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Personenstereotype

Eine linguistische Untersuchung zu Form und Funktion von Stereotypen

Pümpel-Mader, Maria

Sprache – Literatur und Geschichte, Bd. 36

2012

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Stereotype über Personen können wir in vielen Formen ausdrücken: in Sätzen wie „Die Franzosen sind charmant“, in Wortgruppen wie „der Charme der Franzosen“ oder in Wortbildungen wie „französisch-charmant“. Wir äußern Stereotype einerseits sehr explizit, andererseits aber oft auch implizit. In diesem weiten Rahmen stereotyper Ausdrucksformen gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, Personen zu kategorisieren, sie zu bewerten und ihnen Eigenschaften zuzuschreiben. Die Erscheinungsformen des Stereotyps wurden sowohl strukturlinguistisch als auch rollensemantisch und kognitionswissenschaftlich beschrieben. Auf der Basis von über 3000 Belegen aus den Medien, aus literarischer Prosa, Gebrauchsprosa und Werbung wurde eine Typologie entwickelt, die 49 sprachliche Muster umfasst.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Inhalt V
Vorwort XI
Einführung 1
Das Personenstereotyp und die Schematisierung von Inhalt und Form 3
2 Konstitutive Elemente des Stereotyps 9
2.1 Das Stereotyp und die Struktur Träger-Merkmal 9
2.2 Die Relation Träger-Merkmal 14
2.3 Die Spezifizierung der stereotypen Wissensstruktur 15
2.3.1 Evaluative Spezifizierungen 16
2.3.2 Quantifizierende Spezifizierungen 19
2.3.3 Gestaltbezogene Spezifizierungen 23
2.3.4 Geltungs- und anspruchsbezogene Spezifizierungen 28
2.4 Die radiale Struktur des Stereotyps 30
2.5 Die Explizitheit von Träger und Merkmal 32
3 Linguistische und sozialpsychologische Stereotypforschung 35
3.1 Der Forschungsstand 35
3.2 "Typologien" stereotyper Ausdrucksformen 44
4 Die Forschungsbereiche der linguistischen Stereotypforschung 57
4.1 Die Pragmatik: Konversationsanalyse und Gesprächslinguistik 57
4.2 Die Demantik: Prototypensemantik und kognitive Linguistik 58
4.3 Die Lexik 58
4.4 Die Stilistik 58
4.5 Die Textlinguistik 59
4.6 Die Diskursforschung 60
5 Die Themen und Ebenen der vorliegenden Beschreibung 61
6 Die Materialbasis 65
7 Das Konzept und der Aufbau 67
8 Übersicht über die Typen stereotyper Ausdrucksformen 69
Ausdrucksformen des Stereotyps auf der Mikroebene: Wörter und Wortteile 75
9 Stereotypindikator Lautung 75
10 Stereotypindikatoren Partikeln und Interjektionen 89
11 Stereotypindikatoren Pronomina und Artikelwörter 93
12 Adjektive 111
12.1 Simplizia und Ableitungen 111
12.1.1 Auf Personengruppen beziehbare Adjektivbildungen auf... 111
12.1.2 Auf Personengruppen beziehbare Adjektivbildungen mit augmentativer und negationsbezogener Kennzeichnung 119
Typ 5 österreichischer, italienischt 119
Typ 6 urösterreichisch 125
Typ 7 unitalienisch 126
12.1.3 Adjektive mit Schemawert-Bezug 128
Typ 8 rothaarig 128
12.2 Adjektivkomposita 129
Typ 9 bubenfrech 129
Typ 10 österreichisch-umständlich 131
Typ 11 manierlich-britisch 134
13 Substantive 137
13.1 Simplizia und Ableitungen: Bezeichnungen für Personen und Personengruppen 137
Typ 12 Der "Deutsche" ist immer zuvorkommend und nett 137
13.1.1 Die merkmalsemantische Position 138
13.1.2 Kognitionsforschung und Stereotypsemantik 140
13.1.3 Das "soziale Stereotyp" 146
13.1.4 Der Umfang von Stereotypen 156
13.1.5 Stereotyp und Gebrauchspraxis 158
13.1.6 Stereotyp und Schema- bzw. Frame-Modell 161
13.1.7 Der Inferenztyp "State" und andere Modelle 172
13.1.8 "Semasiologische" Aspekte kognitiver Konzeptualisierung bei stereotypbezogenen Substantiven 174
13.1.9 "Onomasiologische" Aspekte: Bedeutung kognitiver Konzeptualisierung bei stereotypischen Substantiven 183
13.1.9.1 Schemawerte aus dem Bereich Soziokulturelles 184
13.1.9.2 Schemawerte aus dem Bereich Essgewohnheiten 188
13.1.9.3 Schemawerte aus dem Bereich Kleidung 190
13.1.9.4 Schemawerte aus dem Bereich Psychische Eigenschaft und Verhalten 191
