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Der historische Roman seit der Postmoderne

Umberto Eco und die deutsche Literatur

Schilling, Erik

Germanisch-Romanische Monatsschrift. Beihefte, Bd. 49

2012

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Bibliografische Daten

Abstract

Der historische Roman ist seit den 1980er Jahren zentral für die literarische Ausgestaltung von postmodernem Gedankengut. Die Impulse, die Umberto Eco für die Gattung liefert, sind dabei maßgeblich für die deutsche Literatur. Die vorliegende Arbeit untersucht diesen Zusammenhang erstmalig in detaillierten Textanalysen. Sie berücksichtigt die theoretischen und literarischen Schriften Ecos und repräsentative deutschsprachige Autoren, die literatur- und geschichtstheoretische Diskurse der Postmoderne aufgreifen, reflektieren und in der literarischen Praxis weiterentwickeln: Ulrike Draesner, Daniel Kehlmann, Helmut Krausser, Adolf Muschg, Sten Nadolny, Christoph Ransmayr und Patrick Süskind. So ergibt sich eine Geschichte des historischen Romans seit der Postmoderne, die zudem zeigen kann, wie das postmoderne Paradigma in jüngster Zeit abgelöst wird.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Inhaltsverzeichnis 5
Dank 7
1 EINLEITUNG: GESCHICHTE WI(E)DER ERZÄHLEN 9
1.1 Problemstellung 11
1.2 Gliederung und Textauswahl 12
1.3 Begriffe, Forschungsfeld und Methodik 16
1.4 Forschungssituation 19
1.5 Thesen 22
2 HISTORISCHER ROMAN UND POSTMODERNE 23
2.1 Das Spannungsfeld von Literatur- und Geschichtstheorie 25
2.2 Gattungsgeschichte des historischen Romans 33
2.3 Exkurs: Einige Bemerkungen zur Postmoderne 38
2.4 Theoretische Grundlagen zum historischen Roman in der Postmoderne 50
2.5 Die theoretischen Schriften Umberto Ecos 59
2.6 Zusammenfassung 70
3 DER HISTORISCHE ROMAN IN DER POSTMODERNE 73
3.1 Das Paradigma. Umberto Eco: Der Name der Rose 73
3.2 Auf der Suche nach dem Autor. Christoph Ransmayr: Die letzte Welt 104
3.3 Zeit und Historie. Sten Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit 125
3.4 Das postmoderne Genie. Patrick Süskind: Das Parfum 132
3.5 Zusammenfassung 140
4 DER HISTORISCHE ROMAN ALS REFLEXIONS-RAUM DER POSTMODERNE 143
4.1 Kabbala und Liebe. Umberto Eco: Das Foucaultsche Pendel 143
4.2 Mythos und Macht. Helmut Krausser: Melodien 159
4.3 Literaturwissenschaft als Roman. Adolf Muschg: Der Rote Ritter 182
4.4 Diskursräume des Barock. Umberto Eco: Die Insel des vorigen Tages 194
4.5 Zusammenfassung 214
5 DER HISTORISCHE ROMAN DER GEGENWART 217
5.1 Die Rückkehr des Erzählers. Umberto Eco: Baudolino 217
5.2 Episodische Satire. Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt 237
5.3 Erlebte Historie. Ulrike Draesner: Spiele 256
5.4 Erzählte Historie. Helmut Krausser: Eros 267
5.5 Zusammenfassung 275
6 FAZIT UND AUSBLICK 277
6.1 Der historische Roman als die Gattung der Postmoderne 277
6.2 Der historische Roman nach der Postmoderne 285
6.3 Die gesellschaftliche Bedeutung des historischen Romans 290
6.4 Von der Postmoderne zur (Re-)Konstruktion des Subjekts 292
7 LITERATURANGABEN 299
7.1 Primärliteratur 299
7.2 Sekundärliteratur 301