
BUCH
Sprachräume und Sprachgrenzen im Untersuchungsgebiet des Sprachatlas von Mittelfranken
Traditionelle Dialektgeographie – Wahrnehmungsdialektologie – Dialektometrie
OraLingua, Bd. 7
2023
Zusätzliche Informationen
Bibliografische Daten
Abstract
Mit der Wahrnehmungsdialektologie und der Dialektometrie haben sich in den letzten Jahren zwei wichtige neue Methodenkomplexe etabliert, mit deren Hilfe neue Wege bei der Gliederung von Sprachräumen eingeschlagen werden können. Nach einer umfassenden Analyse traditioneller dialektgeographischer Methoden und der Auswertung älterer Einteilungen wird in diesem Buch eine Sprachraumgliederung des Untersuchungsgebietes Mittelfranken vorgelegt, die Methoden aus allen drei Bereichen berücksichtigt: der traditionellen Dialektgeographie, der Wahrnehmungsdialektologie und der Dialektometrie. Die Datengrundlage hierfür stammt aus den Erhebungen des Projekts ‚Sprachatlas von Mittelfranken‘, in dessen Rahmen in 167 Orten in Mittelfranken jeweils ein über 2000 Fragen umfassendes Fragebuch abgefragt wurde. Der Vergleich der drei Herangehensweisen und ihrer Ergebnisse erlaubt am Ende nicht nur eine fundierte sprachräumliche Gliederung des Untersuchungsgebietes, sondern liefert auch Erkenntnisse über die Charakteristika und die Vor- und Nachteile der Methoden.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
---|---|---|---|
Cover | Cover | ||
Titelei | I | ||
Impressum | IV | ||
Inhalt | V | ||
Abbildungsverzeichnis | XI | ||
Abkürzungsverzeichnis | XV | ||
Dank | XVII | ||
1 Einleitung | 1 | ||
1.1 Problemstellung und Zielsetzung | 1 | ||
1.2 Theoretische Vorüberlegungen | 3 | ||
1.2.1 Dialekt als Kontinuum im Raum? | 3 | ||
1.2.2 Sprachraum und Sprachgrenze | 5 | ||
1.2.3 Subjektivität und Objektivität bei der Sprachraumeinteilung | 6 | ||
1.3 Beschreibung der Vorgehensweise | 7 | ||
2 Traditionelle Dialektgeographie | 11 | ||
2.1 Traditionelle Dialektraumeinteilungen im historischen Überblick | 13 | ||
2.1.1 Historische Stationen bei der großräumigen Einteilung der deutschen Dialekte | 13 | ||
2.1.1.1 Johann Andreas Schmeller und seine direkt erhobene Datenbasis | 13 | ||
2.1.1.2 Karl Bernhardi und die erste großräumige Einteilungskartedeutscher Dialekte | 14 | ||
2.1.1.3 Otto Behaghel, Otto Bremer und die Stammeshypothese | 15 | ||
2.1.1.4 Georg Wenker, der erste deutsche Sprachatlas und die Marburger Schule | 17 | ||
2.1.1.5 Peter Wiesinger und die strukturelle Gliederung der deutschen Dialekte | 20 | ||
2.1.1.6 Überblick | 21 | ||
2.1.2 Ältere dialektgeographische Arbeiten auf dem USG des SMF | 22 | ||
2.1.2.1 Hugo Steger (1968) | 24 | ||
2.1.2.2 Jutta Schödel (1967) | 26 | ||
2.1.2.3 Theodor Diegritz (1971) | 28 | ||
2.1.2.4 Hans Kaußler (1962) | 30 | ||
2.1.2.5 Heinrich Hain (1936) | 31 | ||
2.1.2.6 Die „Erlanger Zulassungsarbeiten“ | 32 | ||
2.1.2.7 Johannes Bauer (1997) | 35 | ||
2.1.2.8 Karl Bohnenberger (1953) | 36 | ||
2.1.2.9 Adolf Gütter (1971) | 37 | ||
2.1.2.10 Zusammenfassung und vergleichende Gegenüberstellung | 38 | ||
2.1.3 Quantitative und qualitative Vorgehensweise bei der traditionellenDialekteinteilung | 40 | ||
2.2 Methodische Probleme traditioneller Dialektraumeinteilungen | 41 | ||
2.2.1 Die Auswahl von sprachlichen Charakteristika | 42 | ||
