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Abstract
Obwohl Giovanni Pico della Mirandola (1463–1494) zu den berühmtesten Humanisten seiner Generation gehört, ist sein dichterisches Werk bislang so gut wie nicht erforscht. Nun wird erstmals systematisch der Hauptteil der volkssprachigen Dichtungen erschlossen, die Sonette: ihre Überlieferungsgeschichte, ihre Arbeit an der und Position in der Tradition des Petrarkismus sowie die Bezüge zum philosophischen Werk Picos. Die Sonette erweisen sich dabei als das Fragment eines Canzoniere, der deutlich später als bislang geschehen datiert werden muss und Verbindungen zur platonisierenden Hochphase Picos um 1486 erkennen lässt. Besondere Bedeutung kommt auch der Aufarbeitung einer bestimmten Inszenierung Picos zu, die bereits kurz nach seinem Tod einsetzte und bis heute sein Bild prägt. In Anbetracht bislang weit verstreuter Quellen wird offenbar, dass Giovanni Pico seinen Zeitgenossen gerade nicht nur als Philosoph und Theologe galt, sondern auch als Dichter.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
---|---|---|---|
Cover | Cover | ||
Titel | 3 | ||
Impressum | 4 | ||
Inhalt | 9 | ||
I Stilisierungen | 11 | ||
I.1 Zum Einfluss Gianfrancesco Picos | 13 | ||
I.2 Literarische Programme beider Pico | 32 | ||
I.3 Der Briefwechsel mit Angelo Poliziano | 41 | ||
I.4 Selbstaussagen Giovanni Picos | 48 | ||
I.5 Elogen auf den Dichter Giovanni Pico | 58 | ||
II Dokumentationen | 65 | ||
II.1 Die Quellen | 65 | ||
II.1.a Die großen Handschriften in Paris und Florenz | 66 | ||
II.1.b Die kleineren Handschriften und Drucke | 77 | ||
II.1.c "Poesie volgari", die keine Sonette sind | 88 | ||
II.1.d Der Fall "Quando nascesti Amor?" | 91 | ||
II.1.e Der Fall "Dapoi che i duo begli occhi" | 93 | ||
II.2 Forschungsgeschichte | 98 | ||
II.2.a Frühe Literaturgeschichten | 98 | ||
II.2.b Die Editionen von 1894 und ihr Presseecho | 104 | ||
II.2.c Editionen und Forschungen nach 1894 | 113 | ||
III Interpretationen | 123 | ||
III.1 "Cosa ferma non è". Ferrara um und nach 1480 | 123 | ||
III.2 "Rinasco mille volte il giorno". Die Antike in den Sonetten Picos | 171 | ||
III.2.a "Dapoi che i doi begli occhi, Se ’l basso dir di mei suspir in rima und Segnor, pensava in rime racontarve": Suspendierung Apollos und der Musen | 185 | ||
III.2.b Befragungen der Gestalt Amors: "Se Amor à alato" und "Quando nascesti Amor?" | 210 | ||
III.3 "Mutato da una piaga alta e soave". Inszenierung von Selbstverlust und Selbstidentität | 256 | ||
III.3.a Variationen des Themas im Umkreis Picos | 260 | ||
III.3.b Abwärts und aufwärts mit Amor | 290 | ||
III.3.c Kreisbewegungen zwischen "principio" und "ritorno" | 312 | ||
III.3.d Unklare Richtungen: "Io me sento da quel che era en pria" | 334 | ||
IV Schlussstriche | 363 | ||
V Appendix: Die vier Sonette aus F2 | 369 | ||
VI Literaturverzeichnis | 373 | ||
Backcover | 413 |