers 164
4.3.1 Erzählte Welt und Erzähler 164
4.3.2 Perspektivierungen 173
5 Ausblick: Utopia non facit saltus – romanstrategische Operationalisierungen des Gestaltdiskurses 177
5.1 Der Zukunftsroman als Staatsroman? 177
5.2 Utopisches Denken und holistisches Erzählen 186
6 Literaturverzeichnis 205
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