
BUCH
Stadttext und Selbstbild
Berliner Autoren der Postmigration nach 1989
Probleme der Dichtung, Bd. 47
2012
Zusätzliche Informationen
Bibliografische Daten
Abstract
Seit dem Mauerfall ist die Stadt Berlin in einen vielschichtigen Prozess der Identitätsverhandlung involviert. Der Beitrag der jüngeren deutschen Berlinliteratur zur Neuformulierung des Stadttextes ist bereits umfänglich erforscht worden. Bislang wenig beachtet sind jedoch die Werke von Autor(inn)en mit Migrationshintergrund, die nicht nur neue Perspektiven auf den Berliner Stadtdiskurs nach 1989, sondern auch interessante Einblicke in die Veränderung der Stadtliteratur unter Einfluss von Migration und Globalisierung bieten. Ihnen widmet sich die vorliegende Arbeit umfassend, wobei der Fokus der Untersuchung auf der literarischen Darstellung des urbanen Raums in ihrer Wechselwirkung zur Inszenierung individueller und kollektiver Identitätsentwürfe liegt. Aus transdisziplinärer Perspektive werden hierbei verschiedene Ansätze zur Analyse des literarischen Raums erprobt. Der theoretische Bezugsrahmen schöpft aus dem ‚spatial turn’, den ‚postcolonial studies’ sowie Paul Ricoeurs Erzähltheorie. Zu den untersuchten Autoren zählen u.a. Herta Müller, Terézia Mora, Yoko Tawada, Emine Sevgi Özdamar, Wladimir Kaminer und Perikles Monioudis.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
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Inhaltsverzeichnis | 7 | ||
1 Heranführung | 9 | ||
1.1 Einleitung | 9 | ||
1.2 Denkanstöße | 14 | ||
1.3 Das Gerede von der Großstadt: Zum Verhältnis von Stadt und Literatur | 31 | ||
1.4 „Migropolis“ Berlin: Eine (literar-) historische Skizze | 36 | ||
1.5 Nach 1989: Berlin als Ort transkultureller Identitätsverhandlung | 61 | ||
2 Methodenreflexion: Ansätze zur Analyse literarischer Raumdarstellung | 79 | ||
2.1 Der Spatial Turn in Literatur- und Kulturwissenschaft | 79 | ||
2.2 Paul Ricoeurs Mimesis Modell und die Analyse des literarischen Raums | 85 | ||
3 Literarische Kartographien einer neuen Heimat | 91 | ||
3.1 Methodologische Überlegungen: Literarische Karten | 91 | ||
3.2 Carmen-Francesca Bancius Berlin ist mein Paris | 96 | ||
3.3 Yadé Karas Selam Berlin | 104 | ||
3.4 Wladimir Kaminers Berlin | 115 | ||
3.5 Resümee | 128 | ||
4 Berlin, Stadtbilder einer Poetik der Heimatlosigkeit | 133 | ||
4.1 Herta Müllers Reisende auf einem Bein | 133 | ||
4.2 Terézia Moras Alle Tage | 148 | ||
4.3 Resümee | 166 | ||
5 Grenzgänger in Berlin | 169 | ||
5.1 Von Brücken und Grenzen: Raummetaphern in der Migrationsliteratur | 169 | ||
5.2 Grenzerfahrungen in Carlos Cerdas Santiago – Berlin, einfach | 175 | ||
5.3 Poetik des Grenzgängertums bei Emine Sevgi Özdamar | 179 | ||
6 Flanerie und anderes – Bewegungsformen in der Stadt | 195 | ||
6.1 Von Schildkröten, Taschendieben und dem Müßiggang: Überlegungen zur literarischen Geschichte des Flanierens | 195 | ||
6.2 Flanerien im Berlin der Nachwendezeit: Lektüre des Stadttextes, Anti-Diskurs oder [popu]leeres Konzept? | 209 | ||
6.3 Vom Einwanderer zum Flaneur? Flanerien in den Texten von Berliner Autoren der Postmigration | 213 | ||
6.4 Resümee | 231 | ||
7 Fremde Blicke | 233 | ||
7.1 Berlin im Spiegel der Heimat | 233 | ||
7.2 Spree-Athen in Perikles Monioudis Palladium | 237 | ||
7.3 Translinguale und transkulturelle Stadtdarstellung bei Yoko Tawada | 242 | ||
8 Schluss | 247 | ||
Literaturverzeichnis | 253 | ||
Dank | 287 |