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Auch ein Versuch über die mannigfache Bedeutung des Seienden

Überlegungen zur Rekonstruktion der aristotelischen Prinzipienlehre

Wang, Dashuai

Beiträge zur Philosophie, Neue Folge

2022

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Spätestens seit Franz Brentanos berühmter Schrift ‚Von der mannigfachen Bedeutung des Seienden nach Aristoteles‘ ist die Frage nach dem Sein aus der modernen Aristoteles-Forschung nicht mehr wegzudenken. Klar ist, dass das Sein nach Aristoteles in vier Bedeutungen ausgesagt wird: Das Seiende werde ausgesagt entweder (1) als akzidentell oder (2) als an sich seiend, und dies disjunktiv ausdifferenziert nach den zehn Formen der Aussage, (3) entweder im Sinn (3a) dem Vermögen nach oder (3b) der Wirklichkeit nach seiend, (4) als wahr seiend. Aber warum will Aristoteles die Bedeutungen des Seienden in der ‚Metaphysik‘ – wo es sich um die erste Philosophie bzw. die Weisheit handelt – überhaupt ausdifferenzieren? Wie steht die Unterscheidung der Bedeutungen des Seienden im Zusammenhang mit dem Projekt der ersten Philosophie, die sich als die Wissenschaft von den Prinzipien des Seienden erweisen sollte? Die vorliegende Arbeit unterzieht diese Fragen einer gründlichen Analyse.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Umschlag Umschlag
Titel 3
Impressum 4
Inhaltsverzeichnis 5
Danksagung 7
Vorwort 9
Einleitung 21
0.1 Die Philosophie in der Antike: περὶ αρχῶν 21
0.2 Die mannigfache Bedeutung des Seienden bei Aristoteles: ein καθόλου-Problem der aristotelischen Metaphysik und die Lösungsskizze 26
0.3 Der Forschungsstand, die Methode und das Ziel der Untersuchung 50
Teil I - Die Suche nach den Prinzipien bei den Seienden in der Bedeutung der Formen der Aussage 61
1 Die οὐσία als der eigentliche Gegenstand der Untersuchung über die Prinzipien 62
1.1 Die οὐσία als der Gegenstand, dessen Ursache und Prinzip gesucht werden 62
1.2 Die gesuchte Ursache und das gesuchte Prinzip sind selbst auch οὐσία 68
2 Der Verlust der Materie 77
2.1 Die Suche nach den Prinzipien in Richtung auf die Materie bringt nichts 77
2.2 Die aristotelische Materie als Stoffursache 81
3 Die Inhärenz der Form 85
3.1 Die Inhärenz der Form beim Sein einer Sache 86
3.2 Die Inhärenz der Form beim Werden einer Sache 108
4 Die Teile des λόγος 116
4.1 Die Teile der auf physische Weise gebildeten Formel 117
4.2 Die Teile der auf logische Weise gebildeten Formel 128
5 Die Definition und ihre Einheit 143
5.1 Die Aporie und der neue Anfang 144
5.2 Der Weg zur wissenschaftlichen Definition 146
Übergang (zum nächsten Schritt) 151
Teil II - Die Suche nach den Prinzipien bei den Seienden in der Bedeutung der Möglichkeit nach bzw. der Wirklichkeit nach 157
6 Die ΔΥΝΑΜΕΙΣ 159
6.1 Die Zuordnung der δυνάμεις 159
6.2 Die δυνάμεις sind keine hinreichenden Prinzipien 164
6.3 Die δυνάμεις spielen keine Rolle der Prinzipien im strengen Sinn 168
7 Die Einführung der ἐνέργεια und ihre Bedeutungen 173
7.1 Die Einführung der ἐνέργεια 173
7.2 Die Bedeutungen der ἐνέργεια 179
8 Die Priorität der ἐνέργεια 197
9 Das Seiende in der Bedeutung „wahr“ und das Nicht-Seiende in der Bedeutung von „falsch“ 213
Teil III - Das Prinzip und seine Kausalität 223
10 Der richtige Weg zum Prinzip 223
11 Auf welche Weise wirkt das höchste Prinzip? 235
11.1 Das höchste Prinzip als der νοῦς und der Gott 238
11.2 Das höchste Prinzip als ὀρεκτόν und das Beste 256
Schluss Die erste Philosophie als die Metaphysik des Guten? 265
Abkürzungsverzeichnis 281
Literaturverzeichnis 283
Rückumschlag Rückumschlag