
BUCH
Erzähllogiken in der Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Akten der Heidelberger Tagung vom 17. bis 19. Februar 2011
Herausgeber: Kragl, Florian | Schneider, Christian
Studien zur historischen Poetik, Bd. 13
2013
Zusätzliche Informationen
Bibliografische Daten
Abstract
Erzählen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Zu allen Zeiten haben Menschen erzählt. Aber nicht zu allen Zeiten haben sie auf dieselbe Weise erzählt. Dabei variieren Motive, Stoffe und Themen ebenso wie die Art und Weise, das Erzählte zu arrangieren und seine Einzelbestandteile so miteinander zu verknüpfen, dass sie den Eindruck eines kohärenten Ganzen vermitteln. Die Einsicht in die historische Bedingtheit von Erzählformen und -verfahren hat sich in der neueren Forschung zu der Forderung nach einer historischen Narratologie verfestigt. Zu einer solchen liefert dieser Band einen Baustein. Er versammelt Beiträge, die sich systematisch und in Fallstudien den Logiken spätantiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Erzählens widmen. Themen sind unter anderem: Mythos, Raum- und Zeitstrukturen, Handlungsmotivation, Figurenkonstitution, historische Theoriebildung, Erzähl- im Verhältnis zu Bildlogiken, Strategien des Erzählens im Epos, in der Novellistik und im pikarischen Roman.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
---|---|---|---|
Vorwort | V | ||
Inhaltsverzeichnis | VII | ||
Einleitung | 1 | ||
GRUNDKOORDINATEN | 27 | ||
Friedrich Wolfzettel - Der störende Mythos | 29 | ||
Jonas Grethlein - Zeit, Erzählung und Raum in Augustinus’ ›Confessiones‹ | 45 | ||
Uta Störmer-Caysa - Ein Schatten aus möglichen Vergangenheiten | 71 | ||
Harald Haferland - Psychologie und Psychologisierung | 91 | ||
Florian Kragl - Bilder-Geschichten. Zur Interaktion von Erzähllogiken und Bildlogiken im mittelalterlichen Roman | 119 | ||
MITTELALTERLICHE ANSÄTZE ZUR THEORIEBILDUNG | 153 | ||
Christian Schneider - "Narrationis contextus". Erzähllogik, narrative Kohärenz und das Wahrscheinliche in der Sicht der hochmittelalterlichen Poetik | 155 | ||
Fritz Peter Knapp - Kausallogisches Erzählen unter den weltanschaulichen und pragmatischen Bedingungen des 12. und 13.Jahrhunderts | 187 | ||
FALLSTUDIEN | 207 | ||
Stephanie Seidl - Der Herr über dem Schema | 209 | ||
Jan-Dirk Müller - Heroische Erinnerung – Heroische Präsenz. Die Klage um die Etzelsöhne in der ›Rabenschlacht‹ | 227 | ||
Matthias Meyer - Wenn Gattungsmischung scheitert. Oder: Warum finden manche Geschichten kein adäquates Ende? | 243 | ||
Christiane Witthöft - Inszenierte Evidenz. Erzählstrategien gespiegelter Selbsterkenntnis in der Novellistik des Mittelalters | 261 | ||
Michael Waltenberger - Eskalation. Zur ›Eigenlogik‹ episodischer Erzählformen am Beispiel der ›Lazarillo‹-Fortsetzungen | 285 | ||
Sonja Glauch - Epilog | 303 | ||
AUTOREN- UND WERKREGISTER | 309 |