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Die Sonette Giovanni Pico della Mirandolas

Roth, Tobias

Studia Romanica, Bd. 208

2018

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Obwohl Giovanni Pico della Mirandola (1463–1494) zu den berühmtesten Humanisten seiner Generation gehört, ist sein dichterisches Werk bislang so gut wie nicht erforscht. Nun wird erstmals systematisch der Hauptteil der volkssprachigen Dichtungen erschlossen, die Sonette: ihre Überlieferungsgeschichte, ihre Arbeit an der und Position in der Tradition des Petrarkismus sowie die Bezüge zum philosophischen Werk Picos. Die Sonette erweisen sich dabei als das Fragment eines Canzoniere, der deutlich später als bislang geschehen datiert werden muss und Verbindungen zur platonisierenden Hochphase Picos um 1486 erkennen lässt. Besondere Bedeutung kommt auch der Aufarbeitung einer bestimmten Inszenierung Picos zu, die bereits kurz nach seinem Tod einsetzte und bis heute sein Bild prägt. In Anbetracht bislang weit verstreuter Quellen wird offenbar, dass Giovanni Pico seinen Zeitgenossen gerade nicht nur als Philosoph und Theologe galt, sondern auch als Dichter.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover Cover
Titel 3
Impressum 4
Inhalt 9
I Stilisierungen 11
I.1 Zum Einfluss Gianfrancesco Picos 13
I.2 Literarische Programme beider Pico 32
I.3 Der Briefwechsel mit Angelo Poliziano 41
I.4 Selbstaussagen Giovanni Picos 48
I.5 Elogen auf den Dichter Giovanni Pico 58
II Dokumentationen 65
II.1 Die Quellen 65
II.1.a Die großen Handschriften in Paris und Florenz 66
II.1.b Die kleineren Handschriften und Drucke 77
II.1.c "Poesie volgari", die keine Sonette sind 88
II.1.d Der Fall "Quando nascesti Amor?" 91
II.1.e Der Fall "Dapoi che i duo begli occhi" 93
II.2 Forschungsgeschichte 98
II.2.a Frühe Literaturgeschichten 98
II.2.b Die Editionen von 1894 und ihr Presseecho 104
II.2.c Editionen und Forschungen nach 1894 113
III Interpretationen 123
III.1 "Cosa ferma non è". Ferrara um und nach 1480 123
III.2 "Rinasco mille volte il giorno". Die Antike in den Sonetten Picos 171
III.2.a "Dapoi che i doi begli occhi, Se ’l basso dir di mei suspir in rima und Segnor, pensava in rime racontarve": Suspendierung Apollos und der Musen 185
III.2.b Befragungen der Gestalt Amors: "Se Amor à alato" und "Quando nascesti Amor?" 210
III.3 "Mutato da una piaga alta e soave". Inszenierung von Selbstverlust und Selbstidentität 256
III.3.a Variationen des Themas im Umkreis Picos 260
III.3.b Abwärts und aufwärts mit Amor 290
III.3.c Kreisbewegungen zwischen "principio" und "ritorno" 312
III.3.d Unklare Richtungen: "Io me sento da quel che era en pria" 334
IV Schlussstriche 363
V Appendix: Die vier Sonette aus F2 369
VI Literaturverzeichnis 373
Backcover 413