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Brentano in Wien

Clemens Brentano, die Poesie und die Zeitgeschichte 1813/14

Pravida, Dietmar

Frankfurter Beiträge zur Germanistik, Bd. 52

2013

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Clemens Brentanos Wiener Aufenthalt 1813/14 steht unter dem Zeichen des Zusammenstoßes einer autonom verfahrenden Poesie mit der Situation einer Großstadt in der Zeit der Befreiungskriege. Die Problematik, die die unter diesen Bedingungen entstandenen Dramen, Gedichte und Prosatexte aufgeben, wurde schon von Zeitgenossen auf den Begriff des Monströsen gebracht. Die Frage nach der Eigenart dieser Werke sowie nach den widerstreitenden poetologischen, politischen und historischen Tendenzen, die sie hervorbrachten, leitet die Untersuchung, die allen Aspekten von Brentanos Aufenthalt in Wien nachgeht. Besprochen werden sämtliche Wiener Dramen Brentanos sowie die lyrischen und theaterkritischen Arbeiten aus dieser Zeit. Im Zentrum steht das Drama „Viktoria und ihre Geschwister“, das in seiner komplexen Textgenese die verschiedenen Stationen der Anpassung, der Selbstbehauptung sowie der Reflexion über die Unvereinbarkeit von Poesie und Geschichte im Detail nachvollziehen lässt.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Inhaltsverzeichnis 5
Vorbemerkung 7
1 Brentanos Laufbahn als Schriftsteller 15
2 Der böhmische Aufenthalt 1811–1813 43
3 Wiener Bekanntschaften und Gesellschaftskreise 59
Zur Genealogie falscher Behauptungen: ein exemplarischer Fall 59
Die Ankunft eines norddeutschen Schriftstellers in Wien 62
Die Kreise um Adam Müller und Friedrich Schlegel 69
Wiener Beamte und Diplomaten 75
Wiener Salons 79
Beethoven und Carl Bernard 87
Wiener Literatenkreise 96
4 Die Überlieferung der Wiener Werke 107
Handschriften und Drucke 108
Veröffentlichungen in Zeitschriften 114
5 Österreichische Kriegsdichtung in preußischem Kontext 125
Tiroler Wetter und Barometter 127
„Es ist ein Schnitter…“ 134
Österreichs Adlergejauchze und Wappengruß 136
Rheinübergang Kriegsrundgesang 145
Panegyrische Gedichte 149
Verwienerungen von Arnims Werken 150
Klage- und Siegsgeschrei der Elbnymphe / Die deutschen Flüsse 153
Östreichs Muth, Sieg und Hofnung 167
Notizen zu Dramen 178
Moreaus Tod 178
6 „ein immer währendes Siegsfest“: Victoria 193
Entstehungsumstände 193
Chronologie der Entstehung 196
Erste Notizen und Lieder 200
Die erste Fassung 206
Die Entwürfe zur Pálffy-Fassung 211
Das Victoria-Drama im Kontext des Wiener Theaters 213
Gattungsfragen 221
Die Buchfassung von 1817 und ihr zeitgeschichtlicher Kontext 227
Die Widmungsgedichte und der Text der Buchfassung 236
Allegorien der Selbstopferung und des Sieges 240
Der Widerruf der Ringparabel 246
Familie, Vaterland und Heldentum 249
Die komische Nebenhandlung 253
Metapolitischer Patriotismus 256
7 Bemühungen um das Hofburgtheater 269
Dichter und Skribenten 269
Bemühungen um die Stelle eines Theaterdichters 271
Theaterkritiken im Dramaturgischen Beobachter 279
Die Aufführung von Valeria oder Vaterlist 289
Verzweigungen der Arnim-Itzig-Affäre 305
8 Abschied von Wien 309
Anhang 317
I Clemens Brentano, Lissabonne 317
II Briefe über und an Clemens Brentano 318
III Gedichte in unbekannten Fassungen 323
IV Besprechungen zu "Valeria oder Vaterlist" 337
V Rezensionen von "Viktoria und ihre Geschwister" 344
VI Handschriften der Werke 1813–1816 347
VII Übersicht der Papiersorten 1813–1816 355
VIII Zu den Briefen Brentanos 1813–1817 359
IX Brentano und das Wiener Volkstheater 374
Literaturverzeichnis 379
Register 411