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Muttergöttinnen und ihre Votivformulare

Eine sprachhistorische Studie

Bernardo Stempel, Patrizia de

Indogermanische Bibliothek. 3. Reihe: Untersuchungen

2021

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Widmungen an ‚MATRES‘ und ‚MATRONAE‘ waren in der Antike verbreitet und sind in vielen Museen zu sehen. Ihr Kult war ursprünglich keltisch, doch erfuhren Namen und Epitheta oft eine lateinische und manchmal eine germanische Wiedergabe. Erstmalig ohne örtliche und sprachliche Begrenzung werden hier 159 Namentypen nach den Prinzipien der vergleichenden Sprachwissenschaft analysiert. Genauere Anwendung indogermanischer Wortbildungsregeln und jüngerer Erkenntnisse zur keltischen Phonetik erlauben einfachere und z. T. ganz neue Etymologien. Die typologische Untersuchung hilft, die allmähliche Diversifizierung ebenso wie die Funktionen der Gottheit besser zu erkennen, die mit der Ikonographie im Einklang stehen. Eigene Sektionen behandeln die sich zeitlich verändernden Votivformulare, die Äquivalente des Haupttheonyms und ihre Verteilung, die Korpora der drei Sprachbereiche, Struktur, Phonetik und Semantik der Beinamen sowie die Forschungsgeschichte und die Funktionen der Muttergöttinnen insgesamt.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Umschlag Umschlag
Titel III
Impressum IV
Vorwort V
Inhaltsverzeichnis VII
Symbole und Abkürzungen IX
I Einleitung 1
I.A Frühere Forschung und Zielsetzung dieser Studie 1
I.B Anlage dieser Monographie und erste Ergebnisse 3
II Charakteristika der theonymischen Formulare zur Anrufung der Muttergöttinnen 9
II.A Die relative Chronologie der Widmungen 9
II.B Die Muttergöttinnen als vererbbarer Kult 17
II.C Liebkosende Ausdrücke 18
II.C.1 Possessivadjektive 18
II.C.2 Deminutive 18
II.D Zahlwörter 20
III Das keltische Haupttheonym MÁTEPEΣ und seine Äquivalente 21
III.A Lateinische Anpassungen des keltischen Theonyms MÁTEPEΣ 21
III.A.1 Adaptatio Latina MATRAE 21
III.A.2 Translatio Latina MATRES 22
III.A.3 Explicatio Latina MATRONAE 22
III.A.4 Explicatio Latina onomastica IUNONES 26
III.B Andere Äquivalente des Haupttheonyms 28
III.B.1 DEAE neben DIVAE, FATAE, NYMPHAE und SORORES 28
III.B.2 ALOVNAE beziehungsweise NUTRICES 29
III.C Eine germanische Wiedergabe der Anrufung MATRONAE? 31
IV Keltisch, Latein, Germanisch und dazwischen die Sprachen der Beinamen 33
IV.A Die lateinische Komponente 33
IV.B Die germanische Komponente 46
IV.C Die keltische Komponente 55
IV.D Anderssprachige Beinamen 92
V Morphosyntaktische Struktur und Wortbildung der Beinamen 95
V.A Präfigierte Bildungen 97
V.B Echte Komposita und Bildungen mit Suffixoiden 99
V.C.1 Keltische Ableitungen mit einem einzigen Suffix 102
V.C.2 Keltische Ableitungen mit mehr als einem Suffix 104
V.D.1 Germanische Ableitungen mit einem einzigen Suffix 106
V.D.2 Germanische Ableitungen mit mehr als einem Suffix 106
V.E Lateinische Ableitungen mit mehr als einem Suffix 108
VI Die Phonetik der Beinamen 109
VI.A Germanische Lautverschiebung 109
VI.B Spirantisierung und andere vulgäre Züge der lateinischen Beinamen 111
VI.C Keltische Lautveränderungen 112
VI.D Unterschiedliche Typen des Diphthongs 114
VII Die Semantik der Beinamen 117
VII.A Die Zugehörigkeitsbeinamen 119
VII.A.1 Ortsbezogene Zugehörigkeitsbeinamen 121
VII.A.2 Gottheitsbezogene Zugehörigkeitsbeinamen 146
VII.B Die polyvalenten Beinamen 152
VII.C Die funktionellen Beinamen 155
VIII Sprachlicher Audruck und ikonographische Darstellungen 161
Bibliographie 167
Zitate aus antiken Autoren und einzelnen Inschriften 195
Namen-, Wort- und Sachregister 199
Rückumschlag Rückumschlag