
BUCH
Muttergöttinnen und ihre Votivformulare
Eine sprachhistorische Studie
Indogermanische Bibliothek. 3. Reihe: Untersuchungen
2021
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Abstract
Widmungen an ‚MATRES‘ und ‚MATRONAE‘ waren in der Antike verbreitet und sind in vielen Museen zu sehen. Ihr Kult war ursprünglich keltisch, doch erfuhren Namen und Epitheta oft eine lateinische und manchmal eine germanische Wiedergabe. Erstmalig ohne örtliche und sprachliche Begrenzung werden hier 159 Namentypen nach den Prinzipien der vergleichenden Sprachwissenschaft analysiert. Genauere Anwendung indogermanischer Wortbildungsregeln und jüngerer Erkenntnisse zur keltischen Phonetik erlauben einfachere und z. T. ganz neue Etymologien. Die typologische Untersuchung hilft, die allmähliche Diversifizierung ebenso wie die Funktionen der Gottheit besser zu erkennen, die mit der Ikonographie im Einklang stehen. Eigene Sektionen behandeln die sich zeitlich verändernden Votivformulare, die Äquivalente des Haupttheonyms und ihre Verteilung, die Korpora der drei Sprachbereiche, Struktur, Phonetik und Semantik der Beinamen sowie die Forschungsgeschichte und die Funktionen der Muttergöttinnen insgesamt.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
---|---|---|---|
Umschlag | Umschlag | ||
Titel | III | ||
Impressum | IV | ||
Vorwort | V | ||
Inhaltsverzeichnis | VII | ||
Symbole und Abkürzungen | IX | ||
I Einleitung | 1 | ||
I.A Frühere Forschung und Zielsetzung dieser Studie | 1 | ||
I.B Anlage dieser Monographie und erste Ergebnisse | 3 | ||
II Charakteristika der theonymischen Formulare zur Anrufung der Muttergöttinnen | 9 | ||
II.A Die relative Chronologie der Widmungen | 9 | ||
II.B Die Muttergöttinnen als vererbbarer Kult | 17 | ||
II.C Liebkosende Ausdrücke | 18 | ||
II.C.1 Possessivadjektive | 18 | ||
II.C.2 Deminutive | 18 | ||
II.D Zahlwörter | 20 | ||
III Das keltische Haupttheonym MÁTEPEΣ und seine Äquivalente | 21 | ||
III.A Lateinische Anpassungen des keltischen Theonyms MÁTEPEΣ | 21 | ||
III.A.1 Adaptatio Latina MATRAE | 21 | ||
III.A.2 Translatio Latina MATRES | 22 | ||
III.A.3 Explicatio Latina MATRONAE | 22 | ||
III.A.4 Explicatio Latina onomastica IUNONES | 26 | ||
III.B Andere Äquivalente des Haupttheonyms | 28 | ||
III.B.1 DEAE neben DIVAE, FATAE, NYMPHAE und SORORES | 28 | ||
III.B.2 ALOVNAE beziehungsweise NUTRICES | 29 | ||
III.C Eine germanische Wiedergabe der Anrufung MATRONAE? | 31 | ||
IV Keltisch, Latein, Germanisch und dazwischen die Sprachen der Beinamen | 33 | ||
IV.A Die lateinische Komponente | 33 | ||
IV.B Die germanische Komponente | 46 | ||
IV.C Die keltische Komponente | 55 | ||
IV.D Anderssprachige Beinamen | 92 | ||
V Morphosyntaktische Struktur und Wortbildung der Beinamen | 95 | ||
V.A Präfigierte Bildungen | 97 | ||
V.B Echte Komposita und Bildungen mit Suffixoiden | 99 | ||
V.C.1 Keltische Ableitungen mit einem einzigen Suffix | 102 | ||
V.C.2 Keltische Ableitungen mit mehr als einem Suffix | 104 | ||
V.D.1 Germanische Ableitungen mit einem einzigen Suffix | 106 | ||
V.D.2 Germanische Ableitungen mit mehr als einem Suffix | 106 | ||
V.E Lateinische Ableitungen mit mehr als einem Suffix | 108 | ||
VI Die Phonetik der Beinamen | 109 | ||
VI.A Germanische Lautverschiebung | 109 | ||
VI.B Spirantisierung und andere vulgäre Züge der lateinischen Beinamen | 111 | ||
VI.C Keltische Lautveränderungen | 112 | ||
VI.D Unterschiedliche Typen des Diphthongs |
114 | ||
VII Die Semantik der Beinamen | 117 | ||
VII.A Die Zugehörigkeitsbeinamen | 119 | ||
VII.A.1 Ortsbezogene Zugehörigkeitsbeinamen | 121 | ||
VII.A.2 Gottheitsbezogene Zugehörigkeitsbeinamen | 146 | ||
VII.B Die polyvalenten Beinamen | 152 | ||
VII.C Die funktionellen Beinamen | 155 | ||
VIII Sprachlicher Audruck und ikonographische Darstellungen | 161 | ||
Bibliographie | 167 | ||
Zitate aus antiken Autoren und einzelnen Inschriften | 195 | ||
Namen-, Wort- und Sachregister | 199 | ||
Rückumschlag | Rückumschlag |