2.2.2 Die Frage des Abstraktionsgrades | 47 | ||
2.2.3 Die Frage der Gewichtung von Isoglossen | 50 | ||
2.2.4 Der Umgang mit Übergangsgebieten | 53 | ||
2.2.4.1 Fall 1a | 54 | ||
2.2.4.2 Fall 1b | 55 | ||
2.2.4.3 Fall 2 | 57 | ||
2.2.5 Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der kartographischen Darstellung | 58 | ||
2.2.5.1 Kombinationskarten: Isoglossen-Kombinationskarte und Wabenkarte | 59 | ||
2.2.5.2 Sprachraumkarten | 63 | ||
2.2.6 Zusammenfassung | 69 | ||
2.3 Vorschlag für eine traditionelle Dialektraumeinteilung Mittelfrankens auf Basisder SMF-Daten | 70 | ||
2.3.1 Dialektraumeinteilung auf Basis der Normalentwicklung imStammsilbenvokalismus | 71 | ||
2.3.1.1 Quantitative oder qualitative Methode | 71 | ||
2.3.1.2 Datenauswahl | 71 | ||
2.3.1.3 Einheitliche Abstraktionskriterien | 76 | ||
2.3.1.4 Erstellung von Einzelwortkarten | 77 | ||
2.3.1.5 Erstellung einer Isoglossen-Kombinationskarte | 77 | ||
2.3.1.6 Erstellung einer Waben-Kombinationskarte | 79 | ||
2.3.1.7 Wabenkarten mit variierender Staffelung der Kantenbreite | 81 | ||
2.3.1.8 Vorschlag zur Gliederung der Dialekte Mittelfrankens auf Basis desStammsilbenvokalismus | 83 | ||
2.3.2 Einbeziehung des Nebensilbenvokalismus und des Konsonantismus | 96 | ||
2.3.2.1 Besonderheiten bei der Betrachtung der Konsonanten | 96 | ||
2.3.2.2 Datenauswahl | 97 | ||
2.3.2.3 Erstellung einer Sprachraum-Isoglossenkarte auf Basis des Konsonantismus | 101 | ||
2.3.2.4 Waben-Kombinationskarten zum Konsonantismus der DialekteMittelfrankens | 102 | ||
2.3.3 Vergleich und Zusammenführung der Ergebnisse zur Phonologie | 106 | ||
2.3.3.1 Gesamt-Isoglossen-Kombinationskarte statt Kombination derSprachraum-Karten | 106 | ||
2.3.3.2 Waben-Kombinationskarten zur Phonologie insgesamt | 108 | ||
2.3.3.3 Vorschlag zur Gliederung der Dialekte Mittelfrankens auf Basis desKonsonantismus und des Vokalismus | 111 | ||
2.3.3.4 Beschreibung der einzelnen Sprachgebiete | 112 | ||
2.3.3.5 Zusammenfassung | 124 | ||
2.4 Vergleichende Gegenüberstellung älterer Darstellungen und neuer Auswertung | 125 | ||
2.4.1 Überblick und kartographischer Vergleich | 125 | ||
2.4.2 Vergleich einzelner Areale und Grenzabschnitte | 128 | ||
2.4.3 Zusammenfassung | 137 | ||
3 Die wahrnehmungsdialektologische Herangehensweise | 139 | ||
3.1 Einleitendes | 139 | ||
3.1.1 Regionalsprachliches Laienwissen als mentale Raumkon | 139 | ||
3.1.2 Gegenstand und Methoden der Wahrnehmungsdialektologie sowie Einordnungder eigenen Vorgehensweise | 141 | ||
3.1.3 Kurzer Überblick über die Geschichte der Wahrnehmungsdialektologie | 143 | ||
3.2 Analyse der subjektiven SMF-Daten | 147 | ||
3.2.1 Beschaffenheit und Aufbereitung des Datenmaterials | 147 | ||
3.2.2 Begründungen der Sprecher für sprachliche Unterschiede oderGemeinsamkeiten | 150 | ||
3.2.3 Sprachliche Abgrenzungskriterien der Sprecher | 152 | ||
3.2.3.1 Klassifizierung der genannten sprachlichen Kriterien216 | 152 | ||
3.2.3.2 Subjektiv wahrgenommene und objektive Sprachmerkmale | 156 | ||
3.2.3.3 AO-Belege | 158 | ||
3.2.4 Kartierung subjektiver Sprachdaten | 159 | ||
3.2.4.1 Vorüberlegungen | 159 | ||
3.2.4.2 Sprachliche Gleichheit und Ähnlichkeit in der Wahrnehmung der Sprecher(sim) | 162 | ||
