
BUCH
Ovids ‚Fasti‘ und das kulturelle Wissen des römischen Kalenders
Bibliothek der klassischen Altertumswissenschaften, Neue Folge, 2. Reihe, Bd. 164
2022
Zusätzliche Informationen
Bibliografische Daten
Abstract
Im vorliegenden Buch wird das kulturelle Wissen des römischen Kalenders untersucht, wie es Ovid in den ‚Fasti‘ darstellt und selbst mitgestaltet. Die Studie geht von der These aus, dass das Gedicht sich in einem gemeinsamen Wissensdiskurs mit einer Reihe von poetischen wie auch historiographischen und antiquarischen Prosatexten befindet, was u. a. durch die zentrale, diesen Texten gemeinsame Gedankenfigur der Aitiologie oder Ursprungserklärung deutlich wird. Die Art und Weise dieses Zusammentreffens von Wissen und Literatur wird am Kernthema der ‚Fasti‘ dargestellt: der Geschichte der Kalenderkonstitution und der aitiologischen Erklärung der Gestalt, Ordnung und Namen des römischen Jahres. Die Studie stellt einen Beitrag zu einer literarischen Wissensgeschichte der römischen Literatur dar, ist also eine über historische Darstellungen der faktischen Ereignisse und Reformen des Kalenders hinausgehende Interpretation der poetischen Verarbeitung sozialer Zeitverhandlung in Rom.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
---|---|---|---|
Cover | Cover | ||
Titelei | 1 | ||
Impressum | 4 | ||
Danksagung | 5 | ||
Inhaltsverzeichnis | 7 | ||
1 Einleitung: Das Wissen der Fasti | 9 | ||
2 Literarische Wissensgeschichte und römischeKalenderdichtung | 25 | ||
2.1 Literatur und Wissen: Zugänge zu den Fasti | 25 | ||
2.2 Die antike Tradition poetischer Wissensvermittlung | 33 | ||
2.3 Dichtergelehrsamkeit und Antiquarismus | 39 | ||
2.4 Das Wissen des Kalenders | 49 | ||
3 Poetische Entwürfe des Jahres | 59 | ||
3.1 Die Fasti im antiquarischen Diskurs zum Kalender | 59 | ||
3.1.1 Kalenderarchegeten | 59 | ||
3.1.2 Caesars Reform und das Narrativ der Kalenderkorrektur | 67 | ||
3.1.3 Die ratio des Romulus | 72 | ||
3.1.4 Die Zeichen des März | 79 | ||
3.1.5 Die Namen der Monate und ihre paarweise Anordnung | 82 | ||
3.2 annus, qui melius per ver incipiendus erat | 90 | ||
3.2.1 Zum Jahresbeginn I: Die Poetik didaktischer Anfänge | 91 | ||
3.2.2 Zum Jahresbeginn II: Janus und die bruma | 104 | ||
3.2.3 Das Jahr an der Schwelle: Janus und der Kalender | 122 | ||
3.2.3.1 Janus als Gott der Anfänge und der Türen | 124 | ||
3.2.3.2 Janus und die Zeit | 131 | ||
3.2.3.3 Janus und die Monate | 134 | ||
3.2.3.4 Janus und der Kalender | 137 | ||
3.2.4 Die Öffnung des Jahres | 143 | ||
3.2.4.1 Epische Eröffner: Surrogate des Anfangs | 144 | ||
3.2.4.2 Mars’ Prinzipat des Jahres | 151 | ||
3.2.4.3 Venus und die verwehrte Öffnung des April | 160 | ||
3.2.5 Terminus: Grenzstein in Raum und Zeit | 169 | ||
4 Die Fasti als augusteisches Kulturbuch | 187 | ||
4.1 Die Form des Janus | 187 | ||
4.2 Poetik und Gesellschaft: Zur Semantisierung der Gattungen | 197 | ||
4.3 Elegische Axiologie: Die Herausbildung der kodierten Form | 202 | ||
4.4 Die Form der Fasti | 214 | ||
4.5 Die römische Kultur der Differenz | 230 | ||
5 Schluss | 259 | ||
Bibliographie | 261 | ||
Indizes | 277 |