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Sprachräume und Sprachgrenzen im Untersuchungsgebiet des Sprachatlas von Mittelfranken

Traditionelle Dialektgeographie – Wahrnehmungsdialektologie – Dialektometrie

Mathussek, Andrea

OraLingua, Bd. 7

2023

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Mit der Wahrnehmungsdialektologie und der Dialektometrie haben sich in den letzten Jahren zwei wichtige neue Methodenkomplexe etabliert, mit deren Hilfe neue Wege bei der Gliederung von Sprachräumen eingeschlagen werden können. Nach einer umfassenden Analyse traditioneller dialektgeographischer Methoden und der Auswertung älterer Einteilungen wird in diesem Buch eine Sprachraumgliederung des Untersuchungsgebietes Mittelfranken vorgelegt, die Methoden aus allen drei Bereichen berücksichtigt: der traditionellen Dialektgeographie, der Wahrnehmungsdialektologie und der Dialektometrie. Die Datengrundlage hierfür stammt aus den Erhebungen des Projekts ‚Sprachatlas von Mittelfranken‘, in dessen Rahmen in 167 Orten in Mittelfranken jeweils ein über 2000 Fragen umfassendes Fragebuch abgefragt wurde. Der Vergleich der drei Herangehensweisen und ihrer Ergebnisse erlaubt am Ende nicht nur eine fundierte sprachräumliche Gliederung des Untersuchungsgebietes, sondern liefert auch Erkenntnisse über die Charakteristika und die Vor- und Nachteile der Methoden.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover Cover
Titelei I
Impressum IV
Inhalt V
Abbildungsverzeichnis XI
Abkürzungsverzeichnis XV
Dank XVII
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Theoretische Vorüberlegungen 3
1.2.1 Dialekt als Kontinuum im Raum? 3
1.2.2 Sprachraum und Sprachgrenze 5
1.2.3 Subjektivität und Objektivität bei der Sprachraumeinteilung 6
1.3 Beschreibung der Vorgehensweise 7
2 Traditionelle Dialektgeographie 11
2.1 Traditionelle Dialektraumeinteilungen im historischen Überblick 13
2.1.1 Historische Stationen bei der großräumigen Einteilung der deutschen Dialekte 13
2.1.1.1 Johann Andreas Schmeller und seine direkt erhobene Datenbasis 13
2.1.1.2 Karl Bernhardi und die erste großräumige Einteilungskartedeutscher Dialekte 14
2.1.1.3 Otto Behaghel, Otto Bremer und die Stammeshypothese 15
2.1.1.4 Georg Wenker, der erste deutsche Sprachatlas und die Marburger Schule 17
2.1.1.5 Peter Wiesinger und die strukturelle Gliederung der deutschen Dialekte 20
2.1.1.6 Überblick 21
2.1.2 Ältere dialektgeographische Arbeiten auf dem USG des SMF 22
2.1.2.1 Hugo Steger (1968) 24
2.1.2.2 Jutta Schödel (1967) 26
2.1.2.3 Theodor Diegritz (1971) 28
2.1.2.4 Hans Kaußler (1962) 30
2.1.2.5 Heinrich Hain (1936) 31
2.1.2.6 Die „Erlanger Zulassungsarbeiten“ 32
2.1.2.7 Johannes Bauer (1997) 35
2.1.2.8 Karl Bohnenberger (1953) 36
2.1.2.9 Adolf Gütter (1971) 37
2.1.2.10 Zusammenfassung und vergleichende Gegenüberstellung 38
2.1.3 Quantitative und qualitative Vorgehensweise bei der traditionellenDialekteinteilung 40
