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Franz Kafka: ‚Beschreibung eines Kampfes‘ und ‚Betrachtung‘

Frühwerk – Freiheit – Literatur

Krings, Marcel

Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Bd. 386

2018

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Mit dieser Studie zu Kafkas Frühwerk liegt die erste Gesamtanalyse des Zyklus ‚Betrachtung‘ (1912) vor. Ausgehend von der ‚Beschreibung eines Kampfes‘, aus der mehrere Passagen in die ‚Betrachtung‘ eingingen, erläutert die Monographie die Gründe für Kafkas um 1909/10 einsetzenden Stilwandel zu Objektivität und literarischer Kurzform. Dabei werden beide Werke vor dem Hintergrund der Zentralsujets Freiheit und Schrift gelesen, die sich aus Kafkas Texten und Tagebüchern entwickeln lassen. Sie machen schon das Frühwerk als Reflexion auf den Unwillen zur Selbstbegründung und das Ausbleiben einer ‚reinen‘ Literatur kenntlich. So will die Studie nicht nur die Relevanz hermeneutischer Lektüre aufzeigen, sondern die Genese von Kafkas Literatur vorstellen, die von Anfang an ihre Themen besaß. Damit ist das Buch ebenso als werkhistorische Hinführung zu Kafkas mittlerem Werk zu verstehen wie als Vorwort zur 2017 erschienenen Monographie desselben Verfassers über den ‚Landarzt‘-Zyklus.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel III
Impressum IV
Inhalt 1
1 ‚Beschreibung eines Kampfes‘ und ‚Betrachtung‘. Kafkas ungeliebtes Frühwerk 5
1.1 Einleitung – und zwei Probleme der Kafka-Philologie 5
1.2 Forschungslage ‚Beschreibung eines Kampfes‘ 8
1.3 Forschungslage ‚Betrachtung‘ 15
1.4 Kafkas Themen: Freiheit und Schrift 27
1.5 Parabel und Allegorie 31
2 Freiheit oder Leben. Zum Disput von Geist und Physis in Kafkas ‚Beschreibung eines Kampfes‘ (Fassung A) 37
2.1 Der Erzähler und sein Begleiter 37
2.2 Die Binnenteile 47
2.2.1 Der Dicke oder das Übermaß der Dinge 52
2.2.2 Der Beter oder der Exzess der Reflexion 54
2.3 Literatur und „Erdenschwere“ 62
3 Stilwandel und Kurzprosa. Kafkas ‚Beschreibung eines Kampfes‘ (Fassung B) und der Weg zur ‚Betrachtung‘ 65
4 ‚Betrachtung‘ oder der Widerstreit von Geist und Leben 73
4.1 Kein Kind von Traurigkeit. Zur vermiedenen Freiheit in Kafkas ‚Kinder auf der Landstraße‘ 73
4.2 Verführung zum Tode. Kafkas ‚Entlarvung eines Bauernfängers‘ 85
4.3 ‚Bewegliche Glieder‘. Freiheit und Schrift in Kafkas ‚Der plötzliche Spaziergang‘ 91
4.4 Sein oder Nichtsein? Zur Unentschlossenheit in Kafkas ‚Entschlüsse‘ 99
4.5 „Schlechte Bergsteiger“. Worte, Schrift und Freiheit in Kafkas ‚Ausflug ins Gebirge‘ 105
4.6 Irrtum der Askese. Freiheit und Erkenntnis in Kafkas ‚Unglück des Junggesellen‘ 113
4.7 Kein Fahrstuhl zum Schafott. Erdenkette und Literatur in Kafkas ‚Kaufmann‘ 119
4.8 Der Tod und das Mädchen. Zur Bewältigung des Morbiden in Kafkas ‚Zerstreutem Hinausschaun‘ 131
4.9 Der Zyklus der Reflexion. Zum Unbehagen in Kafkas ‚Der Nachhauseweg‘ 137
4.10 Verantwortungslos. Zur passageren Krise der Freiheit in Kafkas ‚Die Vorüberlaufenden‘ 143
4.11 Das Faszinosum der Physis. Körper, Staunen und Unsicherheit in Kafkas ‚Fahrgast‘ 149
4.12 Maskenanzüge. Textura und Dichtung in Kafkas ‚Kleider‘ 155
4.13 Apotropäische Literatur. Zur Verdrängung der Freiheit in Kafkas ‚Abweisung‘ 161
4.14 Dabeisein ist nichts. Zur Verächtlichkeit des Wettrennens in Kafkas ‚Zum Nachdenken für Herrenreiter‘ 167
4.15 Zurück zur Natur. Empirie und Verächtlichkeit in Kafkas ‚Gassenfenster‘ 177
4.16 Indien oder Amerika. Die „leere, fröhliche Fahrt“ in Kafkas ‚Wunsch, Indianer zu werden‘ 183
4.17 „Erdenschwere“ und Freiheit. Gleichnis und Paradox in Kafkas ‚Die Bäume‘ 189
4.18 Der Schlaf der Vernunft. Zum Selbstopfer des Geistes in Kafkas ‚Unglücklichsein‘ 197
5 Nachwort: Die Genese eines Denkens 209
Backcover 221