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Gefälschtes Recht aus dem Frühmittelalter

Untersuchungen zur Herstellung und Überlieferung der pseudoisidorischen Dekretalen

Patzold, Steffen

Schriften der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Bd. 55

2015

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Die pseudoisidorischen Dekretalen sind die wohl folgenreichste Fälschung des Frühmittelalters: eine Sammlung von knapp hundert Briefen der ersten Päpste sowie weiteren Dekretalen und Canones. Sie sind angefertigt worden, um Bischöfe vor Anklagen zu schützen und gegen die Metropoliten den Einfluss des Papstes zu stärken. Seit dem 11. Jahrhundert spielte die Sammlung deshalb eine wichtige Rolle bei der Ausweitung der päpstlichen Macht. Lange war unklar, wo und wann genau die Fälscher arbeiteten. Zuletzt konnte Klaus Zechiel-Eckes aber nachweisen, dass für die Fälschung zwei Handschriften des Klosters Corbie benutzt wurden. Auf seinen Arbeiten aufbauend zeigt diese Studie: Ein weiteres Manuskript aus Corbie diente dazu, eine Rezension zu schaffen, die in der Forschung als „C-Klasse“ firmiert. Sie ist, anders als bisher vermutet, bereits im 9. Jahrhundert entstanden, und zwar in der Fälscherwerkstatt selbst. Dieser Befund erlaubt neue Überlegungen zur Arbeitsweise der Fälscher.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel 3
Impressum 4
Inhaltsverzeichnis 7
I. Einleitung 9
II. Zum bisher vermuteten terminus post quem der C-Klasse 14
III. Zur Lokalisierung des Kerns der C-Klasse: Corbie oder Reims 27
IV. Zur Datierung des Kerns der C-Klasse in das 9. Jahrhundert 42
V. Die Grenzen des Textvergleichs 55
VI. Schlussfolgerungen 62
VII. Quellen- und Literaturverzeichnis 70