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Das Tragische: Dichten als Denken

Literarische Modellierungen eines ‚pensiero tragico‘

Herausgeber: Menicacci, Marco

Studia Romanica, Bd. 199

2016

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Die Philosophie des Tragischen löst aus der Tragödie einen Gedankenkern, dem Unabhängigkeit von seinem geschichtlichen und gattungstheoretischen Kontext zugesprochen wird. So verschiebt sich die widersprüchliche, paradoxale Essenz der Tragödie auf das breitere Gebiet des menschlichen Denkens und der Existenz. Nach Luigi Pareyson soll sich ein ‚pensiero tragico‘ als Denken des Undenkbaren, der Paradoxien, des Widerspruchs entwickeln: ein ‚dissos logos‘, der das ambivalente Wesen des Realen (unannehmbar und unausweichlich zugleich) nicht verleugnet und der somit in der Lage ist, die Urprobleme des Bösen und des Nichts zu konzipieren. An den Grenzen des Denkbaren wird diese tragische Widersprüchlichkeit vornehmlich durch die Kunst und das dichterische Wort zum Ausdruck gebracht. Nach theoretischen Einführungen von Remo Bodei, Claudio Ciancio und Sergio Givone untersuchen die Beiträge des Bandes diese Fähigkeit der Literatur in den verschiedensten Epochen, Kulturen und Gattungen.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel 3
Impressum 4
Inhalt 5
Marco MENICACCI: Tragisch(es) Denken 7
Claudio CIANCIO: Das Tragische als Ursprung, Inhalt und Form der Philosophie 11
Sergio GIVONE: Nihilismus und tragisches Denken 21
Remo BODEI: La cognizione del dolore – die Erkenntnis des Schmerzes 33
Federico DAL BO: Die „Opferung Isaaks“ zwischen jüdischem Midrasch und der "Poetik" des Aristoteles nach ihrer griechischen, syrischen, arabischen und hebräischen Überlieferung 39
Rainer ZAISER: Von der Tragödie zum Tragischen: Phèdre und die Modernität von Racines tragischem Denken 57
Philipp HÖFELE: Das Tragische als Kritikfolie der Moderne. Zur Ambivalenz des Willensbegriffs bei Schelling und Heidegger 71
Katharina LIST: „Il gran chiodo della verità“. Wahrheit und Widerspruch bei Carlo Emilio Gadda 91
Marco MENICACCI: Cesare Pavese: das tragische Handwerk 103
Marco MENICACCI: Das tragische Denken Mario Luzis 115
Marco MENICACCI: Pasolini: Die Geburt der Musik aus dem Geiste der Tragödie 129
Olaf MÜLLER: Franco Fortini und das Tragische nach Schiller 139
Elena POLLEDRI: („Pallaksch. Pallaksch“): Celans Poetik der tragischen Zäsur und die Dichtung als „Lallen“ 153
Danksagung 173
Namenregister 175
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