3.2.4.3 Sprachliche Verschiedenheit in der Wahrnehmung der Sprecher (Dif) | 180 | ||
3.2.4.4 Fazit: Ergebnisse und Probleme bei der Kartierung der subjektivenSprachdaten | 183 | ||
3.3 Perceptional areas und objektiv-traditionelle Sprachräume | 184 | ||
3.3.1 Objektive und subjektive Sprachgrenzen in älteren Untersuchungen | 184 | ||
3.3.2 Eigene Vorgehensweise und Überblick | 186 | ||
3.3.3 Einzelne perceptional areas und die entsprechenden PHO-Gebieteim Vergleich | 188 | ||
3.3.3.1 Gebiet pa1 | 188 | ||
3.3.3.2 Gebiete pa2 und pa3 | 189 | ||
3.3.3.3 Gebiet pa4 | 189 | ||
3.3.3.4 Gebiet pa5 | 190 | ||
3.3.3.5 Gebiet pa6 | 192 | ||
3.3.3.6 Gebiet pa7 | 194 | ||
3.3.3.7 Gebiet pa8 | 195 | ||
3.3.4 Zusammenfassung: Objektive und subjektive Sprachdaten | 196 | ||
3.3.5 Vorschläge zur Optimierung der Erhebungsmethode | 197 | ||
4 Statistisch-dialektometrische Verfahren derSprachraumeinteilung | 201 | ||
4.1 Überblick über die Geschichte der Dialektometrie | 201 | ||
4.2 Vorteile und Möglichkeiten computergestützter Verfahren: die Webanwendung„GABMAP“ | 202 | ||
4.3 Anwendung dialektometrischer Verfahren auf die Daten des SMF | 204 | ||
4.3.1 Zur Vorgehensweise | 204 | ||
4.3.2 Messung sprachlicher Verschiedenheit | 204 | ||
4.3.3 Datendichte | 207 | ||
4.3.4 Differenz-Karten | 209 | ||
4.3.5 Referenzpunkt-Karten | 210 | ||
4.3.6 Multidimensionale Skalierung | 212 | ||
4.3.7 Clusteranalyse | 213 | ||
4.3.8 Exploratorengrenzen | 215 | ||
4.4 Anwendung dialektometrischer Verfahren auf vereinfachte SMF-Daten | 218 | ||
4.4.1 Vorgehensweise | 218 | ||
4.4.2 Clusteranalyse II | 218 | ||
4.4.2.1 Clusterkarten und Dendrogramme | 218 | ||
4.4.2.2 Cluster-Determinanten | 222 | ||
4.4.2.3 Zusammenfassung | 228 | ||
4.4.3 Differenzkarten II | 228 | ||
4.4.4 Referenzpunktkarten II | 230 | ||
4.4.5 Cluster-Validierung | 233 | ||
4.4.6 Multidimensionale Skalierung II | 236 | ||
4.5 Versuch der Zusammenführung der Ergebnisse aus verschiedenen Methoden | 237 | ||
4.6 Vorläufiges Fazit zur dialektometrischen Methode und einige Anmerkungenzu Exploratorengrenzen | 238 | ||
4.7 Vergleich dialektometrischer und anderer Einteilungskarten | 241 | ||
4.7.1 Überblick | 241 | ||
4.7.2 Abweichende Grenzverläufe bei unterschiedlichen Methoden | 244 | ||
4.7.2.1 Grenzverläufe im äußersten Nordwesten Mittelfrankens (1) | 245 | ||
4.7.2.2 Grenzverläufe am Südrand Mittelfrankens (2) | 246 | ||
4.7.2.3 Die Binnengliederung des Zentrums (3) | 247 | ||
4.7.2.4 Das Übergangsgebiet im Südosten (4) | 248 | ||
4.7.3 Zusammenfassung | 249 | ||
5 Vergleichende Auswertung | 251 | ||
5.1 Wege der Dialektraumeinteilung | 251 | ||
5.2 Sprachräume in Mittelfranken | 254 | ||
5.2.1 Räumlich-sprachliche Einteilung Mittelfrankens | 254 | ||
5.2.2 Zur Benennung der Sprachgebiete | 256 | ||
5.2.3 Charakteristische Sprachmerkmale der Dialektgebiete | 257 | ||
5.2.3.1 Der Mittelfränkische Weststreifen | 257 | ||
5.2.3.2 Das Mittelfränkische Zentralgebiet | 264 | ||
5.2.3.3 Der Mittelfränkische Ostteil | 268 | ||
5.2.4 Überblick und Wortbeispiele | 275 | ||
5.2.5 Blick über die Grenzen Mittelfrankens | 277 | ||
5.2.6 Vergleich mit der Konzeptkarte in SMF Band 1 | 279 | ||
5.3 Zusammenfassung | 282 | ||
Literatur | 287 | ||
Anhang | 297 | ||
Backcover | 303 |