
BUCH
Magdeburger Literaten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart
Herausgeber: Ende, Dagmar | Unger, Thorsten
Beihefte zum Euphorion, Bd. 82
2015
Zusätzliche Informationen
Bibliografische Daten
Abstract
Der vorliegende Band zeigt, dass die 1631 völlig zerstörte Stadt Magdeburg vom Ende des 17. Jahrhunderts an wieder kulturelle Bedeutung erlangte. Die spätere preußische Festung erwies sich als guter Nährboden für kulturelles Leben, zumal der preußische Hof zu Kriegszeiten dort residierte. Auch der Reichtum der Industriestadt beförderte die Kulturszene. Bereits im 18. Jahrhundert gab es in der Stadt mehrere literarische Gesellschaften und Zeitschriften, und es entstand eine rege Theaterszene – mit dem Höhepunkt der Deutschen Theaterausstellung 1927. Zu nennen sind außerdem überregional wichtige Zentren wie die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule oder die expressionistische Künstler- und Literatenvereinigung ‚Die Kugel‘. So zog Magdeburg immer wieder Kulturschaffende aus anderen Regionen an, wie es zugleich Geburtsstadt oder (mit seinen traditionsreichen Gymnasien) Bildungsstätte bedeutender Schriftsteller war. Die Beiträge widmen sich einigen von ihnen: Samuel Patzke, Stephan Schütze und Heinrich Zschokke, Marie Nathusius und Carl Immermann, Friedrich Spielhagen, Bruno Wille und Johannes Schlaf, Georg Kaiser und anderen, und erinnern zugleich an wichtige kulturelle Institutionen in Stadt und Region sowie an deren überregionale Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis
Zwischenüberschrift | Seite | Aktion | Preis |
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Cover | C | ||
Titel | 3 | ||
Impressum | 4 | ||
Inhalt | 5 | ||
Vorwort und Danksagung | 7 | ||
Dagmar ENDE, Thorsten UNGER (Magdeburg), Magdeburger Literaten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart – und auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025? Eine Einleitung | 9 | ||
Michael SCHILLING (Magdeburg), Beobachtungen zur Magdeburger Literaturgeschichte des 17. Jahrhunderts | 25 | ||
Misia Sophia DOMS (Düsseldorf), „Nichts, nichts hält Tilly auf“ – Die Moralische Wochenschrift Der Greis und die Kriegsgräuel bei der Eroberung Magdeburgs 1631 | 49 | ||
Johannes F. LEHMANN (Bonn), Stephan Schütze – Dichter, Publizist, Komiktheoretiker | 85 | ||
Holger BÖNING (Bremen), Heinrich Zschokke – ein deutscher Schriftsteller, Publizist und Aufklärer des 19. Jahrhunderts | 107 | ||
Peter HASUBEK (Göttingen), „ein weltdurstiger und weltfroher Odysseus“. Carl Leberecht Immermann – Magdeburg und die Welt | 135 | ||
Heike STEINHORST (Magdeburg), „Gott denkt, Gott lenkt“. Glaubensgewissheit und Geschlechterrolle(n) bei Marie Nathusius | 163 | ||
Lothar L. SCHNEIDER (Gießen), Friedrich Spielhagen oder Der Umweg zur Moderne | 185 | ||
Ingo STÖCKMANN (Bonn), „Weltanschauungs-Sinnierer und Kultur-Anreger“. Die Naturalisten Bruno Wille und Johannes Schlaf | 205 | ||
Sabine WOLF (Berlin), „Aufbruch aus dem Kloster“ – Georg Kaiser (1878 – 1945). Einige Bemerkungen zum Frühwerk des Schriftstellers | 233 | ||
Norbert POHLMANN (Magdeburg), „Das Überflüssige ist gerade das Notwendige.“ Kugel und Kunst, Literatur und Theater im Magdeburg der 1920er Jahre | 243 | ||
Thorsten UNGER (Magdeburg), Oskar Schönberg. Rekonstruktionen aus seinem Nachlass im Literaturhaus Magdeburg | 259 | ||
Dagmar ENDE (Magdeburg), Von Christa Johannsen bis Heinz Kruschel. Literarisches Leben in Magdeburg von der Nachkriegszeit bis 1990 | 297 | ||
Dagmar ENDE (Magdeburg), Zum Literaturbetrieb seit 1990. Eine Bestandsaufnahme | 351 | ||
Autorinnen und Autoren | 373 |