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My Way

Der Chronotopos des Lebenswegs in der Autobiographie (Moritz, Fontane, Dürrenmatt und Facebook)

Wilhelms, Kerstin

Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Bd. 365

2017

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Raum und Zeit sind die wesentlichen Anschauungsformen des Menschen. Mit ihnen verortet sich das Individuum in seiner Welt und positioniert sich zu sich und anderen. Entsprechend zentral sind Raum und Zeit für die Ich-Konstruktion in der Autobiographie. Der Blick auf die Verbindung von räumlichen und zeitlichen Mustern fördert ein neues Verständnis der Autobiographie als Gattung und fordert die Autobiographietheorie heraus, ihre Kategorien wie ‚Authentizität‘, ‚Gedächtnis‘, ‚Autofiktion‘ etc. stärker unter raumzeitlichen Gesichtspunkten zu diskutieren. In dieser historisch-vergleichenden Analyse wird mithilfe des Chronotopos-Begriffs von Michail Bachtin der Grundstein für ein solches Autobiographieverständnis gelegt: Es wird gezeigt, dass der Chronotopos des Lebenswegs als gattungsspezifische Raumzeitkonstellation allen untersuchten autobiographischen Formaten zugrunde liegt und sich mit weiteren raumzeitlichen Strukturelementen verbindet.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel III
Impressum IV
Inhaltsverzeichnis 1
1 Eingang 5
2 Theoretische Verortungen 23
2.1 Der Gegenstand: Was ist eine Autobiographie? 23
2.1.1 Das Ende der Gattung Autobiographie 23
2.1.2 Authentizität, Referenzialität und Topik 28
2.2 Raum, Zeit und Ich 34
2.2.2 Der Chronotopos 46
2.2.3 Der Lebensweg – Chronotopos der Autobiographie 50
2.3 Medialität 57
2.3.1 Automedialität 57
2.3.2 Die Medialität von Raum und Zeit 60
2.3.3 Raum, Zeit, Automedialität 64
2.4 Lektüreperspektiven 66
3 Umherschweifen: Chronotopos ‚Theater‘. Karl Philipp Moritz’ ‚Anton Reiser‘ 69
3.1 Raumzeit: Theater 69
3.1.1 Szenen des Lebens 72
3.1.2 Raumzeit des Theaters 75
3.2 Ortsbegehungen 79
3.2.1 Stationen 79
3.2.1.1 Elternhaus 79
3.2.1.2 Straßen und Plätze 88
3.2.1.3 Schulen und Universität 91
3.2.1.4 Werkstatt des Hutmachers 95
3.2.1.5 Kirchen 98
3.2.1.6 Logis 106
3.2.1.7 Theater 108
3.2.2 Reisen und Spaziergänge 117
3.2.2.1 Spaziergänge in und um Städte 117
3.2.2.2 Spaziergänge in freier Natur 127
3.2.2.3 Reiser auf Reisen 132
3.3 Lokalisierungen: Ortlosigkeit 138
4 Abschweifen: Chronotopos ‚Salon‘ Theodor Fontanes ‚Meine Kinderjahre‘ und ‚Von Zwanzig bis Dreißig‘ 145
4.1 Raumzeit: Salon 145
4.1.1 Das Leben als Salon 151
4.1.2 Die Raumzeit des Salons 154
4.2 Ortsbegehungen 160
4.2.1 Stationen 160
4.2.1.1 Elternhaus und Swinemünde 160
4.2.1.2 Schule 183
4.2.1.3 Apotheken 186
4.2.1.5 Kreuzzeitung 196
4.2.1.4 Literarische Vereine 190
4.2.2 Reisen und Spaziergänge 197
4.2.2.1 Spaziergänge 197
4.2.2.2 Reisen 206
4.3 Lokalisierungen 210
5 Verirren: Chronotopos ‚Mythos‘. Friedrich Dürrenmatts Stoffe ‚I−III‘ und ‚IV−IX‘ 215
5.1 Raumzeit: Mythos 215
5.1.1 Mythisches Leben 223
5.1.2 Die Raumzeit des Mythos 226
5.2 Ortsbegehungen 238
5.2.1 Stationen 238
5.2.1.1 Elternhaus 238
5.2.1.2 Dorf 243
5.2.1.3 Schule 252
5.2.1.4 Stadt 257
5.2.1.5 Universität 264
5.2.1.6 Theater 268
5.2.2 Spaziergänge und Reisen 272
5.2.2.1 Spaziergänge 272
5.2.2.2 Reisen 275
5.3 Lokalisierungen 281
6 Vernetzen: Der Chronotopos ‚Netzwerk der Freunde‘. Das soziale Netzwerk ‚Facebook‘ 285
6.1 Raumzeit: Netzwerk der Freunde 285
6.1.1 Vernetzte Freundschaft 291
6.1.2 Chronotopos: Das Netzwerk der Freunde 299
6.2 Ortsbegehungen 304
6.2.1 Stationen 304
6.2.1.1 Die Chronik 304
6.2.1.2 Startseite/Newsfeed 311
6.2.2 Bewegung im Social Space 315
6.3 Lokalisierungen 318
7 Ausgang 323
8 Literaturverzeichnis 333