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Begehbare Literatur

Eine literatur- und kulturwissenschaftliche Studie zum Literaturtourismus

Knipp, Raphaela

Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft, Bd. 174

2017

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Im Zentrum der Studie steht eine spezifische Praktik der Literaturrezeption: das Bereisen literarischer Schauplätze, auch Literaturtourismus genannt. Im Rahmen von literarischen Spaziergängen, musealen Rekonstruktionen oder Themenwanderwegen folgen Literaturreisende literarischen Narrationen im Realraum. Dabei übersetzt sich das, was zuvor gelesen und ‚bloß’ vorgestellt wurde, in eine sinnlich-konkrete, körperliche Erfahrung. Diesem Phänomen wird anhand von drei Fallstudien – James Joyces ‚Ulysses‘ in Dublin, Thomas Manns ‚Buddenbrooks‘ in Lübeck sowie dem sogenannten ‚Eifel-Krimi’ in der Eifelregion – nachgegangen und gefragt, welche Aneignungs- und Erlebensweisen von Literatur dabei wirksam werden. Dazu entwickelt die Arbeit ein Instrumentarium, das literaturwissenschaftliche und literaturgeographische Textanalysen mit ethnographischen Feldstudien kombiniert, in denen die konkreten Aktivitäten der Akteure im Umgang mit den literarischen Vorlagen untersucht werden.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel 3
Impressum 4
Inhaltsverzeichnis 7
Danksagung 9
I Einführung 11
1 Einleitung 13
II Rahmen: Forschungsstand und Geschichte 29
2 Forschungsstand 31
2.1 Literaturgeographie und -topographie, Raumnarratologie 31
2.2 Literaturausstellung 39
2.3 Forschungen zum Literaturtourismus 41
2.4 Transmediale Perspektive 47
3 Zur Geschichte des Literaturtourismus 51
3.1 Grand (Litera-)Tour: Ursprünge der Literaturreise 51
3.2 ‚Empfindsame‘ Romanreisen 56
3.3 Anfänge des Literaturtourismus im 19. und frühen 20. Jahrhundert 65
3.4 Zusammenfassung 74
III Fallstudienteil 77
4 Methodik 79
4.1 Ethnographisch-praxeologische Literatur- und Rezeptionsforschung (Vorbilder und Abgrenzungen) 81
4.2 Forschungsdesign: Die Fallstudien 92
4.3 Die Arbeit im Feld 96
4.3.1 Methoden der Datenerhebung 96
4.3.2 Methoden der Datenauswertung 104
5 Ulysses 109
5.1 Literaturgeographische und -topographische Lektüre 110
5.2 Geschichte, Organisation und Akteure 120
5.3 Performing Ulysses in Dublin 126
5.3.1 In den Fußspuren von Leopold Bloom gehen 126
5.3.2 Imaginieren/Vorstellen – „now I can picture a little better what the other chapters look like“ 140
5.3.3 Ulysses ‚fühlen‘ – „it brings it much more closer“ 146
5.4 Zusammenfassung 153
6 Buddenbrooks 155
6.1 Literaturgeographische und -topographische Lektüre 156
6.2 Geschichte, Organisation und Akteure 164
6.3 Zu Besuch bei den Buddenbrooks 172
6.3.1 Ein Rundgang durch das Buddenbrookhaus 172
6.3.2 Imaginieren/Abgleichen – „so wie im Buch“ 184
6.3.3 Buddenbrooks ‚zum Anfassen‘ – „Lesen kann ich auch zu Hause“ 190
6.4 Zusammenfassung 197
7 Eifel-Krimi 199
7.1 Literaturgeographische und -topographische Lektüre 200
7.2 Geschichte, Organisation und Akteure 211
7.3 Auf Spurensuche in der Eifel 218
7.3.1 (Tat-)Orte erwandern 219
7.3.2 Imaginieren/Wiedererkennen – „ein typisches Eifel-Haus, wie es in allen Eifel-Dörfern ist“ 231
7.3.3 Der Eifel-Krimi als literaturtouristisches Genre? – „Die Eifel wird dadurch auch nochmal attraktiver“ 237
7.4 Zusammenfassung 242
8 Schlussbemerkungen und Ausblick: „many other ways of engaging a text“ 245
9 Abbildungsverzeichnis 261
10 Literaturverzeichnis 263