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„Let’s make an opera!“

Autoreflexivität im Opernlibretto

Herausgeber: Föcking, Marc | Lombardi, Giulia

Studia Romanica, Bd. 237

2023

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Keine Gattung der Frühen Moderne ist so stark autoreflexiv ausgerichtet wie die Oper. Begleitet von intensiver theoretischer Reflexion, bringen die frühesten Opern nicht nur den Orpheus-Mythos auf die Bühne, sondern befragen sich in ihm nach der Macht des gleichzeitig gesungenen und handelnden Wortes im ‚Recitar cantando‘ und nach der eigenen Genealogie in der Wiederbelebung einer (produktiv missverstandenen) Antike. Die Beiträge des Bandes reflektieren diachron und über die italienische Librettistik hinaus unterschiedliche Typen und Funktionen von autoreflexiven Denkbewegungen der Oper vom späten 16. bis zum 20. Jahrhundert. Sie untersuchen autoreflexive Anteile und Spiel-im-Spiel-Phänomene in der Librettistik bis hin zu Libretti und Opern, die sich satirisch-performativ mit der Oper (als Institution, als Musikdrama etc.) beschäftigen. Der Band möchte so wichtige Fixpunkte der Beschäftigung der Oper mit sich selbst bestimmen.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Umschlag Umschlag
Titel 3
Impressum 4
Inhaltsverzeichnis 5
Marc Föcking/Giulia Lombardi: Einleitung „Let’s make an opera!“ Autoreflexivität im Opernlibretto 7
AUTOREFLEXIVITÄT UND KONSTITUTION DER GATTUNG ‚OPER‘ 13
Thomas Borgstedt: Die frühe Oper und der pastorale Pakt 13
Gaia Gubbini: Verbalizzazione affettiva e dialogicità lirica: ‚Il Pastor Fido‘ di Giovanni Battista Guarini e la sua resa musicale nel ‚Quinto Libro di Madrigali‘ di Claudio Monteverdi 35
Maddalena Fingerle/Elisabeth Seidel: Wenn die Musik über sich selbst singt. Anmerkungen zu Striggios und Monteverdis ‚Orfeo‘ 49
Elisabeth Kuen: „La penna bugiarda“. Formen der Selbstreflexion in der Oper ‚Marco Aurelio‘ (München, 1681) 61
Marc Föcking: „Recitar è una miseria!“ Metastasios Meta-Metamelodramma ‚L’impresario delle Canarie‘ (1724) 77
AUTOREFLEXIVITÄT, PROBLEMATISIERUNG UND REGENERATION DER MODERNEN OPER 95
Sascha Resch: Autoreflexive Tendenzen in Rachmaninovs Oper: Notizen zu ‚Francesca da Rimini' 95
Florian Mayr: „Warum das ganze Spiel?“ Horizonte der Autoreflexivität in Hans Pfitzners Musikalischer Legende ‚Palestrina‘ 113
Giulia Lombardi: „[…] quella fetida torta a cui si dà il nome di libretto d’opera“. Il libretto d’opera futurista tra tentativi di marginalizzazione e tendenze di autoreferenzialità 145
Antonio Cassonello/Rosa Errico: Dal teatro al teatro d’opera? I ‚Six Characters in Search of an Author di Hugo Weisgall 179
Angela Oster: „Dentro i suoni, i suoni hanno un rovescio.“ Zu Luciano Berios und Italo Calvinos ‚Un re in ascolto' 195
Namensindex 209
Autorinnen und Autoren 215
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