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Die verlorene Generation

Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg in der deutschsprachigen Literatur

Deupmann, Christoph

Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Bd. 399

2020

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Die Heimkehr aus einem Gewaltraum wie dem Krieg ist eine Schwellensituation, die den sprachlichen Austausch mit den Daheimgebliebenen ebenso notwendig wie schwierig macht. Das betraf nicht zuletzt die jungen Kriegsteilnehmer am Ersten Weltkrieg, deren Zweifel, nach ihren grundstürzenden Erfahrungen je wieder heimisch werden zu können, sich in der Selbstdeutung als ‚verlorene Generation’ verdichtet hat. Was der Krieg aus ihnen gemacht hatte und ob, oder wie, ihre Erfahrungen kommuniziert werden konnten, haben nicht zuletzt literarische Texte zu beantworten versucht. Vor dem Hintergrund einer breiten historisch-literarischen Problemsichtung wird untersucht, welche Auskünfte Texte von Bertolt Brecht, Ernst Toller, Joseph Roth, Jakob Wassermann, Erich Maria Remarque, Ödön von Horváth, Alfred Döblin sowie weniger bekannter Autoren auf solche Fragen geben.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Umschlag Umschlag
Titel III
Impressum IV
Inhalt 3
Schwierige Heimkehr 5
Erster Teil - Stationen und Passagen 63
1 Kriegsenden 65
2 Heimat Front 79
3 Heimaturlaub 91
4 Der Weg zurück 101
5 Befremdende Heimat 111
Zweiter Teil - Heimkehrversuche 125
1 „Es war einmal ein Mann“ Bertolt Brechts ‚Trommeln in der Nacht‘ und Ernst Tollers ‚Hinkemann‘ 127
2 „So überflüssig wie er war niemand in der Welt“ Joseph Roths ‚Die Rebellion‘ 151
3 „ob man noch in eure Welt hineingehört“ Jakob Wassermanns ‚Faber oder Die verlorenen Jahre‘ 189
4 „Du lebst noch unter den Männern“ Hans Sochaczewers ‚Menschen nach dem Kriege‘ 207
5 „daß man zu Ende erleben muß, was man hinter sich bringen will“ Eberhard Wolfgang Möllers ‚Douaumont oder Die Heimkehr des Soldaten Odysseus‘ 229
6 „Wohin wir fuhren, wußten wir nicht“ Ludwig Renns ‚Nachkrieg‘ 243
7 „Unsere Generation ist verloren“ Erich Maria Remarques ‚Der Weg zurück‘ 259
8 „wie Bergleute aus einem eingestürzten Schacht“ Erich Maria Remarques ‚Drei Kameraden‘ 307
9 „Ich möchte schlafen und sonst nichts“ Ödön von Horváths ‚Don Juan kommt aus dem Krieg‘ 325
10 „Daß Krieg gewesen ist, ist nicht zu Ende“ Alfred Döblins ‚November 1918‘ 337
Schluss 371
Bibliografie 377
Rückumschlag Rückumschlag