
BUCH
Jenseitserzählungen in der Gegenwartsliteratur
Herausgeber: Stauffer, Isabelle
Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Bd. 387
2018
Zusätzliche Informationen
Bibliografische Daten
Abstract
In der Literatur der Gegenwart erlebt das Jenseits ein Comeback: Jenseitsfahrten und Begegnungen mit Toten bilden einen erstaunlich häufig anzutreffenden Stoff der neueren Erzählliteratur. Dabei stellt das Jenseits für die Literatur des 21. Jahrhunderts eine besondere Herausforderung dar: Es geht darum, etwas Nicht-Wirkliches, Nicht-Erforschbares in ein säkularisiertes Umfeld einzubringen und einen produktiven Umgang mit der bildmächtigen Erzähltradition zu finden, die von Texten der Antike über die Bibel bis zu Dantes ‚Divina Commedia‘ reicht. Gerade die transformativen und grenzauflösenden Elemente von Jenseitserzählungen erweisen sich für die postsäkulare Gesellschaft als attraktiv. Der Band versammelt Beiträge zu Jenseitserzählungen von Harold Pinter, Sibylle Lewitscharoff, Michel Houellebecq, Herta Müller, Michael Köhlmeier, Urs Widmer und anderen mehr.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
---|---|---|---|
Cover | Cover | ||
Titel | 3 | ||
Impressum | 4 | ||
Inhaltsverzeichnis | 5 | ||
Einleitung | 9 | ||
ISABELLE STAUFFER: Jenseitserzählungen in der Gegenwartsliteratur. Eine Einführung | 9 | ||
I Den Tod erzählen | 47 | ||
JAN ALBER: Postmoderne Stimmen aus dem Jenseits | 47 | ||
SILKE HORSTKOTTE: Der Tod des Erzählers. Thomas Hettches „Nox“, Thomas Lehrs „Frühling“ und Georg Kleins „Roman unserer Kindheit“ | 61 | ||
RUTH NEUBAUER-PETZOLDT: „[A]uch um das Schweigen zu rühmen, musste man eine Stimme haben.“ Erfahrungen des Unaussprechlichen in der Gegenwartsliteratur am Beispiel ausgewählter Werke von Josef Winkler und Michael Köhlmeier | 99 | ||
EVA RÖSCH: „die fesselnde Kraft der Schwere [hat] keine Gewalt […] über den Geist eines freien Menschen“ – Daniel Kehlmanns Jenseitserzählung „Der fernste Ort“ | 121 | ||
II Auf der Suche nach der letzten Heimat | 145 | ||
ANNA KATHARINA NEUFELD: Afterlife oder Erlösung? Reiseschilderung und Sterben in Lionel Shrivers „So Much For That“ | 145 | ||
TIM WEBER: „Auf Matrosen ohé“. Zum Motivkomplex Heimweh-Heimkehr-Jenseits in Herta Müllers „Atemschaukel“ | 161 | ||
CARSTEN RAST: Degeneration und literarische Entschleunigung in Arno Geigers „Der alte König in seinem Exil“ | 185 | ||
III Glauben und Erlösung im Erzählen | 211 | ||
YVONNE NILGES: Credit quia absurdum: Zu Martin Walsers Novelle „Mein Jenseits“ | 211 | ||
ISABELLE STAUFFER: Antik und biblisch inspirierte Jenseitsräume bei Sibylle Lewitscharoff, Urs Widmer und Michel Houellebecq | 235 | ||
PAUL WHITEHEAD: Das Jenseits als raumzeitliche Kategorie in W.G. Sebalds „Austerlitz“ | 259 | ||
IV Literatur und Kunst als Jenseits | 277 | ||
STEFAN NEUHAUS: Die Sekunde vor dem Tod. Erzählungen des Übergangs | 277 | ||
NORBERT OTTO EKE: „Die Toten zu erlösen/Bin ich unterwegs im Schnee/Gestöber der deutschen Sprache“. Werner Fritschs Grenzgänge | 305 | ||
ELEONORA GRAPPI: Gemälde und Jenseits in Monika Marons Roman „Zwischenspiel“ | 327 | ||
JOHANNA ZEISBERG: Zitate, die „aus dem Herzen“ kommen – Jenseitspoetologie in Michael Köhlmeiers Odysseeadaption „Kalypso“ | 349 | ||
Beiträgerinnen und Beiträger | 369 | ||
Backcover | 374 |