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Analepsen in der Interaktion

Semantische und sequenzielle Eigenschaften von Topik-Drop im gesprochenen Deutsch

Helmer, Henrike

OraLingua, Bd. 13

2016

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Analepsen mit Topik-Drop sind hochfrequente sprachliche Strukturen in Interaktionen. In dieser Arbeit stehen neben der interaktionslinguistischen Untersuchung der Diskursfunktionen, Bedingungen und Restriktionen von Analepsen diskurssemantische Perspektiven und Fragestellungen im Mittelpunkt, insbesondere die detaillierte Beschreibung der semantischen Relationen zwischen Analepsen und ihrem Präkontext. Die Analepsenresolution muss dabei situiert erklärt werden, da das Verstehen von Analepsen von der kontextuellen Einbettung sowie von grammatischen, semantischen und pragmatischen Merkmalen der Äußerung abhängt. Es wird gezeigt, dass kognitive Zuschreibungen hinsichtlich der Interaktionsbeteiligten auch mit interaktionslinguistischen Methoden möglich sind. Die Studie demonstriert außerdem, dass die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden erkenntnisträchtig ist, um spezifische Verwendungspräferenzen von analeptischen im Vergleich zu anaphorischen Äußerungen herauszuarbeiten.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel III
Impressum IV
Inhalt V
Danksagung IX
1 Einleitung 1
1.1 Gegenstand der Arbeit 1
1.2 Forschungskontext 2
1.3 Aufbau der Arbeit 3
1.4 Methoden und Ziele 6
2 Analepsen: Überblick über den Forschungsstand 9
2.1 Grundprobleme der Ellipsenforschung 9
2.1.1 Grundproblem 1: Abgrenzung und Terminologie 10
2.1.2 Grundproblem 2: Intuition und Repräsentativität der Beispiele 18
2.1.3 Grundproblem 3: semantischer vs. syntaktischer Erklärungsansatz 20
2.2 Topik-Drop und Verberststellung 25
2.3 Anaphernforschung 31
2.3.1 Deixis vs. Anapher 31
2.3.2 Verschiedene Typen von Anaphern und das Verhältnis zuihren Antezedenzien 32
2.3.3 Anaphernresolution in der Computerlinguistik 37
2.3.4 Accessibility Theory 39
2.3.5 Relevance Theory 43
2.4 Fazit, Forschungsdesiderata und Ziele der Untersuchung 46
3 Theoretische und methodische Rahmung 49
3.1 Konversationsanalyse 49
3.2 Interaktionale Linguistik 53
3.3 Die Überwindung des kognitiven Agnostizismus der besprochenen Ansätze 55
3.3.1 Aufzeigehandlungen 57
3.3.2 Valenzgrammatik 60
3.3.3 Semantische und pragmatische Analyse 62
4 Datengrundlage 65
4.1 Erstellung des Untersuchungskorpus 65
4.1.1 FOLK – informelle Alltagskommunikation 65
4.1.2 GIF – institutionelle (Medien-)Kommunikation 67
4.2 Die Erstellung der Kollektion 69
4.3 Datenkodierung 70
5 Analepsen in der Interaktion 73
5.1 Analepsenresolution 75
5.1.1 Direkte und indirekte Analepsen 76
5.1.2 Vorgehen 77
5.1.3 Latenz 90
5.1.4 Formelhafte Analepsen vs. pragmatikalisierte Konstruktionen 95
5.2 Direkte Analepsen 115
5.2.1 Bezug zu Propositionen 116
5.2.2 Bezug zu einem Teil einer Proposition 132
5.2.3 Bezug zu Sprechakten 140
5.2.4 Bezug zu "multi-unit"-Turns 142
5.2.5 Fazit 147
5.3 Indirekte Analepsen 150
5.3.1 Polysemie/Homonymie 150
5.3.2 Metonymie 152
5.3.3 Antonymie 161
5.3.4 Bezug auf komplexe Sachverhaltsdarstellung als Ganzes 163
5.3.5 Fazit 165
6 Leistungen und Grenzen analeptischer Äußerungen 167
6.1 Leistungen und Funktionen analeptischer Äußerungen 167
6.1.1 Informationsstrukturelle Ökonomie bzw. Redundanzvermeidung 168
6.1.2 Umständlichkeit einer potenziellen Explizierung 172
6.1.3 Andere rhetorische Gründe 174
6.1.4 "social action formats", Sequenz- und Themenbeendigung 177
6.2 Grenzen der Analepsenproduktion und -resolution 181
6.2.1 Konkurrierende (und dabei gleichwertige) Antezedenzien 185
6.2.2 Un- oder Missverständlichkeit und hoher Verarbeitungsaufwand 187
6.2.3 Ausbleibende Reaktion 193
6.3 Fazit 195
7 Analeptische und anaphorische Äußerungenim Vergleich 197
7.1 Allgemeiner Vergleich im Korpus 197
7.1.1 Pragmatik und Interaktion 200
7.1.2 Semantik 210
7.1.3 Syntax 214
7.1.4 Prosodie 216
7.2 Mentale Verben 227
7.2.1 "nicht wissen" 228
7.2.2 "nicht glauben" 243
7.3 Fazit 247
8 Theoretische Schlussbetrachtung 251
8.1 Analepsenresolution 251
8.2 Diskursfunktionen und Restriktionen 253
8.3 Verbkomplementierungsmuster 254
8.4 Fazit und Ausblick 255
9 Literatur 257
Anhang 271
I Transkriptionskonventionen 271
II. Übersicht über die untersuchten Gespräche 273
II.1 FOLK 273
II.2 GIF 273