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Erzählstrategien im ‚Rappoltsteiner Parzifal‘

Zyklizität als Kohärenzprinzip

Sietz, Fabian

Studien zur historischen Poetik, Bd. 25

2017

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Der ‚Rappoltsteiner Parzifal‘ kombiniert Wolfram von Eschenbachs ‚Parzival‘ mit aus dem Altfranzösischen übersetzten ‚Fortsetzungen‘ zu Chrétien de Troyes ‚Conte du Graal‘. Kennzeichnend für alle in ihn eingeflossenen Texte ist, dass sie nicht nur von Parzival und seiner Suche nach dem Gral erzählen, sondern auch Geschichten weiterer Artusritter berichten, die nur lose mit der des namengebenden Helden verbunden sind und damit die romanhafte Anlage und den Zusammenhalt des Werks infrage stellen. Die Untersuchung leistet einen Beitrag zur Erforschung dieses bisher wenig beachteten dezentralen Konzepts, indem sie den ‚Rappoltsteiner Parzifal‘ in den Kontext zyklischer Kohärenzstrategien stellt. Unter dieser Perspektive erweist er sich als ein zwar heterogenes, zugleich jedoch auch kohärentes Werk, dessen Zusammenhänge sich erstaunlich oft aus der Kombination der ‚Fortsetzungen‘ mit dem ‚Parzival‘ ergeben. Die Paratexte der Handschriften und das dezentrale Erzählen führen zu einer romanhaft-zyklischen Werkeinheit.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover Cover
Titel 3
Impressum 4
Vorwort 5
Inhalt 7
1. Einleitung 11
1.1. Forschungsstand 14
1.2. Kohärenzstrategien zyklischen Erzählens 23
1.2.1. Zyklizität 25
1.2.2. Produktionstechniken 27
1.2.3. Einheit 29
1.2.4. Ordnung 35
1.2.5. Konnex 36
2. Codex und Paratext: Einheit und Unterteilung 43
2.1. Der Codex Donaueschingen 97 48
2.1.1. Der Codex als Mittel der Werk-Einheit 51
2.1.2. Paratext als Innovation 58
2.1.2.1. Parzival-Überlieferung 59
2.1.2.2. Conte du Graal-Überlieferung 62
2.1.3. Narrative Strukturen als Basis paratextueller Gliederung 68
2.1.3.1. Überschriften 70
2.1.3.2. Initialen 89
2.2. Der Codex Bibliotheca Casanatese 1409 104
2.2.1. Abschrift und Original 106
2.2.2. Verbesserung des Paratextes 112
2.2.2.1. Überschriften 112
2.2.2.2. Initialen 114
2.2.2.3. Korrekturmethoden 119
2.2.3. Kürzende Redaktion 122
2.2.3.1. Komprimierung und Auslassung 122
2.2.3.2. Umdichtungen 131
2.2.3.3. Der Schreiber-Redaktor 132
2.3. Zwischenfazit 134
3. Fortführung des Doppelromans 143
3.1. Programmatik 147
3.1.1. Der Epilog 147
3.1.2. Der Prologus 163
3.1.3. Wolframs Prolog 173
3.2. Ordnung und Autonomie 174
3.2.1. Sequentielle Teilerzählungen 176
3.2.1.1. Karados’ Buch 176
3.2.1.2. Schwanen-Aventiure 186
3.2.1.3. Segramors 193
3.2.2. Parallele Teilerzählungen 194
3.2.2.1. Bran de Lis und Gingelens 194
3.2.2.2. Gawan und der erschossene Ritter 202
3.2.3. Binnenerzählungen 206
3.3. Zyklische Signale 213
3.3.1. Übergänge 214
3.3.2. Epische Schnittstellen 216
3.3.2.1. Expositionen 217
3.3.2.2. Synchronisationspunkte 220
3.4. Alternative Helden 226
3.4.1. Karados 230
3.4.2. Gingelens 242
3.4.3. Gaheries 247
3.4.4. Segramors 264
3.4.5. Der Schöne Taugenichts 275
3.5. Konnex 279
3.5.1. Heldenentwürfe und mythische Ursprünge 280
3.5.2. Kausalität und Finalität: Rachefabeln 287
3.5.3. Exemplarisches Erzählen im minnebuoch 295
3.6. Zwischenfazit 306
4. Zusammenfassung und Ausblick 309
5. Verzeichnisse 313
5.1. Abbildungen 314
5.2. Abkürzungen (Zeitschriften, Reihen, Werktitel 314
5.3. Literatur 317
5.3.1. Editionen und Übersetzungen 317
5.3.2. Forschungsliteratur 318
Backcover 329