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Wie kommen die Rechte des Menschen in die Welt?

Zur Aushandlung und Vermittlung von Menschenrechten

Herausgeber: Köhler, Sigrid G. | Schaffrick, Matthias

Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft, Bd. 184

2022

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Grenze, Verhör oder Bühne – statt Menschenrechtserklärung, Kodifikation oder Grundgesetz? Wie kommen die Rechte des Menschen in die Welt? Wo machen sie ihren normativen Anspruch geltend? Welche Rolle spielen Medien, Praktiken und Institutionen bei der Aushandlung und Vermittlung von Menschenrechten im Verhältnis zur philosophischen oder rechtlichen Begründung? Diesen Fragen geht dieser interdisziplinäre Band nach. Er vereint literatur-, kultur- und rechtswissenschaftliche Beiträge, die historisch (von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, von Las Casas bis zu Jelinek) wie auch systematisch die Praktiken der Aushandlung und Vermittlung an konkreten Beispielen wie Journaldebatten, Medienskandalen und Vermisstenlisten reflektieren. Zugleich stellen sie theoretische Positionen (u.a. Arendt, Lefort, Luhmann) auf den Prüfstand. So wird in diesem Band mediales und institutionelles Handeln als menschenrechtliche Praxis entworfen und auf seine normative Bedeutsamkeit hin befragt.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Umschlag Umschlag
Titel 3
Impressum 4
Inhaltsverzeichnis 5
Sigrid G. Köhler und Matthias Schaffrick: Wie kommen die Rechte des Menschen in die Welt? Prozesse, Praktiken und Medien ihrer Aushandlung 7
Kathrin Röggla: Laudatio auf Wolfgang Kaleck anlässlich der Verleihung des Bruno Kreisky Preises für Verdienste um die Menschenrechte 21
José Luis Egío García und Pedro Henrique Ribeiro: Skandal, Normativität und Menschenrechte: Von Las Casas zu Luhmann 29
Sigrid G. Köhler und Florian Schmidt: Menschenrechte und ihre Medien. Zur Popularisierung der ‚Rechte des Menschen‘ in der Journalkommunikation des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts 65
Michael Niehaus: Verlassenheit 101
Matthias Schaffrick: Verlust- und Vermisstenlisten 1818 bis 2020. Zur Genealogie der Menschenrechte 117
Carolin Behrmann: Hinter Glas. Sichtbarkeit und Menschenwürde des Angeklagten vor Gericht 139
Stefan Martini: Roman Herzog und die Rechtssache X. und X. Begründungsmomente der Europäischen Grundrechte-Charta unter kulturwissenschaftlicher Beobachtung 161
Bettine Menke: Die Rechts-Ausnahme des Flüchtlings, Symptome der ‚Menschenrechte‘ 179
Brigitta Kuster: „No, no Fingerprint! We need to move from the camp!“ – No-bodies against the state. Über Bewegungsfreiheit, informationelle Selbstbestimmung und ‚posthuman rights‘ 213
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 231
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