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Mirabiliratio

Das Wunderbare im Zugriff der Frühneuzeitlichen Vernunft

Herausgeber: Strosetzki, Christoph | de Courcelles, Dominique

Beihefte zum Euphorion, Bd. 88

2015

Zusätzliche Informationen

Bibliografische Daten

Abstract

Was man Frühe Neuzeit nennt, ist durch außerordentliche Ereignisse geprägt, die die überlieferten Welterklärungen in Frage stellen. Nicht nur die Erfahrungswelt ändert sich, auch die Welt der Wissenschaft. Wunderbar ist etwas, das bestehende Diskurse nicht bestätigt, sondern herausfordert. Es widerspricht dem Gewohnten und ist erklärungsbedürftig. Die Kernfrage ist nun, bis wohin es im Kontext der Frühen Neuzeit gelang, das Wunderbare zu erfassen und zu erklären, und von welchem Punkt an die traditionellen Diskurse vom Wunderbaren widerlegt und falsifiziert wurden, so dass neue Ordnungen gesucht werden mussten. Wie weit können traditionelle Ordnungen im Interesse von Erklärungen erweitert und verändert werden? Gelingt es den neuen Ordnungen, das Wunderbare aufzulösen und als ‚Explanandum‘ logisch aus anderen Tatsachen und übergeordneten Naturgesetzen abzuleiten? Wie wird die Konkurrenz zwischen den Diskursen in den zeitgenössischen Texten erörtert? Der vorliegende Band umfasst Beiträge renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die sich dem Wunderbaren im Zugriff der Vernunft in der frühen Neuzeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln widmen.

Inhaltsverzeichnis

Zwischenüberschrift Seite Aktion Preis
Cover C
Titel 3
Impressum 4
Inhalt 5
Einführung 7
Dominique DE COURCELLES Henri Corneille Agrippa de Nettesheim (1486-1535). Rationalité magique entre philosophie naturelle et théologie mystique 19
Thomas LEINKAUF Zur Funktion des ‚Wunderbaren‘ (mirabile) in Philosophie und Poetologie des 16. Jahrhunderts 45
María José VEGA The Prodigies over Mühlberg. And the construction of History in the Sixteenth Century 69
Wolfgang ADAM Wunder in Michel de Montaignes Journal de voyage 91
Eric ACHERMANN Das unmöglich Wahrscheinliche. Jean Le Clerc und die Rezeption der aristotelischen Poetik 113
Christoph STROSETZKI ‚Honnête homme’ und ‚habitant du monde’. Vom Absoluten zum Dezentralen 161
Cerstin BAUER-FUNKE ‚Mirabiliratio‘. Zur raumtheoretischen und poetologischen Fundierung des Zusammenspiels von ‚merveilleux‘ und ‚raison‘ in Cyrano de Bergeracs Roman L‘autre monde 177
Santiago LÓPEZ-RÍOS The myth of the wildman in the Iberian Peninsula at the end of the Middle Ages: between belief and doubt 201
Victoria Cirlot VALENZUELA El Grial, lo maravilloso y el ‘conflicto de las luces’ a la luz del surrealismo 213
José Rubén Romero GALVÁN Signos maravillosos, presagios de una conquista. Las tradiciones indígenas en la obra de fray Bernardino de Sahagún 225
Gesine MÜLLER L’homme, l’animal et la découverte du nouveau monde. Le merveilleux ou l’effrayant dans les Crónicas et dans la Nueva Novela Histórica 235
Jan-Henrik WITTHAUS Wunder der Staatsräson. Zur Politik der Affekte in Saavedra Fajardos Empresas políticas 247
Pedro Ruiz PÉREZ Vision and gaze in Rebolledo’s Selvas dánicas 261
Rodrigo Cacho CASAL Wonders of Nature and Political Propaganda in Pedro de Oña’s Temblor de Lima, año de 1609 281
Susanne FRIEDE ‚Ci rappresenta una sconvenevolissima inventione.‘ Überlegungen zum Status der Grottesche um die Mitte des Cinquecento 297
Tobias LEUKER Les savants et le merveilleux selon quelques éloges poétiques italiens du dernier tiers du 16ème siècle 315