2.2 Methodische Probleme traditioneller Dialektraumeinteilungen 41
2.2.1 Die Auswahl von sprachlichen Charakteristika 42
2.2.2 Die Frage des Abstraktionsgrades 47
2.2.3 Die Frage der Gewichtung von Isoglossen 50
2.2.4 Der Umgang mit Übergangsgebieten 53
2.2.4.1 Fall 1a 54
2.2.4.2 Fall 1b 55
2.2.4.3 Fall 2 57
2.2.5 Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der kartographischen Darstellung 58
2.2.5.1 Kombinationskarten: Isoglossen-Kombinationskarte und Wabenkarte 59
2.2.5.2 Sprachraumkarten 63
2.2.6 Zusammenfassung 69
2.3 Vorschlag für eine traditionelle Dialektraumeinteilung Mittelfrankens auf Basisder SMF-Daten 70
2.3.1 Dialektraumeinteilung auf Basis der Normalentwicklung imStammsilbenvokalismus 71
2.3.1.1 Quantitative oder qualitative Methode 71
2.3.1.2 Datenauswahl 71
2.3.1.3 Einheitliche Abstraktionskriterien 76
2.3.1.4 Erstellung von Einzelwortkarten 77
2.3.1.5 Erstellung einer Isoglossen-Kombinationskarte 77
2.3.1.6 Erstellung einer Waben-Kombinationskarte 79
2.3.1.7 Wabenkarten mit variierender Staffelung der Kantenbreite 81
2.3.1.8 Vorschlag zur Gliederung der Dialekte Mittelfrankens auf Basis desStammsilbenvokalismus 83
2.3.2 Einbeziehung des Nebensilbenvokalismus und des Konsonantismus 96
2.3.2.1 Besonderheiten bei der Betrachtung der Konsonanten 96
2.3.2.2 Datenauswahl 97
2.3.2.3 Erstellung einer Sprachraum-Isoglossenkarte auf Basis des Konsonantismus 101
2.3.2.4 Waben-Kombinationskarten zum Konsonantismus der DialekteMittelfrankens 102
2.3.3 Vergleich und Zusammenführung der Ergebnisse zur Phonologie 106
2.3.3.1 Gesamt-Isoglossen-Kombinationskarte statt Kombination derSprachraum-Karten 106
2.3.3.2 Waben-Kombinationskarten zur Phonologie insgesamt 108
2.3.3.3 Vorschlag zur Gliederung der Dialekte Mittelfrankens auf Basis desKonsonantismus und des Vokalismus 111
2.3.3.4 Beschreibung der einzelnen Sprachgebiete 112
2.3.3.5 Zusammenfassung 124
2.4 Vergleichende Gegenüberstellung älterer Darstellungen und neuer Auswertung 125
2.4.1 Überblick und kartographischer Vergleich 125
2.4.2 Vergleich einzelner Areale und Grenzabschnitte 128
2.4.3 Zusammenfassung 137
3 Die wahrnehmungsdialektologische Herangehensweise 139
3.1 Einleitendes 139
3.1.1 Regionalsprachliches Laienwissen als mentale Raumkon 139
3.1.2 Gegenstand und Methoden der Wahrnehmungsdialektologie sowie Einordnungder eigenen Vorgehensweise 141
3.1.3 Kurzer Überblick über die Geschichte der Wahrnehmungsdialektologie 143
3.2 Analyse der subjektiven SMF-Daten 147
3.2.1 Beschaffenheit und Aufbereitung des Datenmaterials 147
3.2.2 Begründungen der Sprecher für sprachliche Unterschiede oderGemeinsamkeiten 150
3.2.3 Sprachliche Abgrenzungskriterien der Sprecher 152
3.2.3.1 Klassifizierung der genannten sprachlichen Kriterien216 152
3.2.3.2 Subjektiv wahrgenommene und objektive Sprachmerkmale 156
3.2.3.3 AO-Belege 158
3.2.4 Kartierung subjektiver Sprachdaten 159
3.2.4.1 Vorüberlegungen 159