13.2 Ableitungen: Abstraktbezeichnungen 192
13.3 Substantivkomposita 193
Typ 14 Deutschengesicht 193
Typ 15 Schwabenmanier 198
Typ 16 Trabi-Ossi 201
14 Verben 203
Ausdrucksformen des Stereotyps auf der mittleren Ebene: Syntaktische Strukturen 207
15 Nominale Einheiten 207
15.1 Substantivphrasen 207
15.1.1 Generische Substantivphrase mit der Benennung einer sozialen Kategorie als Kern 207
15.1.1.1 Generische Substantivphrase mit Adjektivattribut 207
15.1.1.2 Generische Substantivphrase mit Präpositionalattribut 212
15.1.1.3 Generische Substantivphrase mit Genitivattribut 214
15.1.1.4 Substantivphrase mit "wie" bzw. "als" + generische Substantivphrase 215
15.1.1.5 Substantivphrase mit appositivem Attribut 218
15.1.2 Generische Substantivphrase mit einer Personen(gruppen)- bzw. einer Ortsbezeichnung als Attribut 219
15.1.2.1 Generische Substantivphrase mit Genitivattribut 219
15.1.2.2 Generische Substantivphrase mit einer Ableitung von einer Volks-, Berufs- und Nationsbezeichnung als adjektivisches Attribut 222
15.2 Adjektivphrasen 232
15.2.1 Adjektivphrase mit "wie"- bzw. "als"-Substantivphrase 232
15.2.2 Weitere Adjektivphrasen 236
16 Verbale Einheiten 249
17 Einfache Sätze 255
17.1 Aussagesätze mit "sein"-Prädikationen 255
17.1.1 Substantivphrase + "sein"+ adjektivisches Prädikativ 255
17.1.2 Substantivphrase + "sein" + adverbiales Prädikativ 265
17.1.3 Substantivphrase bzw. Pronominalphrase + "sein" substantivisches Prädikativ 267
17.1.4 Substantivphrase + "bleiben / sein" + substantivisches Prädikativ 275
17.1.5 Substantivphrase + "sein wie" + substantivisches Prädikativ 280
17.1.6 Substanivphrase + "gelten als, erscheinen als, bekannt sein als /für, einschätzen als, gesehen werden als, bezeichnen als..." + 284
17.2 Aussagesätze mit "haben"-Prädikationen 288
17.3 Aussagesätze mit "tun"-Pradikationen 289
17.4 Fragesätze 292
17.5 Ellipsen 293
18 Komplexe Sätze und Satzfolgen 307
18.1 Die explikative Relation 308
18.1.1 Die explikativ-identifizierende Relation 310
18.1.2 Die explikativ-exemplarische Relation 312
18.2 Die konditional-konsekutive Relation 315
Ausdrucksformen des Stereotyps auf der Makroebene: Im Text und als Texte 317
19 Textkohäsion: Stereotyp und Anaphorik 321
19.1 Direkte Anaphorik 321
19.2 Indirekte Anaphorik 323
20 Vertextungsmuster 329
20.1 Textmuster Deskriptiv 329
20.2 Textmuster Narrativ 330
20.3 Textmuster Explikativ 333
20.4 Textmuster Argumentativ 337
20.4.1 Stereotype in Argumentationen 337
20.4.2 Implizitheit von Stereotypen in der Argumentation 339
20.4.3 Explizitheit von Stereotypen in der Argumentation 341
20.4.3.1 Stereotype Ausdrucksform in der These 342
20.4.3.2 Stereotype Ausdrucksform im Argument 344
20.4.3.3 Stereotype Ausdrucksform in Argument und These 345
20.4.4 Stereotype Ausdrucksformen und Argumentationsarten 346
20.4.5 Stereotype als Ergebnis von Schlussverfahren 346
21 Stereotype Ausdrucksformen und Handlungsfunktionen 349
21.1 Allgemeines 349
21.2 Die Begriffe "Einstellung" "Stereortyp" und "Vorurteil" 350
21.3 Zum Gebrauch von stereotypen Ausdrucksformen 358
21.3.1 Information als Wirkung von stereotypen Ausdrucksformen 360
21.3.1.1 Assertiva: Behaupten/Feststellen 362
21.3.1.2 Deklarativa: Kategorisieren/Zuordnen 375
21.3.1.3 Direktiva: Auffordern bzw. Raten und Warnen 377
21.3.2 Handlungen als Wirkungen von stereotypen Ausdrucksformen 379
21.3.3 Gefühle als Wirkungen von stereotypen Ausdrucksformen 379
21.3.4 Stereotype Äußerungen und kommunikative Strategien 380
21.3.5 Stereotype Ausdrucksformen und ihre Einbindung in den Text 395
22 Texte, Textsorten und Medien 405
22.1 Stereotype Ausdrucksformen im Textformat 405
22.2 Der Aphorismus 406
22.2.1 Aspekte der Form und der kognitiven Strukturierung 408
22.2.2 Kommunikativ-pragmatische Aspekte 411
22.2.3 Die Verwendung von stereotypen Aphorismen 416
22.3 Das Medium Postkarte 418
23 Zusammenfassung und Ausblick 423
Abbildungsnachweise 428
Übersichten 430
Quellen 431
Forschungsliteratur 446