3.2.4.2 Sprachliche Gleichheit und Ähnlichkeit in der Wahrnehmung der Sprecher(sim) 162
3.2.4.3 Sprachliche Verschiedenheit in der Wahrnehmung der Sprecher (Dif) 180
3.2.4.4 Fazit: Ergebnisse und Probleme bei der Kartierung der subjektivenSprachdaten 183
3.3 Perceptional areas und objektiv-traditionelle Sprachräume 184
3.3.1 Objektive und subjektive Sprachgrenzen in älteren Untersuchungen 184
3.3.2 Eigene Vorgehensweise und Überblick 186
3.3.3 Einzelne perceptional areas und die entsprechenden PHO-Gebieteim Vergleich 188
3.3.3.1 Gebiet pa1 188
3.3.3.2 Gebiete pa2 und pa3 189
3.3.3.3 Gebiet pa4 189
3.3.3.4 Gebiet pa5 190
3.3.3.5 Gebiet pa6 192
3.3.3.6 Gebiet pa7 194
3.3.3.7 Gebiet pa8 195
3.3.4 Zusammenfassung: Objektive und subjektive Sprachdaten 196
3.3.5 Vorschläge zur Optimierung der Erhebungsmethode 197
4 Statistisch-dialektometrische Verfahren derSprachraumeinteilung 201
4.1 Überblick über die Geschichte der Dialektometrie 201
4.2 Vorteile und Möglichkeiten computergestützter Verfahren: die Webanwendung„GABMAP“ 202
4.3 Anwendung dialektometrischer Verfahren auf die Daten des SMF 204
4.3.1 Zur Vorgehensweise 204
4.3.2 Messung sprachlicher Verschiedenheit 204
4.3.3 Datendichte 207
4.3.4 Differenz-Karten 209
4.3.5 Referenzpunkt-Karten 210
4.3.6 Multidimensionale Skalierung 212
4.3.7 Clusteranalyse 213
4.3.8 Exploratorengrenzen 215
4.4 Anwendung dialektometrischer Verfahren auf vereinfachte SMF-Daten 218
4.4.1 Vorgehensweise 218
4.4.2 Clusteranalyse II 218
4.4.2.1 Clusterkarten und Dendrogramme 218
4.4.2.2 Cluster-Determinanten 222
4.4.2.3 Zusammenfassung 228
4.4.3 Differenzkarten II 228
4.4.4 Referenzpunktkarten II 230
4.4.5 Cluster-Validierung 233
4.4.6 Multidimensionale Skalierung II 236
4.5 Versuch der Zusammenführung der Ergebnisse aus verschiedenen Methoden 237
4.6 Vorläufiges Fazit zur dialektometrischen Methode und einige Anmerkungenzu Exploratorengrenzen 238
4.7 Vergleich dialektometrischer und anderer Einteilungskarten 241
4.7.1 Überblick 241
4.7.2 Abweichende Grenzverläufe bei unterschiedlichen Methoden 244
4.7.2.1 Grenzverläufe im äußersten Nordwesten Mittelfrankens (1) 245
4.7.2.2 Grenzverläufe am Südrand Mittelfrankens (2) 246
4.7.2.3 Die Binnengliederung des Zentrums (3) 247
4.7.2.4 Das Übergangsgebiet im Südosten (4) 248
4.7.3 Zusammenfassung 249
5 Vergleichende Auswertung 251
5.1 Wege der Dialektraumeinteilung 251
5.2 Sprachräume in Mittelfranken 254
5.2.1 Räumlich-sprachliche Einteilung Mittelfrankens 254
5.2.2 Zur Benennung der Sprachgebiete 256
5.2.3 Charakteristische Sprachmerkmale der Dialektgebiete 257
5.2.3.1 Der Mittelfränkische Weststreifen 257
5.2.3.2 Das Mittelfränkische Zentralgebiet 264
5.2.3.3 Der Mittelfränkische Ostteil 268
5.2.4 Überblick und Wortbeispiele 275
5.2.5 Blick über die Grenzen Mittelfrankens 277
5.2.6 Vergleich mit der Konzeptkarte in SMF Band 1 279
5.3 Zusammenfassung 282
Literatur 287
Anhang 297
Backcover 303